Sprechstunde - Instrumentarium Psyche
Das ständige Knacken in meinem Kopf, die Erkenntnis der ewigen Unkenntnis und der Fehlbarkeit lassen mich zu meinem animalischen Innern flüchten. Dort bin ich sicher, an einem Ort, wo Träume nur Beschäftigungstherapie sind, zur Ablenkung vom Ewiggleichen. Auch wenn sie mir meine dreckige, ekelhafte, hässliche, verachtungswürdige Seite präsentieren, fühle ich mich mit dieser ja immerhin vertraut. Bei nüchterner Betrachtung stellt sich irgendwann heraus, dass diese Dinge am Ende nichts bedeuten. Wie allgemein nichts irgendetwas bedeutet. Doch nicht nur Verachtungswürdiges wartet dort. Immergrüne Sehnsüchte äußern sich mit Anspruch auf Erfüllung. Mal sehen, ob meine inneren Regungen einmal mehr Aufschluss geben darüber, was demnächst zum Motivator der Saison gekührt wird. Dann kann ich in meinem Kopf wieder Gott spielen und darin allerorts verkünden: “Sehet! x bedeutet y!” Jener Gebetsspruch wird dann einmal morgens, zweimal tagsüber und sehr sehr lange abends vor jedem Träumen bemüht, bis irgendwann die absolute Kraft der Tatsachen genügend Hinweise für ein Umdenken in den vernebelten Geist eingestreut hat.









