We promised we would try to make it last forever.
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!!
Letzter Brief Part 2
Dieser Brief wird verdammt lang, aber es muss von meiner Seele. Wie sagt YAENNIVER so schön? „Ich zieh‘ die Klinge jetzt raus, damit die Wunde verheilt. Mit zitternden Händen lös‘ ich den Verband, ich geh wieder dahin zurück, wo alles begann.“
„Alles, was du für mich bist, bin ich auch für dich.“
Die schönste Illusion, die ein Mensch haben kann. Vielleicht ist das auch gar nicht möglich? Ziemlich sicher sogar nicht. Denn dafür müssten zwei Individuen das exakt gleiche fühlen. Das ist relativ unmöglich. Aber es war schön, daran zu glauben, bis die ersten Risse erschienen.
Der erste kleine Riss war, als du bei mir eingezogen bist mit Lizzy, um mich abzulenken davon, dass mein Freund in der Reha ist, weil es mir mit allem nicht gut geht. Das war so lieb von dir und ich hab mich unglaublich gefreut über das Angebot für 2 Wochen bei mir einzuziehen. Endlich mal wieder Zeit miteinander verbringen wie früher, als du bei mir gewohnt hast. Im Endeffekt warst du von den ganzen Tagen einen komplett da, die restlichen Tage warst du immer erst spät abends wieder da, weil du deine Zeit mit irgendwelchen Typen verbracht hast. Da kam ich mir das erste Mal allein gelassen vor.
Der erste große Riss war nicht unser letzter Kontakt, unser erster richtig großer Riss war im Dezember 2023/Januar 2024 - erinnerst du dich? 3 Wochen Funkstille. 2023 war die Hölle, Gott, habe ich in diesem Jahr gelitten. Das zweitschlimmste Jahr meines Lebens. Dann sitze ich an Weihnachten da, kann meine Eltern nicht sehen, weil sie Corona haben und fühle mich unglaublich allein. Du hast mir gesagt, ich solle das Positive des Jahres sehen. Ich verstehe den Hintergedanken, es ist dennoch nichts anderes als positive Toxizität. Und als ich dann sagte, dass 2023 scheiße war und ich nicht in der Scheiße rumwühle, um einen kleinen goldenen Stein zu finden, das nächste Jahr aber nur besser werden kann, sagtest du mir, du kannst mit so viel Negativität nicht umgehen. Hättest du dich an meiner Stelle dann nicht auch „zu viel“ gefühlt? Vor allem in diesem Jahr, wo ich psychisch durch die Hölle gegangen bin, um endlich nicht mehr selber von mir zu denken, ich sei „zu viel“? Ich konnte dir darauf nicht antworten. Ich war gebrochen. Weil ich eines vorher nie war - zu viel für dich. Weil du für mich nie zu viel warst. Dort habe ich das erste Mal das Gefühl bekommen, dass du nur für mich da sein kannst, wenn du Lust darauf hast. Du hast selber Stress oder an etwas zu kauen? Dann hieß es auf einmal: ich kann negativität in dem Umfang nicht aushalten, ich habe keine Kapazitäten, ich hatte selber Stress etc. Kannst du dich dran erinnern, dass ich dir sowas mal gesagt habe? Dass ich dich allein gelassen habe, als es dir schlecht ging, weil bei mir gerade kein Schönwetter war? Ich erinnere mich an ein Mal. 2018. Da hattest du Streit mit Robin, das selbe Thema zum 25. Mal (überspitzt btw) und ich hab dir gesagt, ich habe gerade keine Kapazitäten dafür. Ich habe versäumt, mich dafür zu entschuldigen, dir zu erklären, warum ich nicht ehrlich war. Ich habe mich danach so unglaublich mies gefühlt, weil ich meiner besten Freundin vor den Kopf gestoßen habe. Ich habe es nie erwähnt, weil es mir peinlich war, zuzugeben, dass ich dich angelogen hatte. Ich wollte mir das selbe Problem nicht zum 25. Mal anhören. Wenn ich ehrlich gewesen wäre, hätte ich dir sagen müssen: ich hatte Kapazitäten, die hätte ich in jedem Fall haben MÜSSEN, wenn es meiner besten Freundin schlecht geht, aber ich hatte keine Lust auf das Thema. Ich hatte keine Lust, für dich da zu sein, weil mich das Thema genervt hat. Mir ist das erst vor einigen Tagen wieder eingefallen. Und mittlerweile bin ich reflektiert genug, um sagen zu können: es ging nie um Kapazitäten, die waren nur das Schutzschild, um meine Bequemlichkeit für dich so zu verpacken, dass sie dir möglichst wenig wehtut. Ich konnte das damals nicht zugeben. Und ich weiß, dass dich das damals verletzt hat, auch wenn du dich vielleicht erst jetzt wieder dran erinnerst: Es tut mir leid. In diesem Moment war ich eine verdammt schlecht, egoistische Freundin.
