Wo fange ich an..
Wow! Seit meinem letzten Eintrag sind einfach 3 Jahre vergangen. Wie habe ich es so lange ausgehalten, ohne meine Gedanken und GefĂŒhle freien Lauf zu lassen? Wobei, ich sagen muss, das meine NotizeintrĂ€ge mir einen guten Dienst erwiesen haben. Aber es ist einfach nicht das selbe. Ich fĂŒhre meinen eigenen persönlichen Blog seit 6 Jahren und es ist immer wieder erstaunlich, meine EintrĂ€ge von damals zu lesen. Noch einmal zu spĂŒren, was ich damals gespĂŒrt habe. Aber Schluss mit Sachen von vor 4-5 Jahre. Ich habe ganze 3 Jahre hier nachzuholen. Aber wo fange ich an?
Nach meinen letzten Eintrag im Januar 2020 begann auch schon die Pandemie. Ich war zu der Zeit Mutter einer kleinen 5 Monate alten Tochter und plötzlich Ă€nderte sich das Leben von uns allen, aber dennoch kann ich natĂŒrlich nur von mir und meinen GefĂŒhle sprechen. Ich habe mich einsam gefĂŒhlt, eingeschrĂ€nkt, eingesperrt (kommt dir das bekannt vor?) Alles was etwas mit SpaĂ zutun hatte, wurde massiv eingeschrĂ€nkt. Das Leben war grau, eintönig, beschrĂ€nkt und monoton. Ein Leben im Hamsterrad. Meine Tochter hatte zu dieser Zeit nur das VergnĂŒgen ihr Zuhause aus jeder Ecke und Perspektive kennen zu lernen. Keine Kontakte, keine Sozialisierung, keine AktivitĂ€ten. Im Juli 2021 hat mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht, das war so das schönste was wir in dieser dĂŒsteren Zeit erlebt haben.
August 2021: Ab da war meine Elternzeit vorbei und meine Arbeit ging wieder los. Kaum wieder in Teilzeit eingestiegen, begann meine Psyche auszubrechen. Ich fiel in ein tiefes schwarzes Loch. Zum ersten Mal wurde ich mit den guten Freund der âPanikattakeâ bekannt gemacht. Ich durfte sie leibhaftig erleben und kam absolut nicht mit ihr zurecht. Es hat mich so eingenommen, dass ich meinen Alltag nicht mehr bewĂ€ltigen konnte. Ich habe mich ziemlich schnell an einen Psychater gewannt und mich nĂ€chstmöglich in Therapie begeben. Diagnose: AngstzustĂ€nde, Hypochondrie, Traumata. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Antidepressiva mein bester Freund, denn es was das einzige, der mich vor meinen âFreundâ schĂŒtzen konnte. Ich merkte, dass ich einiges in meinem Leben noch nicht richtig verarbeitet habe. Viele Sachen die mich geprĂ€gt haben und mir in jungen Jahren viel abverlangt haben. Die Schwangerschaft war der Horror und hat mir fast wortwörtlich meine rechte Niere gekostet. Die Krankheit meiner Mama usw. Ich musste also an mir arbeiten. Der Job den ich ausĂŒbte hat mich zudem sehr unglĂŒcklich gestimmt, denn es war einfach nicht meine Welt. Die Menschen sind so hinterhĂ€ltig und damit kann ich schwer arbeiten. Ich habe im Januar 2022 angefangen, Bewerbungen zu schreiben. Habe aber leider nur absagen erhalten. Im Februar 2022 kam eine neue Auszubildene in unsere Abteilung. Madlen! Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut und es hat sich sehr schnell eine sehr enge Freundschaft und Bindung aufgebaut. Die Hochzeitsvorbereitungen liefen auf Hochtouren. Ich war beschĂ€ftigt, mein Kopf war voll. Mir ging es gut. Das Jahr 2022 war das erste Jahr wo Corona einen nicht mehr so derbe eingeschrĂ€nkt hat. Man hat langsam wieder ein GefĂŒhl von Freiheit empfunden. Im Juni dann die standesamtliche Hochzeit mit anschlieĂenden Flitterwochen in Dubai. Es war wunderschön. Im August 2022 nahm meine Freundin Madlen mich mit auf Mallorca. Es war wirklich so eine Heilungszeit fĂŒr uns beide, denn bei ihr im Leben lief es zu der Zeit auch auf und ab. Im Oktober dann die groĂe Hochzeit. Es war ein Traum und genau so wie ichâs mir vorgestellt habe.
Nur unmittelbar danach kam alles anders als erwartet, doch dieser Abschnitt meines Lebens bedarf einen ganz eigenen Beitrag. Dies ist mit Abstand mit einer der schwersten, hÀrtesten aber sich wichtigsten Lebensabschnitte in meinem Leben.
16. Juli 2023











