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Australian Open 2018
Melbourne Aquarium
Melbourne City, Brunswick & Mount Dandenong
Melbourne - 13.01. - 21.01.18
In Melbourne angekommen, ging es mit Bus und Tram nach East Brunswick zur lieben Toni, einer Freundin von Erica aus Darwin, die mir netterweise für einen schmalen Taler eine Unterkunft anbieten konnte. Ein eigenes Zimmer... mit eigenem Bett... Privatsphäre! Wer schon einmal länger auf Reisen war und die ganze Zeit nur in Hostels übernachtet hat, versteht wahrscheinlich, wie man sich dann fühlt :) ... und als ob das nicht schon toll genug gewesen wäre, gabs auch noch eine Katze!! :) Wie sehr ich meine beiden Fellmonster zuhause vermisse lässt sich gar nicht in Worte fassen!
Am darauffolgenden Tag gab es dann auch direkt ein gemütliches BBQ (trotz Starkregen), bei dem ich diese ganze verrückte Truppe mal kennenlernen durfte. Von dort ging es dann auch seit sehr langer Zeit mal wieder ein wenig feiern und ich war extrem dankbar drum, dass es in dem Club Drum&Bass statt (wie sonst in Australien üblich) schreckliche Chart&Pop Mucke gab. Die nächsten 2 Tage habe ich dann auch fast ausnahmslos zum Regenieren benötigt, bevor ich mich mal auf den Weg machen konnte, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Das war auch gar nicht so einfach, da das Thermometer nach dem anfänglichen Regen zu Beginn der Woche gnadenlos auf 38-40°C angestiegen ist. Deshalb war es auch ne richtig gute Idee von Toni, mit mir am Dienstag nach Mount Dandenong zu fahren, um uns dort das William Rickets Sanctuary anzuschauen - dort konnte man sich wunderschöne Schnitzereien und Statuen der Aboriginies anschauen (und es war angenehm kühl!). Anschließend haben wir noch einen 7 km Walk durch den Sherbrooke Forest gemacht, in dem unzählige Kakadus und andere exotische Vögel zu sehen waren. Einen weiteren Leierschwanz habe ich trotz mehrerer Schilder aber leider nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Am Mittwoch ging es bei gleichbleibender Hitze dann endlich zu den Australian Open! Leider musste ich vor Ort feststellen, dass ich mich mit dem Ticketkauf doch irgendwie völlig umsonst gestresst habe, da es einfach noch ausreichend Tickets vor Ort zu kaufen gab. Letztendlich habe ich eigentlich fast 100 Dollar zu viel bezahlt ... nunja... aber das sollte meine Stimmung nicht völlig vermiesen. Ich nutzte daher dann lieber die Gelegenheit und kaufte mir noch ein weiteres Ticket für den Donnerstag, um mir die Spiele in der Rod Laver Arena anzuschauen. Sowieso habe ich nach diesen beiden wirklich wundervollen Tagen im Melbourne Park die zwei darauffolgenden Tage fast nur vor der Glotze gehangen, um mir die Spiele anzuschauen. Man vergisst vor der Mattscheibe auf jeden Fall komplett, was für eine extreme Hitze dort auf den Courts herrscht und es hat mich wirklich sehr beeindruckt, was die Spieler da für körperliche Leistung vollbringen! Umso mehr habe ich dann noch den Sonntag auf dem Gelände genossen und mir noch das ein oder andere Spiel live angeschaut, bevor es am nächsten Tag mit dem Mietwagen ab nach Bright zu Erica gehen sollte! <3
Christchurch
Christchurch - 10.01. - 12.01.18
Meine letzte Station in Neuseeland stand bevor und was war mit dem Wetter? Prima... Dauerregen! Ehrlich gesagt war ich aber auch nicht allzu unglücklich darüber, als ich mir bereits bei meiner Ankunft in Christchurch ein erstes Bild von dieser Stadt machen konnte. Als Stadt kann man das Ganze irgendwie nicht so wirklich bezeichnen... zugegebenermaßen hat das letzte Erdbeben in 2012 die Stadt mehr oder weniger in Schutt und Asche gelegt, aber seitdem sind ja nun auch wieder ein paar Jahre vergangen!
