Bergwacht im Nordschwarzwald gefordert
Durch ergiebige Schneefälle in den vergangenen zwei Tagen bestehen nun sehr gute Wintersportverhältnisse im gesamten Nordschwarzwald.
Viele Wintersportler waren am ersten Schneewochenende unterwegs. Das spürte unter anderem auch die Ortsgruppe Obertal.
Gestern wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Ortsgruppe Obertal um 21:11 Uhr zu einem Pistenunfall auf den Ruhestein gerufen. Ein Skifahrer hatte sich eine Fraktur am Bein zugezogen und wurde von den Bergrettern erstversorgt, von der Skipiste abtransportiert und dem Notarzt und Rettungswagen übergeben.
Um 02:12 Uhr in der vergangenen Nacht wurde die SEG Obertal erneut alarmiert.
Am Ochsenstall im Bereich B500 / Unterstmatt hatte eine Frau auf einer bewohnten Skihütte massive Kreislaufbeschwerden. Die Bergwachtkameraden aus Karlsruhe, bahnten sich zu Fuß von der Unterstmatt her einen Weg durch die Schneemassen mit Akia zur Skihütte. Sie übernahmen die Erstversorgung bis zum Eintreffen der Ortsgruppe Obertal, die zur Unterstützung des Abtransportes mittels Motorschlitten hinzugezogen wurde.
Die Anfahrt aus Obertal über die B500 zur Unterstmatt gestaltete sich bei ca. 30cm Neuschnee und hohen Schneeverwehungen als Herausforderung. Dank dem allradgetriebenen Toyota LandCruiser, konnte die Schnelleinsatzgruppe mit Skidoo im Anhänger den Treffpunkt mit dem Rettungsdienst zügig erreichen. Nachdem ein Rettungsassistent aufgenommen wurde, konnte die Skihütte mittels Skidoo + Akia-Nachläufer schnell erreicht werden und der Abtransport zum Rettungswagen erfolgen. Gegen 04:15 Uhr kehrte die OG Obertal in ihre Rettungswache zurück und beendete den Einsatz.
Später am Nachmittag gegen 16:00 Uhr wurde die Dienstmannschaft erneut alarmiert. Ein Snowboardfahrer hatte sich eine Fraktur am Sprunggelenk zugezogen. Er wurde von den Bergrettern erstversorgt und ebenfalls mit Skidoo + Akia-Nachläufer bis zum eingetroffenen RTW transportiert.
Die Bergwacht im Schwarzwald ist rund um die Uhr über die Notrufnummer 112 zu erreichen. Die ehrenamtlich arbeitenden Bergretter der verschiedenen Ortsgruppen werden bei Bedarf über die Rettungsleitstellen per Meldeempfänger alamiert und rücken aus - bei jedem Wetter und in jedes Gelände - für Ihre Sicherheit.