Die Flucht
Erstes TĂŒrchen
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FĂŒnfzehntes TĂŒrchen
Rudi blickte in die weiĂe Weite hinein. Weit und breit sah er nichts als weiĂ. Dennoch wusste er jetzt, dass sowohl vor ihm als auch hinter ihm RĂ€uber lauerten. Vor ihm und hinter ihm. Es gab immer nur eine Option: Flucht. Alles in Rudi schrie danach, loszuspringen, fort zu galoppieren, wegzulaufen. Doch er blieb wie angewurzelt stehen. Seine lebenslange Flucht hatte sich gewandelt. Er hatte sich auf eine Reise gemacht. Als seine Familie in dem schrecklichen Blutbad niedergemetzelt worden war, war er entkommen. Als einziger. Seitdem war er allein. Er war niemandem begegnet. Er hatte nicht einmal Vögel am Himmel gesehen. Unaufhaltsam war er in eine Richtung gezogen. Hoffend, dass er dem Winter, der KĂ€lte, der Erinnerung, den Monstern entkommen wĂŒrde. Die Monster waren hinter ihm. Das wusste er. Auch sie zogen in seine Richtung. Sie folgten ihm, jagten ihn. Eine leere EiswĂŒste nĂŒtzte selbst ihnen nichts. Und vor ihm? Da lauerte möglicherweise ein RĂ€uber. Auch dieser wĂŒrde ihn jagen. Rudi könnte den Kurs Ă€ndern. Aber das wĂŒrde die EiswĂŒste in ein Labyrinth verwandeln. Gab es ein Ende, so wĂŒrde er dieses nur finden, wenn er seine Richtung beibehielt. Sein einziger Ausweg war es also, dem mĂ€chtigen Schattenwolf zu folgen.