In jedem Fall war das Hostel ganz nett und ich konnte mir nach den ganzen Strapazen zuvor auch gut vorstellen hier einfach ein bisschen abzuhängen, bevor es wieder nach Australien gehen sollte. Das habe ich dann mehr oder weniger auch so durchgezogen: lange geschlafen, 1 Besuch im Pub und ein etwas längerer Spaziergang im Regen, bei dem ich mir zumindest mal den botanischen Garten, die Ruine der zerstörten Cathedral und den Rest der “Innenstadt” angeschaut habe. Insgesamt betrachtet war dieser ganze Ort eigentlich der grauenhafteste Platz der gesamten Südinsel ;) ... umso mehr habe ich mich zum Ende hin darüber gefreut, dass das Hostel einen kostenlosen Shuttleservice zum Flughafen angeboten hat - mein Flug ging nämlich um 6.10 Uhr!
Danke Neuseeland, es war super schön mit dir - ich komme wieder! Versprochen!
Lake Tekapo
Mount Cook
Mount Cook & Lake Tekapo - 08.01. - 09.01.18
Mein nächstes Ziel von Queenstown aus war Lake Tekapo. Da ich allerdings auch noch unbedingt Mount Cook sehen wollte, hatte ich diese Tour zu meinem Buspass anfangs hinzugebucht. Leider waren in Mount Cook absolut keine Unterkünfte mehr zu bekommen, sodass ich im Rahmen dieser Tour leider nur knapp 2 Stunden Zeit hatte, ein wenig in Mount Cook wandern zu gehen. Landschaftlich wirklich wunderschön und deshalb wirklich sehr schade, dass ich nicht zumindest eine Nacht dort verbringen konnte. Wenigstens hatte ich einigermaßen Glück mit dem Wetter, sodass mir Regen oder ähnliches zumindest für meinen kurzen Aufenthalt erspart blieb. Von Mount Cook aus war es dann zum Glück nur noch eine knappe Stunde bis Lake Tekapo und der Bus hat mich auch direkt vor der Tür meiner Unterkunft rausgelassen (was ich im Angesicht meiner immer noch vorhandenen Schmerzen sehr begrüßt habe!). Da auch in Lake Tekapo so ziemlich alles ausgebucht war, stand mir nun eine Nacht in meinem eigenen 5* Hotelzimmer bevor - zwar schweineteuer, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich angesichts meines körperlichen Zustandes doch extrem darauf gefreut habe.
Bevor ich es mir jedoch in meinem Hotelzimmer gemütlich gemacht habe, bin ich ne kleine Runde durch den Ort und am See entlang spaziert. Auch hier hatte ich das unglaubliche Glück einen sonnigen Tag an meiner Ankunft zu erwischen, bei dem das krasse Blau des Sees besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt. Den restlichen Abend habe ich dann auch wirklich einfach nur noch in meinem Zimmer verbracht.
Da mein Bus nach Queenstown am nächsten Tag auch erst um 15.45 starten sollte, habe ich den bewölkten, aber trockenen Vormittag/Mittag nochmal genutzt, um einen längeren 8 km Walk auf einen höher gelegenen Gipfel zu unternehmen. Der Aufstieg war zwar extrem steil, aber man wurde auch hier (wie so oft) mit einer wirklich tollen Aussicht auf die Umgebung belohnt. Zurück vom Walk gings dann auch direkt wieder Richtung Hotel um meine Sachen zu holen - als letzte Station meiner Neuseelandreise stand Christchurch bevor!