Nachdem ich das damals gesagt hatte, habe ich mich so schlecht gefühlt, dass ich beschlossen habe, nie wieder so zu sein. Nie wieder jemandem NICHT zuzuhören, weil ich keine Lust hatte, gestresst war, oder selber traurig oder eben das komplette Kontrastprogramm: weil ich zu glücklich war. Du hast mir im Gespräch zur Klärung gesagt, dass du drei Wochen nichts geschrieben hast, weil du überfordert warst und nicht wusstest, was du schreiben sollst. Da hast du das erste Mal erst im Nachhinein kommunizierst, wie du dich mit einer Situation fühlst. Für mich hat es sich so angefühlt, als hättest du Angst, dass ich das Thema wieder aufmache oder sage es geht mir nicht gut, wenn du mich in der Zwischenzeit gefragt hättest, wie es mir geht. Aber ich habe dir Verständnis gezeigt, gesagt, dass ich die Überforderung nachvollziehen kann & ich mich ja auch hätte melden können. Rückblickend klingt das irgendwie nicht fair. Ich habe mich wahnsinnig allein gelassen gefühlt und dir kommuniziert, dass ich mich unverstanden fühle, und deine Antwort war, dass du keine Kapazität für die Negativität hast. Was hätte ich da schreiben sollen? „hey kein Problem, sag Bescheid, wenn du wieder Kapazitäten hast, solang fake ich den Status Quo“ ?
Der zweite Riss war Weihnachten letztes Jahr. Ein Moment, in dem es für mich um alles ging, um meine Familie, um meine Sicherheit. Ich sitze auf der Nachtschicht, weine, weil meine Familie mich nicht vor dem Mann schützt, der mich sexuell belästigt hat. Ich schicke dir meinen Briefentwurf an meine Mama, ein purer Hilfeschrei, dass ich gesehen und geschützt werden möchte. Deine Reaktion? Du sagst mir, ich sei „zu aufgewühlt“. Du rätst mir, die Vergewaltigung aus dem Brief rauszulassen, damit Mama sich nicht angegriffen fühlt. Das hat sich angefühlt, als wolltest du mein Trauma zensieren, damit es meiner Mutter nicht schlecht geht. In einer Situation, in der es MIR wegen IHR schlecht ging. Als ich dir sagte, dass ich das Gespräch abbrechen muss, weil deine Worte mich runterziehen, hast du gesagt, dass du das nachvollziehen kannst und respektierst. Ich hab irgendwie damit gerechnet, dass du sagst „oh mein Gott entschuldige, das tut mir leid. Ich wollte dir nicht das Gefühl geben, du seist zu viel“, denn ich habe dir kommuniziert, dass deine abstemplung als „zu aufgewühlt“ mich sehr runtergezogen hat. Ich habe dir sogar gesagt, dass ich dir nicht böse bin, dass es an mir liegt. Habe mich selber wieder in die Schublade geschoben: du bist zu sensibel, es liegt an dir. Doch wenn ich das alles nochmal lese, dann war es nicht so. Ich habe meine eigenen Gefühle runtergespielt, um dir nicht sagen zu müssen: Hey, das war gemein. Bei einer so emotionalen Sache ist nicht das erste, was dir einfällt: wow, das muss viel Überwindung sein; das ist so ein ehrlicher Text. Nein, sie ist: klingt zu aufgewühlt. Das hat weh getan.
