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Once again I'm left crying on the bathroom floor, wondering why even the rain reminds me of you.
Thanks for Listening
Das ist nicht böse gemeint, aber habt ihr statt immer nur die Fehler an der Welt zusehen, versucht Spaß am Leben zu haben? Man lebt nur einmal - genießt diese Zeit doch lieber, statt euch über irrelevante Themen aufzuregen. Es bringt im Endeffekt nix
Mir fällt es gerade wirklich schwer, eine Antwort zu schreiben, weil ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll…
Ich war nie glücklich, in dem System, in dem ich aufgewachsen bin. Ab der 6. Klasse habe ich nie wieder Hausaufgaben gemacht oder gelernt, ich hatte das Glück, dass ich immer irgendwie mit relativ guten Noten durchgerutscht bin. Wenn ich in der Schule anwesend war, dann nur körperlich. Es war eine Qual für mich, 12 Jahre Mathematik eingeprügelt zu bekommen, obwohl ich schon im Alter von 10 den Anschluss verpasst hatte, aufgrund von fehlendem Interesse und Verständnis. Das hat mich mehr belastet als man glauben mag, es hat in mir sogar eine Art Blockade errichtet, sodass ich bei einfachsten Kopfrechenaufgaben nur Schwarz sehe und augenblicklich aufhöre, zu denken.
Ich schrieb gern Geschichten, ich hatte bereits als kleines Kind einen großen Wortschatz und ich war immer gut in Fächern wie Deutsch, Kunst und Ethik - ohne, dass ich je dafür lernen musste, bei mir ist diese Richtung einfach sehr ausgeprägt. Mathe, Physik oder Chemie waren hingegen Dinge, die mir nicht lagen, und die mich zu dem Zeitpunkt auch einfach noch nicht interessieht haben. Ich wurde, wie alle anderen, in dieses Bildungssystem gequetscht, um ein durchschnittlich guter Schüler zu sein, für den Schule Zeitverschwendung war, umgeben von Konkurrenzkampf. Dabei kann jeder überdurchschnittlich gut sein, wenn er individuell gefördert wird.
Ich habe irgendwann (nach der Schule) selbst angefangen, mich für Physik, Politik oder Geschichte zu interessieren, und dann habe ich gelernt. Selbstständig, für mich, um Dinge verstehen zu können. Das sollte der wahre Anreiz sein, das kann man aber nicht erzwingen und man kann kein Kind mit Wissen füttern, bei dem es nicht versteht, wieso es das braucht.
So war also für mich und für viele andere der Start in’s Leben. Kinder, die ein ganz natürliches Interesse an ihrer Umwelt haben, werden im Keim erstickt und zu kleinen Erwachsenen gemacht, zu Arbeitern, die im System funktionieren.
Die Schule ist vorbei und man soll plötzlich wissen, wie das Leben nun für einen weitergeht. Man wurde also 10-13 Jahre geradegebogen und geformt, universell einsetzbar, und plötzlich soll man wieder seinen Schwerpunkt kennen? Ich war verzweifelt, ich muss es wirklich so sagen, ich war einfach nur ziellos.
Natürlich habe ich eine Ausbildung angefangen, denn Eltern und Großeltern und ja, eigentlich alle, pflanzen einem diese Existenzangst ein und man weiß, man muss irgendwas tun, um als Individuum nicht unterzugehen. Ab jetzt geht es nurnoch darum, dass du für dich das beste draus machst, Geld verdienst um dich zu amüsieren, um dich abzulenken von dem, was dir so falsch erscheint.
Du kaufst dir irgendwelches Zeug, schließt dich damit in deiner Wohnung ein und dann gibt es da noch Freundschaften, Beziehungen, alles Menschen mit denen du dich umgibst, um nicht allein zu sein, um jemanden zu haben, der dir das Gefühl von Sicherheit gibt, weil du immer diese Angst hast unterzugehen.
Mein Ziel war es, nach meiner Ausbildung (die ein einziger Albtraum für mich war und mich seelisch sowie körperlich krank gemacht hat), irgendwas zu finden, womit ich Geld verdienen kann, das kleinste Übel also. Ich wollte so lange Geld verdienen, bis ich genug gespart hätte, um in ein gemütliches Haus zu ziehen, abseits der Gesellschaft, und ein ruhiges, spaßiges und erfülltes Leben zu führen, in dem ich gar nichts mehr von der Welt da draußen mitkriege, bis ich sterbe. Ich wollte also meine eigene, kleine Welt erschaffen, in der es so läuft, wie ich das will. Sollen die doch alle ihren Mist machen, ich halte mich fern davon, bin glücklich und mache Ohren und Augen zu. So hätte ich, dachte ich, meine Zeit am sinnvollsten genutzt. Daher verstehe ich sehr gut, woher dein Gedanke kommt.
Es ist nicht lange her, dass ich wie alle anderen von Egoismus und Selbsterhaltung getrieben war und einfach nur aus meinem Leben das beste rausholen wollte. Ehrlich gesagt habe ich auch erst angefangen, es in Frage zu stellen, als Ardy mir folgende Frage stellte:
“Haben nicht alle es verdient, glücklich zu sein?”
Und jetzt bin ich 24, ich schaue auf dieses Leben zurück und erkenne, dass ich Jahre lang in Richtungen verbogen wurde, die so falsch und so menschenfeindlich sind, dass ich mich jetzt erst wieder richtig kennenlerne. Ich war allein und ängstlich, unglücklich und verblendet. Nun habe ich tatsächlich das Glück wahre Freunde an meiner Seite zu haben und plötzlich ist es nicht mehr nur mein eigenes Glück, was im Vordergrund steht. Ich denke und handle aus tiefster Überzeugung für die Gruppe - und ich bin mir sicher, dass jeder sich tief im Innern nach solchen Bindungen sehnt.
