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@byecomfortzone
01.08.2017 18:59
Nun auf den Weg zu meinen letzten Stop London mit dem süßen Gefühl der Heimat die nun in Relation zu der Zeit die ich unterwegs war in greifbarer Nähe erscheint mache ich mir Gedanken darüber was ich außer den vielen Eindrücken und Geschehnissen auch für meine Zukunft mitnehmen möchte. Quasi der Lerneffekt oder das große ganze Resultat dieser, für mich doch sehr bewegenden Zeit. Eigentlich muss ich mich gar nicht rechtfertigen aber möchte es trotzdem. Im Vergleich zu anderen die ihre Heimat und somit auch ihre Komfortzone für ein Jahr verlassen erschienenen diese 5 Wochen wie ein Witz der es mir nicht erlaubt große Töne zu spucken. Aber das möchte ich. Ich möchte mir, in Relation zu meinem Selbstvertrauen was ich vor meiner Reise hatte, zusprechen können das diese 5 Wochen ein großer Schritt waren und das nicht nur ich sondern auch jeder andere auf mich stolz sein kann und auch sollte. Ich bin es zumindest schon irgendwie. Aber was nehme ich mit? Fangen wir mit den kleinen Dingen an: Jeder der mich kennt weiß, dass ich einen fabel dafür habe mich anzukleiden und dies auch mit stetig neu erworbenen Klamotten die mein Budget von 150€, was nicht gerade wenig ist, sehr zerfressen. In meinem 50 Liter Rucksack musste ich jedoch drastisch abspecken, dachte ich, doch auf meiner Reise habe ich noch viele weite Teile aus meiner großen Sammlung von Klamotten in Europa verstreut gelassen und Reise nun mit einer minimalen Auswahl die zwar keine Atemberaubenden Outfits zulässt aber ihren Zweck erfüllt. Was tue ich also mit diesem riesigen Kleiderschrank und den 30 Jacken in meinem Zimmer die darauf warten das ich wieder komme? Worauf ich in Zukunft wirklich achten möchte und was mir nun klar geworden ist, dass ich mein Geld für wichtigere Dinge ausgeben sollte, lieber weniger aber bessere Kleidung einkaufen sollte, die länger hält und nicht nach einem Waschgang die Form verliert. Das es okay ist Teile öfters zu tragen da es niemanden auffällt und ich mich nicht zu sehr über das was ich auf meiner Haut trage definieren sollte. Worum es gehen sollte ist, dass ich Geld für Dinge investiere die mich weiter bringen: Reisen, Sprachschulen oder auch Bücher oder Zeitschriften. Anstatt meines Kleiderschrankes sollte ich meinen Geist füllen mit Ideen und Eindrücken die mich inspirieren und auf dem Weg eine bessere Person zu werden weiter bringen. Dazu gehören wohl auch die Leute mit denen man sich umgibt und seine Stunden teilt. Gerade wenn man nun mal nicht physikalisch in seiner Blase mit Freunden und Familie ist, bemerkt man wer sich wirklich kümmert und tatsächliches Interesse hat wie es dir ergeht. Dabei geht es nicht um kalküles berechnen wer sich wie oft gemeldet hat sondern eher einfach um das Gefühl das man mit einer Person hat, wie viel sie bereit ist zu investieren obwohl ihr Leben natürlich genau so weiter läuft ob bei mir auf Reisen oder in der Heimat. Gerade in dieser Hinsicht bin ich so froh über meine Familie und besten Freunde. Es sollte aber auch nicht nur um die Menschen um mich rum gehen, sondern auch um mich selbst. Wieder zuhause sollte ich mich weiter fordern und an mir arbeiten, ich habe das Gefühl diese ganze Reise war erst der Anfang von der Arbeit und Auseinandersetzung mit mir selber. Ich freue mich so auf die Zukunft und fühle mich so viel stärker gegenüber all den Aufgaben die sie mir bringen wird und bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe so eine Reise auf die Beine zu stellen. Auf noch viele weitere Reisen, Selbstoptimierung und eine schöne Zukunft. Ich fahre jetzt gleich in den Tunnel zwischen Frankreich und England ein und bin sehr gespannt was mich auf der letzten Etappe meiner Reise erwartet. Ich melde mich dann spätestens wenn ich wieder da bin. In liebe, Dein Jan.