Drei Tage später knallst du mir deine Verlobung hin. „Ich weiß, es geht dir schlecht, ABER...“. Da kam das Gefühl wieder hoch. Das Gefühl, dass du keinen Raum hast, wenn es mir schlecht geht, wenn du gerade eine in diesem Fall schöne Zeit hast. Ich verstehe, dass die Zeit um Weihnachten stressig ist, auch mit Kind & ich verstehe, dass auch Urlaub stressig ist. Was ich aber nicht verstehe, ist, warum man keine 10 Sekunden zeit in drei Tagen investieren kann, um was zu schreiben, wie: „hey, ich bin zwar den ganzen Tag unterwegs, wollte aber mal reinhören, geht’s dir besser?“ Oder „hey, sitze gerade im Auto und hab kurz Zeit: hast du den Brief abgeschickt? Wie geht’s dir? Wollte eben reinhören, bin dann gleich aber unterwegs“. Wäre das nicht das Mindeste gewesen? Nach 9 Jahren Freundschaft? Und als ich dir gesagt habe, was ich an der Situation verletzend fand, sagtest du, du antwortest in Ruhe und nimmst dir Zeit, was ja vollkommen okay ist, aber dann sagte ich, du sollst dir keinen Stress machen und deinen Tag genießen, das sei wichtiger. Und deine Antwort war: „Sehe ich anders, ohne deine Nachricht hätte ich den Tag heute nicht mehr genießen können. Jetzt weiß ich, dass es lösbar ist und kann es wieder.“ dein erster Impuls war wieder nicht zu sagen: Gott sei Dank geht es dir besser und du hast es klären können. Dein erster Impuls war, Gott sei Dank, das hat MEINEN Tag gerettet.
Und dann der letzte Riss, der war so unerwartet, nach all den Gesprächen, die wir geführt haben, dass es sich anfühlt, als hätte ein Vorschlaghammer auf eine Vase eingeprescht.
Alle Fragen, die ich dazu habe, habe ich dir gestellt. Ich hab keine Antwort bekommen. Alles, was ich dazu empfinde, habe ich dir geschrieben. Das wiederhole ich jetzt nicht.okay, um fair zu sein, adhs, wahrscheinlich werd ich das ein oder andere ankratzen. Nur verstehe ich deinen Umgang mit der Situation nicht. Ich schreibe alle meine Gefühle nieder, was es mit mir macht, warum es das mit mir macht, welche Schlüsse ich daraus ziehe und warum, und deine Antwort ist… mechanisch.
Deine letzte Nachricht war der Moment, in dem ich endgültig begriffen habe, dass wir nicht mehr dieselbe Sprache sprechen. Du schreibst, es täte dir leid, dass deine Entscheidung Schmerz auslöst. Aber danach folgen nur noch drei Absätze Rechtfertigung. Weißt du, was ich mir gewünscht hätte?