Milford Sound
Ben Lomond Track
Queenstown - 06.01. - 07.01.18
Die Fahrt von Franz Josef nach Queenstown dauerte so ziemlich den ganzen Tag. Da mein Muskelkater allerdings auch immer schlimmer wurde, hätte ich sowieso nichts anderes machen können, als rumsitzen - dementsprechend war es wohl nicht die schlimmste Situation, in der mich hätte befinden können. In Queenstown angekommen hatte ich es zum Glück auch nicht besonders weit zum Hostel und konnte dort recht flott einchecken. Glücklicherweise lag auch schon meine GoPro an der Rezeption bereit, die ich mir vom Abel Tasman Center ins Hostel geschickt hatte. Dass sie auch tatsächlich pünktlich dort ankommt, ließ mich für einen Moment meine Schmerzen fast komplett vergessen. Noch lustiger war es dann auch noch, dass die liebe Laura, die mit mir in Abel Tasman zusammen im Kayak gepaddelt ist, zufällig auch in der Stadt und sogar direkt unten in der Bar saß. Ein kurzes Wiedersehen konnte ich mir dann auch nicht nehmen lassen und bin nochmal auf 1-2 Drinks runter gehumpelt. :)
Da ich mir für den ersten Tag eigentlich ne Tageswanderung auf dem Ben Lomond Track vorgenommen hatte, war meine Hoffnung natürlich in erster Linie, dass meine Schmerzen am nächsten Tag etwas erträglicher sein sollte. Dem war natürlich nicht der Fall und ich watschelte nach einem kurzen Frühstück erstmal wie eine Ente in die Apotheke um meinen Fuß zu bandagieren, den ich mir bei der kleinen Reitaktion nämlich auch irgendwie etwas lädiert hatte. Trotz aller Schmerzen kam es für mich allerdings absolut nicht in Frage, den ganzen Tag im Hostel abzuhängen, sodass ich mich erstmal zur Seilbahn aufmachte. Oben angekommen gab es ne Aussichtsplattform, ein Café, ne Art Sommerrodelbahn und den ganzen Firlefanz sowie einen Wegweiser zu meinem geplanten Track. Ich lief also erstmal langsam los und hatte mir vorgenommen, es langsam angehen zu lassen und auch nur die kurze Strecke (ca. 2,5 Stunden) zurück zu legen. Während des Aufstiegs wurden die Schmerzen aber sogar wirklich erträglich und am ersten Ziel angekommen, dachte ich mir, dass ich die restliche Stunde bis zum Gipfel sicher auch noch schaffen würde. Der nachfolgende Aufstieg war allerdings so krass steil und die Wolken wurden auch wieder dichter, dass ich etwa 20 Minuten vor dem Endziel kapitulieren musste. Ich spürte meine Beine mittlerweile auch gar nicht mehr und der anschließende knapp 3 stündige Abstieg war auch wieder zunehmend schmerzhafter. Ich bekam auch so richtig zu spüren, dass dieser Hike alles andere als die schlaueste Idee war und war unten angekommen so gut wie gar nicht mehr in der Lage einen Fuß vor den anderen zu setzen. Es war wirklich die Hölle und ich kam mir vor wie ein Behinderter.... ABER... die Aussicht und das ganze Erlebnis waren es definitiv wert. Jeder der mal nach Queenstown kommt, sollte sich einen Tag für den Ben Lomond Track einplanen!