Jetzt erst wächst mein Interesse für die Welt, ich lerne so viel wie in meiner gesamten Schullaufbahn nicht, und ich liebe es! Es macht Spaß, es erfüllt mich, ich beginne Abläufe und Vorgänge zu verstehen, ich erkenne wie alles zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst und vorallem erkenne ich, dass wir Lebewesen, nicht nur wir Menschen, zusammengehören und aufeinander aufpassen müssen.
Zu was für einer Rasse haben wir uns entwickelt? Wir sind die Menschen, alle anderen sind die Tiere. Wir besitzen Land, wir bauen, entwickeln und benutzen, und das alles auf dem Rücken der restlichen Welt, ohne Rücksicht auf uns selbst oder das Leben an sich.
Hilfst du allen, hilfst du am Ende auch dir selbst. Ich bin ein Lebewesen dieser Welt und ich habe die gleichen Rechte wie jedes andere Lebewesen dieser Welt (damit meine ich nicht die von Menschen ausgedachten Rechte), ich kann einfach nicht zulassen, dass aufgrund von fehlgeleiteten Führern unsere Welt zugrunde geht.
Du wirst geboren und vertraust darauf, dass die, die vor dir da waren genau wissen was sie tun, und deshalb hinterfragst du nicht, gliederst dich in ihr System ein und versuchst irgendwie darin glücklich zu werden. Wie lange geht das wohl schon so? Deine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern haben sich genauso in’s gemachte Nest gesetzt ohne groß zu hinterfragen. Ist doch auch völlig klar, man lernt von seinen Eltern und dass wir seit Jahrhunderten immer mehr in eine falsche Richtung gehen, liegt nur daran, dass man sein Leben in die Hände anderer gibt. Ich glaube nichtmal, dass das bewusst passiert. Es ist einfach so geworden, mit der Zeit. Wer bestimmt denn die Regeln, wenn nicht wir? Wieso überlässt du dein Schicksal anderen Menschen, die ganz offensichtlich auch nur aus ihrem eigenen Leben das beste rausholen wollen? Im heutigen System können die einen nur groß sein, indem andere sich für sie opfern. Das ist nicht fair und auch nicht der richtige Weg.
Meine kurze Existenz und mein persönliches Glück ist überhaupt nichts wert, wenn man das Ganze betrachtet. Wie könnte ich also nicht alles mir mögliche tun, um etwas zum Guten zu verändern? Und bei Einsicht und Verständnis fängt es schon an, du musst nicht direkt losziehen und die Regierung stürzen, es ist schon ein Anfang dein eigenes Leben auf die richtige Bahn zu lenken und es anderen vorzuleben. Wenn du erkennst was falsch läuft und siehst, wie du ein kleiner Teil einer großen Veränderung sein kannst, dann gibt es kein zurück mehr.
Willst du dir einen schnellen Überblick verschaffen und hast wirklich Interesse daran, dich auch tiefergehend und langfristig mit allem auseinanderzusetzen, würde ich dir ein paar Dokus empfehlen, für den Anfang:
Zeitgeist - Der Film, Alphabet, Bowling for Columbine, Food Inc., Weggeworfen - Trashed, Virunga, Mission Blue, Blackfish, Die Bucht, Die Kultur des Rausches, The Internet’s own Boy, The U.S. vs. John Lennon
Ich schaue unendlich gern Dokumentationen, weil Dinge anschaulich und vereinfacht erklärt werden und man es somit leichter hat, einen Einstieg in gewisse Thematiken zu bekommen. Informationen kann man sich natürlich überall beschaffen, je mehr Quellen, desto besser, denn dann entwickelst du auch ein Gefühl dafür. So kannst du dir ein umfassendes Bild machen und eine eigene, fundierte Meinung bilden.
Um dir aber nun noch eine kurze Antwort auf deine Frage zu geben:
Ich kann meine Zeit nicht genießen, wenn ich nicht alles versuche, um jedem Lebewesen ein glückliches Leben zu ermöglichen. Dinge die alle betreffen sind nicht irrelevant und jede noch so kleine Handlung bringt eine ganze Menge. All das bedeutet nicht, dass ich keinen Spaß im Leben habe.
quest: find gabi #dilloncooper #unchartedtour (hier: Stall 6)
bang bang he shot me down bang bang i hit the ground bang bang that awful sound bang bang my baby shot me down -bang bang - nancy sinatra (hier: Cafe-Bar Andorra Zürich)
bang bang he shot me down bang bang i hit the ground bang bang that awful sound bang bang my baby shot me down -bang bang - nancy sinatra (hier: Cafe-Bar Andorra Zürich)
all legal #16 🤘🏻 (hier: Cabaret Voltaire)
i'm one lucky girl❤️ (hier: Das Elephant, Crap Masegn, LAAX)
Now and then when i see your face it takes me away to that special place. -Guns n' Roses (hier: Musee Olympique Lausanne)
You may say i'm a dreamer, but i'm not the only one. -John Lennon (hier: Stadelhofen)
unplug🔌 (hier: Volkshaus Zürich)
no hell below us, above us only sky🌄 (hier: Hemberg, Switzerland)
no hell below us, above us only sky🌄 (hier: Hemberg, Switzerland)
trippin' on skies, sippin' waterfalls (hier: Paul Scherrer Institute)
floatin' on a cloud it's amazin'
so take me on an adventure...🚙 (hier: Olbia, Costa Smeralda, SARDINIA)