Anstatt mir zu erklären, warum Chris so „präsent“ in deinem Leben ist, hättest du sagen können: „Ich sehe jetzt erst, dass ich eine Entscheidung getroffen habe, die dich demütigt. Es bricht mir das Herz, dass ich die Person bin, die dir diesen Schmerz zufügt, und ich verstehe jetzt, warum Chris für dich unerträglich an meiner Seite ist. Es tut mir leid“ Das wäre eine Antwort gewesen, die mich als Mensch und meinen Schmerz sieht. Aber deine Nachricht war nur ein Versuch, dich selbst zu schützen. Du hast meinen Schmerz zwar „anerkannt“, aber ihn im selben Atemzug entwertet, indem du dich rechtfertigst. Durch meine falsche Annahmen, die du nur dahingehend richtig gestellt hast, dass du mir nie was Böses wolltest und dass das keine Entscheidung gegen mich war. Bewusstes verletzten habe ich dir btw nie unterstellt, ich habe gesagt, dass mindestens dein Unterbewusstsein gewusst haben muss, dass es mich verletzten würde, sonst hättest du „ich hoffe du kommst trotzdem und bist noch meine Freundin“ nicht geschrieben. Aber du hast mir nichts erklärt, mir nicht gesagt, warum du es dann geschrieben hast, was denn dann der Beweggrund war, wenn die Annahme falsch war. Und das persönliche Gespräch wolltest du erst suchen, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Du hast mir nicht gesagt, warum du es mir über WhatsApp geschrieben hast.
Und jetzt stell dir nochmal vor, du wärst ich. Wie würde sich das alles anfühlen, wenn ich es so schildere?
Nehmen wir an, Chris wäre Luca. Luca und ich wären enger befreundet gewesen. Als Luca dich geghostet und blockiert hat, hab ich den Kontakt zu ihm abgebrochen, wir haben ja vorher gesnapped. Ich glaub auf Absprache mit dir hab ich einmal versucht herauszufinden wieso er das gemacht hat. Aber er hat dich verletzt und ich habe den Kontakt abgebrochen. Stellen wir uns vor ich hätte das nicht gemacht, wäre enger mit ihm befreundet gewesen und irgendwann droppe ich per WhatsApp: Luca ist übrigens mein Trauzeuge. Würdest du nicht verletzt sein? Dich gedemütigt fühlen? Wenn jemand, der dich sehr verletzt hat, mit dem du sehr viele Jahre lang Kontakt hattest, plötzlich an der Seite deiner besten Freundin steht, die eine Freundin, die alles für dich ist? Wenn du langsam bemerkst, dass deine beste Freundin sich genauso wenig wie deine Familie darum schert, wie es dir bei ihren Veranstaltungen geht? Wenn du bemerkst, dass sie einen Menschen für ihre Liebe unterschreiben lässt, der dir wahnsinnig weh getan hat?
Es freut mich, dass Chris dich laut deiner Aussage in vielen Lebensbereichen unterstützt hat. Es freut mich nicht, dass dir so egal ist, wie Menschen mit deiner besten Freundin umgehen. So verdammt egal, dass du deine beste Freundin darum bittest, auf ihre Würde zu scheißen. Das Zeichen, das du setzt, ob du es willst oder nicht: Meine beste Freundin dürft ihr behandeln wie ihr wollt, solang ihr für mich da seid und nett zu mir seid, legitimiere ich das alles. Und ich hoffe wirklich, dass du irgendwann verstehst, dass es hier nicht darum geht, dass ich dir irgendwas versauen will oder was auch immer du denkst, dass du sauer auf mich bist (wenn du auf Tumblr postet: ich bin nur noch wütend beziehe ich das natürlich auf mich, ist ja unser Kommunikationsweg immer gewesen, wenn nicht, my fault). Dann seh ich auf Insta einen Repost. „Beste Freundin“. Weißt du wie ich mich mit der letzten Aktion und vor allem mit deinem Umgang fühle? Ersetzt. Verraten.