frei sein
weird people in weird places being weird sleeping all together = hostel
Bordeaux 😍
Toulouse
Madrid at night
9h Zug fahren kann ich
Madrid 💫
müde vom müde sein
crazy ending up here
19.07.2017 23:22
Die Hälfte meiner Reise ist nun um und ich befinde mich auf dem Weg von Valencia nach Málaga in dem kleinsten und wackeligsten Flugzeug in dem ich jemals gesessen habe und fliege über den kleinen Städten Süd-Spaniens hinweg. Was führte mich eigentlich hier hin? Und warum fragen mich immer alle warum ich alleine unterwegs bin? "Hast du keine Freunde die mitkommen wollten?" oder "Muss bestimmt schwer sein immer so alleine?!". Punkt eins, ja es ist manchmal schwer und ich komme sehr oft an meine Grenzen, wünschte ich könnte einfach zum nächsten Flughafen und zurück in die sichere und bekannte Heimat fliegen. Viel wichtiger ist dabei aber der zweite Punkt: Es mag sein dass ich an meine Grenzen komme, aber vielleicht hilft es mir auch dabei meine Grenzen neu abzustecken, wie dieser Blog sagt: Meine Komfortzone zu verändern und mich den Herausforderung zu stellen. Dabei möchte ich mich gar nicht selber loben oder anpreisen wie großartig das ganze ist. Viel mehr tue ich das ganze für mich selber und meine Zukunft. In Deutschland und dem kleinen Hildesheim erscheint es mir so oft sehr viel einfacher und ich komme nicht in Situationen die mich auf die Probe stellen, beziehungsweise weiß ich diese geschickt zu umschiffen. Aber mal ganz rational gedacht: Erhalte ich nicht mehr Lebensqualität wenn mein Herz nicht mehr vor Aufregung pocht wenn ich in einen Raum voller fremder betrete, mir die Unsicherheit die Stimme verschlägt oder ich einfach nur als ein passiver Part eines Kollektivs ende? Auf meiner Reise komme ich oft in derartige Situationen, morgens beim Frühstück im Hostel die Suche nach einem Sitzplatz, nicht alleine sitzen aber auch niemanden auf die Füße treten, am Strand in der Nähe netter Menschen liegen die man fragen kann ob diese einen Blick auf meine Wertsachen haben können während ich im Meer bade. Manchmal erscheint es mir so einfach bei anderen, aber mich kostet das ganze viel Überwindung und Energie. Es macht mich oft traurig, dass ich es nicht schaffe und ich frage mich woran es liegen kann? Warum denkt man von Grund aus das Leute negativ über einen denken, und ist es wirklich der Fall wenn man so agiert, also tuen sie es dann wirklich? In diesem Fall würde ich mich ja in einem Teufelskreis befinden aus dem es keinen Ausweg gibt. Aber wirklich keinen? Ich denke und bin der festen Überzeugung das das ganze mit meinem Selbstwertgefühl verknüpft ist und ich genau hier ansetzen sollte. Aber wieder mal sehr viel Theorie und die Umsetzung in der Praxis gestaltet sich schwierig. Vielleicht muss ich zunächst meine Unsicherheit versuchen zu lieben, sie umarmen und willkommen heißen, sie mich nicht mehr kontrollieren lassen in dem sie mich traurig macht. Ein weiterer Punkt sollte aber auch die Herausforderung sein, die Unsicherheit zu kitzeln und sie aus ihrem Nest zu locken. Und genau da bin ich gerade dabei. Weitere zweieinhalb Wochen um an mir zu arbeiten und zu stärken. Ich befinde mich im Landeanflug nach Málaga und vielleicht auch einen Schritt weiter im Landeanflug zu mir selbst. Egal was kommt oder wie lange die Landung andauert, irgendwann kommt immer eine Landebahn und somit auch ein Ziel.
I am figuring out which parts of my personality are mine and which ones I created to please you.
Lora Mathis (via phreshouttarunway)
do you ever miss someone but never let them know because you have this feeling that they are doing just fine without you anyways?
we fly so close