Am zweiten Tag ging es dann mit dem Bus zu ner Tagestour zum Milford Sound Fjord. Auch diesmal war ich aufgrund meiner eingeschränkten Beweglichkeit nicht unbedingt traurig darüber, dass ich in den insgesamt 12 Stunden ca. 9 Stunden im Bus saß und 2 Stunden im Boot. :D ... auf der Hinfahrt haben wir noch den ein oder anderen Stop eingelegt, bspw. zum Frühstück bei einer kleinen Lachszucht und bei den sogenannten “Mirror Lakes”. Die Milford Sound Bootstour ging einmal durch das komplette Fjord bis aufs Meer und wieder zurück - vorbei an wunderschönen Wasserfällen und einigen Pelzrobbenkolonien, die das ganze Touristengedöns mit den Booten sichtlich gewöhnt waren. In jedem Fall war das ganze wirklich schön anzuschauen und vom Skipper gabs noch ein paar geschichtliche Hintergründe zur Entdeckung des Fjord. Auf der Rückfahrt gabs dann noch nen Film im Bus, um die 4,5 Stunden irgendwie ein wenig schneller rumzubekommen. Wer Sam Neill mag sollte sich “Hunt for the Wilderpeople” mal anschauen - ist ein sehr süßer neuseeländischer Streifen! ;)
Franz Josef & Horsetrek
Franz Josef Glacier
Franz Josef - 03.01. - 05.01.18
Von Punakaiki ging es mit dem Bus über Greymouth weiter Richtung Franz Josef. Auf Empfehlung des Busfahrers habe ich in Hokitika im Supermarkt noch nen kleinen Einkauf für die nächsten Tage erledigt, da in Franz Josef wohl scheinbar alles nochmal teurer sein sollte. Aufgrund der zusätzlichen Einkäufe war ich in Franz Josef deshalb auch sehr froh darüber, dass mich der Bus direkt an meiner Unterkunft der Glow Worm Accomodation abgesetzt hat. Da der Tag weitestgehend auch schon gelaufen war, bin ich nem kleinen Abendessen auch relativ zeitig ins Bett, da ich mir für den nächsten Morgen die Wanderung zum Franz Josef Gletscher vorgenommen hatte. Am nächsten Morgen war allerdings erstmal die Enttäuschung groß als es wie aus Eimern immer weiter geregnet hat. Innerlich hatte ich mich irgendwie schon darauf eingestellt, den Tag im Hostel verbringen zu müssen. Da es dann nach ner Stunde zum Glück endlich aufhörte ging es mit dem Shuttle dann rüber zum Gletscher-Wanderweg. Die Wanderung führte mich zuerst durch das Gletschertal am Fluss vorbei bis kurz vor den Gletscher. Auf dem Rückweg wurde des Wetter sogar so gut, dass ich noch insgesamt weitere 7 km gestiefelt bin und sich die Sonne währenddessen immer mehr blicken ließ. Gegen 14 Uhr hab ich das Shuttle dann auch wieder zurückgenommen und hatte scheinbar genau das richtige Timing erwischt, da es wohl kurz darauf noch einmal richtig schlimm zu regnen angefangen hatte. Da sich die Wettervorhersage für den nächsten Tag doch recht freundlich gestaltete hab ich am Nachmittag beschlossen, dass ein kleiner Reitausflug vielleicht ne ganz gute Idee wäre und hab das ganze noch schnell gebucht.
Der Wetterbericht hatte auch tatsächlich halten können was er versprochen hat und am nächsten Tag gings das erste mal seit meiner Mexikoreise 2015 wieder aufs Pferdchen. Die ganze Tour dauerte 2 Stunden und war auch wirklich wunderschön - allerdings hatte ich wohl tatsächlich komplett verdrängt, was für einen krassen Muskelkater mich das letzte mal heimgesucht hatte. Die leichten Schmerzen in meinen Oberschenkeln ließen mich jedoch schnell spüren, dass die nächsten Tage wohl kein Spaß werden würden. Nichts desto trotz habe ich den Ausflug wirklich sehr genossen und würde es wahrscheinlich trotz aller Beschwerden im Anschluss immer wieder machen! ;) ... Zurück im Hostel musste ich für die letzte Nacht leider nochmal ins YHA Hostel umziehen, da so ziemlich alles in dem kleinen Ort ausgebucht war und das die einzigen Zimmer war, die ich noch kriegen konnte. Da das Hostel jedoch nur 200 m entfernt war, gestaltete sich der Umzug in diesem Fall wenigstens nicht allzu aufwendig. So hatte ich noch den gesamten Nachmittag Zeit ein wenig zu entspannen und dem ein oder anderen daheim ein paar Karten zu schreiben, bevor es am nächsten Tag schon wieder weiter ging.
Truman Track
Pancake Rocks & Blowholes