Weißt du worum es mir geht? Darum:
„Alles, was du für mich bist, bin ich auch für dich.“
Darum geht es mir. Und genau diese Dinge haben mir gezeigt, dass es nicht so ist. Ich mache auch Fehler und bin auch nur ein Mensch, aber nie im Leben hätte ich dich solchen Situationen ausgesetzt. Und wenn, ich hätte sofort vor deiner Tür gestanden, nachdem du mir geschrieben hast, was die Situation mit dir macht. Ich hätte nicht auf mein Ego und Entscheidung gepocht, wenn es um die Gefühle meiner besten Freundin geht. Aber du bist für mich die neue Eisprinzessin geworden. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dich wirklich zu kennen. Wenn man jemanden verletzt hat und dieser Mensch sich öffnet, vor allem wenn es ein so enger Bezugsmensch ist, dann ist es wahnsinnig unsensibel immer wieder zu erklären, warum man die Entscheidung getroffen hat. Ich wusste das erste Mal, was du fühlst, als ich „ich bin nur noch wütend“ gelesen habe. Du hast vorher 0 Emotion durchblicken lassen. Bist du wütend auf mich? Bist du traurig? Ich weiß es nicht. Und da liegt der Fehler, du hast über alles geredet. Nur nicht darüber.
Saßen wir nicht immer zusammen und haben darüber geredet, dass wir beide emotionale Menschen sind? Haben wir nicht immer zuerst über Gefühle und dann über Logik gesprochen? Darüber wie sehr es nervt, wenn man emotional ist und das gegenüber dann rational wird und über Logik reden will? Und das meinte ich mit Basis. Das als persönliches Gespräch? In mir wäre etwas gestorben. Ich hätte nicht ausgehalten das alles aus deinem Mund zu hören, weil ich dich damit nicht verbinden kann. Und das ist mein Fehler, vielleicht hätte ich dir das Gespräch geben sollen. Aber du bist so konstant in dem rationalen Ton geblieben, dass ich Angst hatte.
Vielleicht bist du jetzt unglaublich wütend auf mich und denkst, meine Wahrnehmung sei total für‘n Arsch. Vielleicht fängst du an mich zu hassen. Vielleicht liest du das alles auch & kannst mich etwas besser verstehen.
Ich für meinen Teil konnte nicht mehr. Ich habe dir gesagt, warum ich nicht zur Hochzeit kommen kann unter den Umständen. Ich habe mich verraten gefühlt und so, als sei dir vollkommen egal, wie es mir dabei geht, was du bestätigt hast mit deiner Aussage, dass du Entscheidungen nicht mehr danach triffst, wie es anderen damit geht. Wie hätte es danach weiterlaufen sollen? Ich möchte Menschen, die sich schützend vor mich stellen. Du bist für mich der Mensch, dem ich mein Leben anvertraut hätte, für den ich ohne zu Zucken eine Niere gespendet hätte, ich hätte/habe für dich jeden Idioten angeschissen, der dich verletzt hat, der Mensch, dessen Gefühle ich bei zwischenmenschlichen Entscheidungen immer berücksichtigen würde, weil mir wichtig ist, dass sich meine Freunde durch mich nicht schlecht fühlen. Auch nicht an „meinem“ Tag, denn wenn ich wüsste, du würdest da unten sitzen, dir ein Lächeln abquälen, um mir einen schönen Tag zu machen, obwohl du verdammt verletzt von meiner Trauzeugen Wahl bist, dann könnte ich nicht mehr richtig feiern. Ich wäre unglücklich und könnte es nicht genießen. Aber wir sind nicht mehr an dem Punkt, an dem mein Wohlbefinden ein Teil deiner Gleichung ist. Das hast du mir deutlich gemacht.
Ich behalte die 10 Jahre schön in Erinnerung, weil sie das waren. Sie waren schön. Es war schön ein Zuhause zu haben & niemals wird irgendjemand das sein können, was du für mich warst. Keine beste Freundin mehr. Nicht, weil ich nicht offen wäre oder mich verschließen will, sondern weil diese Zeit für mich nicht ersetzt werden kann.
