Im Winter ist Grünkohlzeit. Aufgewachsen ist meiner auf dem Gemüsehof Steiger , knapp 24 Kilometer von Köln entfernt. Geerntet wurde er für die Marktschwärmer , eine Art Hofladen in der Stadt. Dort habe ich den Grünkohl dann mit dem Rad abgeholt. Der Geschmack und die Konsistenz dieses Grünkohls unterscheidet sich übrigens deutlich von dem vorgeschredderten Grünkohl in Tüten, den es in den Supermärkten gibt. Es lohnt sich, welchen auf dem Markt oder beim Erzeuger zu kaufen.
Nachdem es kürzlich den Grünkohl ganz klassisch mit Mettwurst und Kartoffeln gab, sollte es diesmal Grünkohlpesto sein. Die Heimathäppchen hatten welches bei Instagram gepostet. Seitdem spukte Grünkohlpesto durch meine verfressenen Gedanken. Im Lieblingskochbuch PESTO vom Hädecke Verlag fand ich weitere Inspiration.
Aus beiden Rezepten suchte ich mir raus, was ich überzeugend fand und schmeckte dann nach eigener Lust und Laune ab. Die Menge ist reichlich bemessen: Zwei gefräßige Menschen wurden satt und es blieb noch was für anderthalb Gläser Vorrat übrig.
Man nehme ...
Ca. 100g geröstete Haselnüsse, Mandeln und/oder Walnüsse (abkühlen lassen)
Ca. 200g grob gehackten, rohen Grünkohl (ohne Rispen und Stiele)
2-3 Knoblauchzehen (okay, ich nahm vier ...)
Saft einer mittelgroßen Zitrone
Ca. 180ml Olivenöl (Ich hatte es halb und halb mit Sonnenblumenöl gemischt, weil das aktuelle Olivenöl sehr olivig ist und ich nicht wollte, dass es den überraschend zarten Grünkohlgeschmack dominierte. Ich könnte mir vorstellen, dass etwas Walnussöl auch sehr gut wäre.)
Salz, Pfeffer
1 TL Honig (ich nahm den wunderbar herben Tannenhonig)
ca. 80g Parmesan
Nun könnte man natürlich alles schön kunstvoll mörsern, aber ich habe einen hohen Topf genommen und nach und nach die Zutaten mit dem Pürierstab zerkleinert. Macht man es so, muss man auch gar nicht erst alles fein hacken. Auch die Haselnüsse und den (gepellten) Knoblauch habe ich im Ganzen reingeworfen. Außerdem gab ich ca. 2 EL gemahlene Mandeln hinzu, die noch vom Weihnachtsbacken übrig waren.
Dann habe ich das Nudelwasser aufgestellt und in dern Zwischenzeit konnte das Pesto durchziehen. Gab dann noch frischen Parmesan dazu.
Das Grünkohlpesto schmeckt herrlich grün und frisch. Interessanterweise ohne den recht typischen Grünkohlgeschmack. Bei den Heimathäppchen wird der Grünkohl kurz blanchiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das Pesto dann grünkohliger schmeckt. Wird ausprobiert.
Auf jeden Fall ein Gericht, das hier in der Grünkohlsaison Standard werden wird.
P.S. Das Internet hat mich radikalisiert. Seit einer geraumen Weile achte ich verstärkt darauf, woher mein Essen kommt und wie und von wem es angebaut wurde. Der Grünkohl ist wie beschrieben regional und saisonal. Der Honig ist vom Erzeuger aus Stommeln, das Olivenöl und der Knoblauch wurden eigenhändig in Südfrankreich beim Erzeuger gekauft. Der Pfeffer ist auch noch aus Südfrankreich und kommt ursprünglich aus Kambodscha. Die Nüsse, das Salz, das Sonnenblumenöl und der Parmesan sind aus dem Supermarkt. Das Internet hat mich radikalisiert und natürlich ist das eine Übertreibung. Aber dazu schreibe ich an anderer Stelle mal was.
