Berlin - Germany - “We love you no matter who you love. ”
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Yes. YES.
THIS is body positivity.
SAY IT LOUDER
(via @tommyxshitt): “There was a house in my neighborhood with a nazi flag inside their window, as of last night it is no longer in their house. Fuck Nazis, fuck racism, and fuck every one of you who is all talk about doing something about racism. Don’t talk about it, BE about it. NOT IN MY TOWN”
Am 14.04. den europaweiten Naziaufmarsch in Dortmund verhindern!
Mehr Infos: http://dortmund.blogsport.de/
no borders, no nation
Paris, anti fascist protest for Clément Méric.
maxime_reynie
FCK AFD!
Wer nicht feiert, hat verloren.
Alles gute zum Tag der Befreiung!
In eigener Sache: Warum ist es so schwer Israel zu kritisieren?
Jeder Antifaschist und jede Antifaschistin sollte dieses Problem kennen: Wir kritisieren Staaten, jeden Staat, nur mit Israel tun wir uns schwer. Das liegt nicht nur an unserer Geschichte sondern auch an den Konflikt, den es vor allem hier in Deutschland gibt, mit den “Anti-Deutschen”. Sobald nämlich Israel kritisiert wird steht mensch als Antisemit*in da. Das ist aber falsch! Denn solange Israel nicht auf seine Religion minimiert wird und mensch genauso sachlich bleibt wie bei anderen Konflikten dann ist es möglich Israel zu kritisieren ohne wirklich antisemitisch zu werden oder so bezeichnet zu werden. Und es ist wichtig, Israel zu kritisieren denn auch die Regierungschefs dort machen Fehler!
Israel kann mensch als Gotteststaat bezeichnen, wie den Vatikan, auch wenn, meiner Meinung nach, der Staat an sich nichts mit der Religion zutun hat. Trotzdem rutscht mensch gerne in antisemitische Abgründe ab. Es ist ein Balanceakt auf einem Seil.
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Es wird sich antisemitisch geäußert, wenn …
Israel das Existenzrecht abgesprochen wird
Die Nationalsozialisten haben Jüdinnen und Juden das Existenzrecht auf der Welt abgesprochen.Das ist die moderne Variante davon.
Handlungen Israels mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust gleichgesetzt werden
Der Holocaust war ein industriell organisierter Massenmord an Jüdinnen und Juden mit dem Ziel, sie auszurotten. Der Nahostkonflikt ist eine kriegerische Auseinandersetzung um ein Territorium und hat nicht das Ziel, das palästinensische Volk zu vernichten.
Jüdinnen und Juden oder auch nur alle Israelis für die Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemach werden
Denn das sind sie nicht. Es gibt logischerweise unter Israelis wie auch unter Jüdinnen und Juden aller Länder so viele unterschiedliche Meinungen zur Politik der Regierung wie hierzulande (und überall) auch. Trotzdem muss man es wohl dazusagen, weil aus diesem Grund immer wieder Jüdinnen und Juden in Europa “stellvertretend” angegriffen werden, wenn etwas Menschen mit der israelischen Politik nicht einverstanden sind.
Israel als das personifizierte Böse in der Welt dargestellt wird
Eines der klassischen antisemitschen Bilder, dass es schon seit Jahrhunderten gibt, weil man Jüdinnen und Juden schon immer für Dinge verantwortilch machte, die man nicht verstand und die einem Angst machten. Was zum nächsten Punkt führt:
in der Israelkritik alte antisemitische Bilder und Ressentiments verwendet werden
Wenn es antisemitische Bilder sind, bleiben sie antisemitisch, wenn man sie für Israel statt für die Juden verwendet (Christenmorde, Ritualmordlegende etc.) Das gilt auch für:
“Kindermörder Israel” skandieren
Seid ihr wirklich besorgt über die Lage gerade von Kindern und Jugendlichen in Gaza? Warum verwendet ihr dann ein antisemitisches Klischeebild (nämlich das der Ritualmordlegende), um dem Ausdruck zu verleihen? Und könnt ihr wirklich beurteilen, worauf die israelische Armee schießt oder ob Bilder verletzter Kinder von der Hamas propagandistisch eingesetzt werden oder die wahre Lage wiederspiegeln? Es ist schwer, sich aus Medien- und Internetberichten ein objektives Bild der Lage in Gaza zu verschaffen. Dann sollte man aber auch nicht mit solch reißerischen Parolen hausieren gehen.
Israel gefragt wird, ob es denn nichts aus der Geschichte gelernt hat, denn dann würde es ja keine Gewalt und kein Leid über andere Menschen bringen.
Israel hat aus der Geschichte gelernt. Nämlich, sich zu wehren, wenn es seine Existenz angegriffen und bedroht sieht. Es verteidigt sich, weil seine Einwohner angegriffen werden - wie andere Länder es auch machen würden (-> doppelte Standards).
Täter-Opfer-Umkehr betreiben
Drei israelische Jugendliche werden in Gaza verschleppt und getötet. Dies war der Beginn der aktuellen Konflikteskalation. Eigentlich müsste man also Solidaritätsdemonstrationen für sie erwarten - das Gegenteil ist, wie wir wissen, der Fall. Das Bild, Terrorismus der Hamas als “Widerstand” gegen Israel zu verniedlichen und den israelischen Staat als brutalen Aggressor erscheinen zu lassen, ist in der deutschen Diskussion des Nahostkonfliktes tief verwurzelt (-> das personifizierte Böse), gehört aber hinterfragt und ist im Einzelfall zu betrachten.
Legitime Kritk
Wer Israel (und alles andere) kritisieren möchte, sollte sich vor Augen halten: Es gibt einen Unterschied zwischen Kritik und Ressentiments.
“Kritik äußern” heißt: sich eine Meinung auf der Grundlage von Fakten zu bilden, Argumenten zuhören, die eigenen Meinung gegebenenfalls revidieren, wenn es eine neue Faktenlage gibt.
“Ressentiments äußern” heißt: sich eine Meinung aufgrund einer Weltsicht zu bilden, die gegen Fakten relativ resistent ist, zumal, wenn ich dazu tendiere, die Fakten im Zweifelsfalle als gefälscht oder manipuliert anzunehmen, wenn sie nicht meiner Weltsicht entsprechen. Nicht ohne Grund ist Antisemitismus die Grundlage fast aller Verschwörungstheorien. Da man gegen Ressentiments mit Argumenten nicht viel ausrichten kann, sind sie besonders haltbar. Viel “Kritik”, die über Israel geäußert wird, fällt in diese Kategorie.
Warum kritisiere ich Israel (vielleicht stärker als andere Länder)?
Seit im Nationalsozialismus aus Deutschland der Massenmord an europäischen Jüdinnen und Juden organisiert und durchgeführt wurde, gibt es eine besondere Verbindung zwischen Deutschland und Israel. Diese ist geprägt durch Schuld, aber auch durch Schuldabwehr, Projektionen ebenso wie nicht aufgearbeitetem Antisemitismus, der nach 1945 nicht einfach verschwunden ist.
Es lohnt sich also, sich auch selbst zu fragen: Würde ich in einem anderen Konflikt eine Konfliktpartei bei gleichem Handeln genauso kritisieren? Wenn ja: Tun sie es. Sachlich, fair, Fakten und Quellen prüfen, Argumenten zuhören, Intentionen hinterfragen, versuchen, beide Seiten zu sehen, bereit sein, seine Meinung auch zu ändern, wenn sie sich als falsch herausstellen.
WANN WIRD KRITIK AN ISRAEL EIGENTLICH ANTISEMITISCH?
riots in france this night
via NOPE.