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Dienstag, 04. Januar 2022 Nach Antisemitismus-Vorwurf Polizei krallt sich Gil Ofarims Lederjacke
Noch immer ist unklar, was genau am Abend des 4. Oktober in einem Leipziger Hotel geschah. Gil Ofarim bleibt dabei, er sei dort antisemitisch beleidigt worden. Angestellte und Zeugen bestreiten dies. Kann nun die Jacke des Sängers bei der Aufklärung helfen? Zunächst einmal klingt das skurril. Doch die Ermittler im möglichen Antisemitismus-Skandal um Gil Ofarim erhoffen sich wohl tatsächlich, dass die Lederjacke des Sängers etwas mehr Licht ins Dunkel bringen kann. Deshalb habe die Kriminalpolizei das Kleidungsstück sichergestellt, meldet die “Bild”-Zeitung. Hintergrund der Aktion sind die Aufnahmen einer Überwachungskamera vom 4. Oktober 2021. Auf diesen ist die Kette mit dem Davidstern, die Ofarim zu diesem Zeitpunkt getragen haben will, nicht zu sehen. Doch just wegen dieses Schmuckstücks mit dem jüdischen Symbol sei er an dem Abend von einem Mitarbeiter des Leipziger Hotels “The Westin” antisemitisch beleidigt worden, beteuert der Sänger. Möglicherweise sei die Kette unter seiner Jacke so verrutscht, dass sie auf den Kamerabildern nicht zu erkennen sei, erklärt er. Nach “Bild”-Informationen stellten die Ermittler die strittige Szene in dem Hotel nun nach. Demnach legte ein Fahnder dabei die Lederjacke ebenso an wie eine Kette mit einem Davidstern. Dies habe Aufschluss darüber geben sollen, ob der Schmuck beim Gestikulieren tatsächlich so verrutschen kann, dass er nicht mehr zu sehen ist. Ermittlungen vor dem Abschluss Polizei und Staatsanwaltschaft hatten das Geschehen in dem Hotel bereits Anfang Dezember erstmals nachstellen lassen. Ein Digital-Forensiker habe dies angeregt, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz im RTL-Gespräch. Die Auswertung der Untersuchungen liege noch nicht vor, werde aber in den nächsten Tagen erwartet. “Die Ermittlungen sind weitgehend abgeschlossen”, so Schulz. Er rechne damit, dass die Anwälte beider Parteien Ende Januar Akteneinsicht bekämen. Ofarims Antisemitismus-Vorwurf gegen einen Mitarbeiter des Hotels hatte vergangenes Jahr für viel Aufsehen gesorgt. Der beschuldigte Angestellte weist die Anschuldigungen des 39-Jährigen jedoch zurück. Auch Zeugen des Geschehens sollen Ofarims Darstellung nicht bestätigt haben. Der Sänger wiederum beteuert, nicht gelogen zu haben. Zuletzt meldete sich Ofarim nach längerer Funkstille an Neujahr wieder auf seiner Instagram-Seite zu Wort. “Wie ihr wisst, habe ich mich nach dem Vorfall in Leipzig zurückgezogen. Aus Respekt vor allen Beteiligten werde ich dies auch weiterhin tun, bis die unabhängigen Ermittlungen der Kripo Leipzig abgeschlossen sind und etwas mehr Klarheit herrscht”, schrieb er dort.
So offen und persönlich wie nie präsentiert sich Gil Ofarim auf seinem kommenden Album „Alles auf Hoffnung“. Wie „Universal Music“ berichtet, verarbeitete der Musiker darauf seine positiven Veränderungen sowie seine Rückschläge und den damit verbundenen [...] LooMee TV
gil ofarim - herz (akustik version)
Gil Ofarim acting.
Gil 90′s style
gil ofarim - alles auf hoffnung
neues album 2020
Gil Ofarim by Ina Bohnsack.