#soschmecktdeutschland Grünkohl Lange Zeit bevor Grünkohl als Superfood für Smoothies entdeckt wurde, war er ein klassisches Winteressen für Generationen von Norddeutschen. Seit 1545 wird er in Bremen bei der traditionellen Schaffermahlzeit serviert! Der Grünkohl kann erst nach dem ersten Frost geerntet werden, was ihn zu einem der wenigen Wintergemüse macht. Gegessen wird er klassisch als Eintopf mit Mettwürsten oder als Gemüse zu Salzkartoffeln und Siedfleisch. Ich koche meinen nach Schwiegermutters Rezept mit Kassler und Würsten, füge Kartoffeln hinzu und würze kräftig mit Muskat. Großartig! Was meint ihr zu Grünkohl? Ja oder Nein? Kale Long before Kale was discovered as a superfood for smoothies it was a staple winter food for generations of northern Germans. It is eaten every year since 1545 at the traditional “Schaffermahlzeit”, a festival in the city of Bremen! Kale can only be harvested after the first frost, making it one of the few true winter crops. It is traditionally eaten as a stew with smoked pork sausage or as a side dish with potatoes and various meats. I cooked mine as a stew after my mother-in-laws recipe with smoked pork chops, smoked sausage and potatoes seasoned with nutmeg. A delicious, hearty meal! What about you? Have you ever eaten kale in a traditional way? Did you like it? #soschmecktdeutschland #winterküche #heimatküche #deutscheküche #foodporn #foodporngermany #instafood #grünkohl #germancuisine https://www.instagram.com/p/CIyEb0bnaq4KM77P9Kg1y0GTSF2sRGrBMlUbbo0/?igshid=u8s3rvl1sxhl
#soschmecktdeutschland Sauerbraten ~english Version in the comments~ Der Frühling ist mit voller Wucht da, aber ich möchte noch schnell ein klassisches Wintergericht zeigen, welches die meisten von uns wahrscheinlich erst wieder im Oktober auf dem Schirm haben werden, und eine Lanze für dieses Traditionsgericht brechen, das völlig zu unrecht ein Schattendasein führt. Der Sauerbraten ist eines der klassischen Gerichte die in ganz Deutschland in Variationen existieren. Im Grunde ist es ein gebeiztes Stück Fleisch, welches durch die Essig-Würzmischung mürbe gemacht und dann zu einem Schmorgericht verarbeitet wird. Als jemand der im Rheinland aufgewachsen ist, kenne ich natürlich die Varianten mit Pferdefleisch, auch wenn ich persönlich sie nie essen mochte. Weitaus häufiger ist die Version mit Rindfleisch, die als Sauerbraten rheinischer Art inzwischen von keiner gutbürgerlichen Karte wegzudenken ist. Die Beize besteht aus Essig oder Wein, verschiedenen Wurzelgemüsen und Gewürzen wie Lorbeer und Piment. Das Fleisch wird zwei bis drei Tage eingelegt, bevor es angebraten und dann mit einem Teil der Beize abgelöscht und geschmort wird. Die Sauce wird regional verschieden mit oder ohne Rosinen und süßen Bindungsmitteln gemacht. Dabei wird traditionell Zuckerrübensirup, Apfelkraut, Aachener Printen oder Lebkuchen benutzt, die der Sauce den gewünschten süß-sauren Geschmack geben. Serviert wird das ganze mit Kartoffelklößen, Apfelmus und manchmal Backobst. Im Gegensatz dazu fehlt, zum Beispiel, beim badischen Sauerbraten komplett die süße Komponente. Statt dessen werden hier häufig Rotwein als Basis benutzt und es kommen kräftige Gewürze wie Knoblauch zum Einsatz. Serviert wird das ganze mit Spätzle und Rotkohl. Ich habe auf dem Bild die rheinische Variante mit süß-saurer Sauce, Kartoffelklößen , Apfelmus und Rotkohl. Kennt ihr Sauerbraten? Mögt ihr ihn? Hat eure Familie ein Rezept? #soschmecktdeutschland #sauerbraten #winterküche #foodporn #germancuisine #foodporngermany #deutscheküche https://www.instagram.com/p/B-rL2XQHYw0WllzwhD7_MNquFGgdpF_9dyUBJo0/?igshid=vzece42lb7n2
Deftiger Grünkohl mit selbst gemachten Pinkel & Kassler ! Einfach GENIAL ...
Ein guter deftiger Grünkohl sollte lange kochen, eine Schmorwurst und Fleischeinlage haben. Ich habe Pinkelwurst und Kassler gewählt, aus eigener Herstellung.
Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit, die Wurst und den Kasseler selber zu machen. Ich empfehle deshalb sich diese Zutaten von einem guten Metzger zu besorgen. Als Beilage habe ich Pellkartoffeln gemacht, weil bei Salzkartoffeln mit dem Kochwasser auch viele Nähr- und Geschmacksstoffe weggegossen werden. Grünkohl sollte bei mäßiger Hitze lange schmoren, um alle Aromen aufnehmen zu können. Er verändert dann allmählich seine Farbe ins Bräunliche. Deswegen hatte meine Oma ihn immer Braunkohl genannt. Ich koche immer die doppelte Portion, damit ich 2 Tage davon essen kann.Denn aufgewärmt schmeckt der Grünkohl nochmal besser !
Was kocht ihr Weihnachten? Steht das Essen in Gedanken schon? Wer sich vielleicht noch inspirieren lassen möchte, der klickt sich schnell auf den Lavera.de/blog. Dort warten wahnsinnig leckere Wirsing-Rouladen mit Couscous-Grünkernfüllung und gaaaaanz viel Gemüse. Sehr lecker, vitaminreich und mal eine ganz andere Kochidee. Zum Rezept geht’s über den Link im Profil✔️. Genießt euren Abend✨ #ladylandrand #ladylandrandfürlavera #lavera #weihnachten #weihnachtsessen #yummy #lecker #waskocheichweihnachten #winterküche #bio #organic #food #weloveorganic #rezepte #rezept #inspiration #natürlich #naturalbeauty #kochideen #wirsing #couscous #zumfest #genussmomente #genuss #gemüse #vorweihnachtszeit
Rosenkohl! An kaum einem anderen Gemüse scheiden sich zumindest in meinem Umfeld so sehr die Geister wie an diesen lustigen Kohlköpfchen. Oftmals werden gequälte Erinnerungen an die Kindheit als Grund aufgeführt. Es gab in der Tat eine Zeit, als Gemüse begeistert zu Tode gekocht wurde.
