Wie will man Menschen "die Angst vor den Veränderungen der Gesellschaft duch Zuwanderung" nehmen, wenn die eine wesentliche Erkenntnis, dass diese Veränderung stets eine Anpassung von beiden Seiten beinhaltet - dass sie von beiden Seiten das Loslassen überkommener Wertvostellungen und andere Zugeständnisse erfordert - noch nicht einmal in der Politik angekommen ist?
Wenn aus dem Martinsfest ein Laternenumzug wird - was im Übrigen nicht nur Muslimen entgegen kommt, sondern auch Agnostikern, von denen es in diesem Land immer mehr gibt, und prinzipiell allen Menschen mit einer anderen Glaubensrichtung als der konventionell christlichen - ist das für manchen Veränderungsabholden schon der Untergang des Abendlandes. Aber soll man ihm das Verübeln, wenn die Regierungspartei CSU auch schon mal das Aufgeben der eigenen Muttersprache als Zeichen für Integrationsbereitschaft fordert?
Der Konflikt besteht nicht zwischen Fremdenfeindlichkeit und Multikulturalismus. Der Konflikt besteht zwischen denen, die Veränderung wollen und willkommen heißen, selbst wenn es Anpassung auf der eigenen Seite erfordert, und denen, die den Status Quo als etwas begreifen, auf das sie ein Anrecht haben.