Letzter Brief Part 1
Vor 10 Jahren haben wir uns kennengelernt, vor 6 Jahren haben sich unsere Wege getrennt. Und unsere Geschichte war viel zu lange falsch in meinem Kopf. Viel zu positiv. Wir hatten schöne Zeiten, gar keine Frage, aber das waren eher Momentaufnahmen. Es ist verrückt, was der Tod eines Haustieres auslösen kann, woran man erinnert wird und welche Erkenntnisse solch eine Erfahrung mit sich ziehen kann. Doch wir haben zusammen mit dem kleinen Welpen auf der Couch geschlafen, die Gedankenkette schien unausweichlich. Du hast mich gleichzeitig auf Distanz und Nähe gehalten. Du hast mich mit Liebe überschüttet, um sie mir dann zu entziehen. Du hast mich genutzt, solang ich nützlich für dich war. Du hast gesagt, ich würde niemals eine gute Erzieherin sein und sieh an - ich bin es. Du hast gesagt, ich würde andere Menschen niemals verstehen, die weniger privilegiert sind als ich und weißt du was? Meine Empathie erfüllt mich von all meinen Charaktereigenschaften mit den meisten Stolz. Du hast gesagt, ich bin zu sensibel - doch das bin ich nicht, ich fühle. Und ich habe dich und die Vision von dir, wie du - wir wir - hätten sein können, viel zu lang vermisst. Das wars. Ich bin durch. Ab jetzt bist du nicht mehr als ein dunkles, altes Kapitel meines Lebens, das mich wertvolle Lektionen gelehrt hat.
-versesofourhearts
being in my twenties and still feeling like this is such a waste
Violet, something’s changed in you. Toward me. You’re distant, cold. I don’t know what I’ve done, but I’ll leave you alone from now on if that’s what you want. Is that what you want? You know why I’d leave you alone? ‘Cause I care about your feelings more than mine. I love you. There, I said it. Not just on some chalk board. I’d never let anybody or anything hurt you. I’ve never felt that way about anyone.
i hope we all get kissed by the luck and whimsy of april this year
A white blank page and a swelling rage, rage
You did not think when you sent me to the brink, to the brink
You desired my attention
But denied my affections, my affections
So tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart?
Oh, tell me now, where was my fault
In loving you with my whole heart?
I am worth being chosen and respected – even by me. 🩷
It’s not easy being gentle, loving, and kind to myself. We are often our own harshest critics, but I’m learning to change the narrative.
When I catch myself being rude to my own soul, I stop and ask: “What would you say if your best friend told you this? Would you be kind or would you be cruel?”
That’s how I know I’m growing. That’s how I know I’m overcoming the insecurities that used to keep me small. If I wouldn't let anyone treat my best friend this way, why would I let myself – or anyone else – treat me like that?
I know my heart. I know that I am empathetic and fiercely loyal. I know that I always take care of my loved ones and that I would never intentionally hurt someone. I am reflective enough to see my own flaws; I have the strength to apologize when I’ve made a mistake and the humility to say "I’m sorry" when I’ve caused pain.
I understand the balance between choosing myself and choosing the people I love. I know that I can pursue my own happiness and make my own decisions, but I also know when to pause and consider the hearts of those who have always been there for me. I refuse to call it 'self-care' when it's actually just disregard for others.
I am my own safe harbor now. 🌊✨
Pink mountaineer's axe from Muromachi period, 14th century Japan
What kind of woman doesnt have an axe
Ich packe meinen Koffer mit Trauer, Enttäuschung, Verletzung und ein bisschen Wut. Aber ich stelle ihn jetzt vor die Bürotür und hole ihn morgen wieder ab. Denn jetzt brauche ich Schlaf. Ohne meinen Koffer. Oh Gott bitte lass mich schlafen
Do you take pride in your hurt? Does it make you seem large and tragic? ...Well, think about it. Maybe you're playing a part on a great stage with only yourself as audience.
– John Steinbeck, East of Eden