Das tat insbesondere den Kohlsorten nicht gut. Brokkoli gab's damals eigentlich noch nicht, dafür mümpfigen Blumenkohl, der schon bei einem scharfen Blick zu Matsche zerfiel. Und gräuliche Muffköppe, die einstmals munter aneinandergereiht als Rosenkohl heranwuchs. Diese Tradition der Kohl-Verhunzung wird gern noch in Kantinen, Krankenhaus- und Schulküchen gepflegt. Gemüse ist gesund, das muss nicht schmecken! Öm ...
Gut, dass es auch anders geht. Vorgestern schnappte ich mir das Kilo Rosenkohl und ...
Den Rosenkohl habe ich geputzt und in einem Dämpfeinsatz bei wenig Wasser ca. 20 Minuten gegart. Bis sie al dente sind. Am besten nimmt man mal einen Rosenkohling heraus und schneidet ihn durch. Probieren. Gut? Gut. Lieber etwas zu kurz als zu lang. Müffelgefahr! Solch ein Dämpfeinsatz ist übrigens Gold wert. Rosenkohl (und auch andere Gemüse oder Kartoffeln) werden zur Delikatesse, wenn man sie nicht in Wasser ersäuft.
Ofen vorheizen. Im Grunde brauchen wir nachher nur den Grill.
Während die Rosenköhler also vor sich hindämpften, habe ich je zwei Schalotten und Knoblauchzehen gehackt und in etwas Olivenöl angedünstet. Dann habe ich sie zur Seite gestellt, etwas Zucker in einer Pfanne karamellisiert und die grob gehackten Maronen dazu gegeben. Ich habe alles miteinander gerührt und eine Weile auf mittlerer Flamme angebraten.
Dann habe ich Zwiebeln und Knoblauch dazugekippt. Zur Seite stellen. Wer möchte, brät an dieser Stelle zerkleinerten Speck kross. Wenn man die noch karamellige Pfanne nimmt, ist das zusätzlich lecker. Speck zu Zwiebeln, Knoblauch und Maronen geben.
Einen Schwung Sahne in die Pfanne und mit etwas Käse nach Wahl (Käse, der schmelzen kann, also einen entsprechend hohen Fettanteil hat - und Geschmack), Muskat, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer einköcheln lassen. Bis die Masse leicht dicklich wird. Abschmecken. Die Käsesahne sollte etwas überwürzt schmecken, da der Rosenkohl ja noch nicht gewürzt ist.
Rosenkohl in eine Auflaufform. Maronen, Zwiebeln, Knoblauch und Speck, falls es Speck gibt, über den Rosenkohl verteilen. Käsesahne darüber. Geriebenen Käse obenauf verteilen. Ab in den Ofen.
Falls der Rosenkohl etwas zu al dente geraten ist, kann man den Auflauf auch 5-10 Minuten ohne Grill in den ca. auf 180 Grad vorgeheizten Ofen stellen. Und zum Schluß dann für ca. 10 Minuten unter den Grill. Twittern sollte man besser nicht, sondern lieber die Veränderung der Auflaufoberfläche im Blick behalten.
Fertig. Dazu passt ein Pils. Prost!
Übrigens auch köstlich: Pasta mit Rosenkohl und Kirschtomaten
P.S. Das Dunkelgrüne auf dem Auflauf sind übrigens Petersilie und Lauchzwiebeln. Einfach weil sie da waren, hübsch aussehen und ich sie gern esse.
Das Gemüse in mundgerechte Würfel schneiden, auf ein Blech geben. Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Olivenöl darüber geben und alles mit den Händen gut vermischen. Tipp: Die Rote Bete verfärbt den Rest des Gemüses dabei wahrscheinlich. Wer das vermeiden möchte, kann die Rote Bete separat auf einen Teil des Bleches geben. Am Geschmack ändert das natürlich nichts.
Das Gemüse bei 200°C im Ofen etwa 45 Minuten garen. Ab und zu wenden.
Den Bulgur mit der Gemüsebrühe in etwa 400 ml Wasser bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Bulgur weich ist. Vom Herd nehmen und den Zitronensaft und die gehackte Petersilie (bis auf einen kleinen Rest) unterrühren.
Bulgur und Gemüse auf Tellern anrichten, den zerkrümelten Feta darüber geben und mit etwas Petersilie garnieren.
Mein Fazit: Einer meiner All Time-Favorites für einfache und leckere Gerichte im Winter. Das Gemüse schmeckt schön warm und der Feta gibt eine würzige Note.