Nähe und Distanz im Hundetraining
Lernen Sie auf Ihre Körpersprache und die Wirkung auf Ihren Hund zu achten im Hundetraining bei Daxhun.de.
Wie kann ein Mensch einen Hund körpersprachlich heranholen? Durch defensive Körpersprache: • Seitlich • Körper abgewandt • Körper gerade bis abgewandt • Körper entspannt/weich • Bewegung rückwärts gerichtet • Runtergehen („sich klein machen“) • Blick abwenden • Keine Stimme Wirkung: • Besänftigend • Lässt Raum • Befreit/öffnet • Weicht dem Druck • Distanzverringernd! Wie kann ein Mensch einen Hund körpersprachlich auf Distanz bringen und halten? Durch offensive Körpersprache: • Körper frontal • Körper übergebeugt • Körper angespannt/steif • „Sich groß machen“ • Bewegung vorwärts gerichtet, in Richtung Hund • Anschauen, Blick halten/fixieren • Gegebenenfalls Stimme einsetzen Wirkung: • Bedrohend • Nimmt Raum ein • Begrenzt • Macht Druck • Distanzvergrößernd! Auf welche körpersprachlichen Signale muss beim Hund dabei geachtet werden? Hält der Hund die Distanz nicht, geht er nach vorn (aktive Demut oder Aggression) -> Druck erhöhen. Hält der Hund die Distanz, nimmt er sich zurück (passive Demut oder Angst)-> Druck rausnehmen. Dabei Verhältnismäßigkeit/Intensität und Zeitpunkt beachten, Druck machen und Druck wieder rausnehmen, wenn der Hund sein Verhalten anpasst.
Praktische Umsetzung im Hundetraining von Daxhunde.
Stopp & Go Mensch bringt Hund an eine Stelle wo er bleiben soll (Voraussetzung: Hund kennt Kommando „Bleib“), Mensch entfernt sich, bleibt stehen, dreht sich zum Hund und ruft ihn. Auf halber Strecke Hund stoppen, dann ranrufen. Die Übung wird ohne Kommandos und Sichtzeichen ausgeführt. Die Einwirkung auf den Hund erfolgt durch Körperan- und –entspannung. Richtige Distanz wählen: nicht zu lange, so dass noch eine gute Möglichkeit der Einwirkung gegeben ist und nicht zu kurz, so dass Stoppen auf halber Strecke möglich ist. Beim Stoppen: (wenn der Hund zu weit läuft) Druckpunkt in Richtung des Hundes verlagern, Hund läuft immer bis zum anvisierten Punkt. Anleitung Stopp & Go ohne Leine: Nimm deinen Hund an der Leine mit und gehe bis zu dem bestimmten Punkt. Sorge dafür, dass der Hund dort bleibt, du kannst ihm das Kommando „Bleib“ sagen (vorher geklärt, ob der Hund das Kommando kennt/kann). Jetzt machst du die Leine ab. Dein Hund soll da bleiben, bleibt er nicht, korrigiere ihn. Nun gehst du 6m weit weg. Versucht der Hund dir zu folgen, bringst du ihn zu dem Punkt zurück. Nach 6m stellst du dich gegenüber deines Hundes mit Blickrichtung zu ihm auf. Stelle dir bei 3m eine Markierung vor (zur Vereinfachung könnte man eine sichtbare Markierung machen). Du gibst deinem Hund jetzt körpersprachlich das Signal, dass er zu dir kommen kann. Entspann dich, etwas Körper und Blick etwas abwenden, du kannst dich abhocken, oder dich leicht rückwärts bewegen. Kommt der Hund auf dich zu, beginnst du bereits bevor er die Markierung erreicht hat deinen Körper anzuspannen, nach vorne zu richten, fixiere den Punkt an dem der Hund stoppen soll, mach dich groß, bewege dich auf ihn zu. Hat der Hund an der Markierung angehalten, kannst du dich wieder entspannen, Körper und Blick zurücknehmen, dich hocken oder leicht rückwärts bewegen und ihn zu dir kommen lassen. Stopp & Go mit fremden Hunden (an der Leine): Keine Arbeit mit fremden Hunden ohne Kennenlernphase! Übung vorbereiten! Mit der Ausführung der Übung erst beginnen, wenn man einen genauen Plan vom Ablauf und der Zielerreichung hat, wenn man konzentriert und „bereit“ ist. –> Umfeld ausblenden! Beim Hund sein! Die Stopp & Go-Übung eignet sich zum Kennenlernen eines fremden Hundes. Hier wird an der Leine auf kurze Distanz gearbeitet. Eventuell kann man schon Strategien des Hundes erkennen, die nachher im Freilauf oder anderen Situationen wieder auftreten. Darauf achten, was dem Hund schwerer fällt – sich anzunähern oder Distanz zu halten. Darauf fokussieren/Intensität ausrichten. Wann Angebot – wann Unterbrechung? Angebot so lange der Hund in die richtige Richtung „denkt“, Entscheidungshilfen geben (andere Position oder Distanzverringerung), Zeit geben. Keine Unterbrechung, wenn man kein Angebot machen kann! Bei Fehleinschätzung des reaktiven Verhaltens des Hundes werden Unterbrechungsmaßnahmen gewöhnlich gesteigert, oft würde es ausreichen die Maßnahmen abzuschwächen. Beispiel: „Der haut jetzt ab, obwohl er da stoppen soll.“ Vermutlich war die Unterbrechung zu stark … d. h. in der Wiederholung nicht mehr sondern weniger stark unterbrechen.
Warum Stopp & Go im Hundetraining bei Daxhunde?
• Hund kennenlernen/einschätzen • Kommunikation/Körpersprache lernen und einsetzen -> weg von Kommandos • Kommunikation vor Erziehung • Bindung aufbauen, achte auf mich, beziehungsfördernd • Alltagssituationen -> auch: fremde Hunde stoppen • als Vorbereitung zur Unterbrechung • Hund einfangen „Verbrannte Erde“? Kann der Hund sich überhaupt annähern und kann er es auf diesem Weg? Bei unsicheren oder ängstlichen Hunden kommt es vor, dass die Hunde auf dem Weg auf dem sie unterbrochen wurden nicht mehr rankommen können. Dann verlegt man seinen Standpunkt im Winkel versetzt nach rechts oder links. Die Hundeschule Hundeschule Hünfeld Daxhun.de bietet kommunikatives Hundetraining für das Einzugsgebiet Eiterfeld – Hünfeld - Fulda – Bad Hersfeld – Geisa - Rhön und den Orten des Hessischen Kegelspiels an.