Staatsanwalt klagt an Welche Strafe droht Gil Ofarim? 31.03.2022, 15:47 Uhr Sänger Gil Ofarim droht Ungemach. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat den Künstler wegen Verleumdung und auch falscher Verdächtigung angeklagt. Und das ist keine Kleinigkeit. Die reflexartige Empörung der Öffentlichkeit war groß, im Herbst letzten Jahres. Schließlich behauptete der Musiker und Schauspieler Gil Ofarim in einem von ihm veröffentlichten Video nicht weniger, als in einem Hotel in Leipzig von einem Mitarbeiter antisemitisch beleidigt worden zu sein. Die Folge: Medien weltweit berichteten über den Fall, hierzulande zeigten sich viele Politiker erschüttert, hunderte Menschen demonstrierten vor dem Hotel gegen Antisemitismus. Der beschuldigte Mitarbeiter wurde freigestellt, die Unschuldsvermutung zunächst hinten angestellt. Doch mit der Zeit schlichen sich Zweifel an den Schilderungen Ofarims ein. Irgendwann ermittelte auch die Staatsanwaltschaft, nicht zuletzt wegen wechselseitigen Strafanzeigen und Strafanträgen des Hotelmitarbeiters und des Sängers. Die Vorwürfe Ofarims wegen Beleidigung, der versuchten Nötigung, der Volkverhetzung und der falschen Verdächtigung gegen einen Hotelmitarbeiter ließen sich demnach nicht erhärten, da die Ermittlungen keinen hinreichenden Tatverdacht ergeben haben. Infolgedessen hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen den 39-jährigen Musiker erhoben. Mit der Folge, dass sich dieser womöglich wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung vor Gericht verantworten muss. Zunächst gilt die Unschuldsvermutung Sollte es dazu kommen, stellt sich die Frage, welche Strafe Ofarim droht. Ungeachtet dessen sollte auch hier zunächst die Unschuldsvermutung für ihn gelten. Grundsätzlich kann aber schon einmal festgestellt werden, dass die entsprechenden Anklagepunkte kein Pappenstiel sind. Denn laut Paragraf 164 des Strafgesetzbuches wird eine falsche Verdächtigung mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Tatbestand wird dabei im Gesetzestext unter anderem wie folgt definiert: (1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Laut Paragraf 187 des Strafgesetzbuches wird Verleumdung ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Im Gesetz wird dies wie folgt definiert: Mehr zum Thema "Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (Paragraf 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Es ist nun am Landgericht Leipzig zu entscheiden, ob das Hauptverfahren gegen Gil Ofarim eröffnet wird.
Klarstellung von RTL Gil Ofarim bleibt Teil von "Die Passion" 06.04.2022, 15:00 Uhr Mit der Anklage von Gil Ofarim hat der Fall einer angeblichen antisemitischen Beleidigung des Musikers eine überraschende Wendung erfahren. Für seinen Einsatz im RTL-Spektakel "Die Passion" hat das jedoch keine Konsequenzen. Und das aus gutem Grund. Eines ist jetzt schon mal klar: Das Musik-Live-Event "Die Passion", das am 13. April bei RTL ausgestrahlt wird (auch auf RTL+ abrufbar), wird mit Sicherheit ein großes Spektakel. Mit einem immensen Staraufgebot inszeniert die Show kurz vor Ostern die Leidensgeschichte Jesu neu. Zu den Mitwirkenden gehören etwa Thomas Gottschalk als Erzähler, Martin Semmelrogge als Häftling Barabbas und der allererste "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner Alexander Klaws in der Rolle von Jesus. Gil Ofarim spielt einen der Jünger. (Foto: Ina Bohnsack / RTL) Ebenfalls mit von der Partie ist Gil Ofarim. Der Musiker verkörpert in der Aufführung einen der zwölf Jünger des Heilands. Überschattet wird der TV-Auftritt des 39-Jährigen jedoch von der Anklage, die vor Kurzem gegen ihn erhoben wurde. So wirft ihm die Leipziger Staatsanwaltschaft Verleumdung und falsche Verdächtigung vor. Nachvollziehbare Begründung Ofarim hatte im Oktober des vergangenen Jahres in einem auf seiner Instagram-Seite hochgeladenen Video behauptet, von einem Angestellten eines Hotels in Leipzig antisemitisch beleidigt worden zu sein. Er erstattete zudem Anzeige gegen den Mitarbeiter, der die Vorwürfe seinerseits bestritt. Die Ermittler fanden keine Anhaltspunkte dafür, dass Ofarims Darstellung zutrifft und werfen ihm nun vor, die Unwahrheit gesagt zu haben. Mehr zum Thema Unter anderem im Internet entbrannte daraufhin eine Diskussion, ob der Sänger denn nun seine Rolle in "Die Passion" behalten könne. RTL hat dazu jetzt glasklar Stellung bezogen. Ofarim wird wie geplant Teil der Aufführung sein. Die Begründung dafür ist ebenso simpel wie nachvollziehbar: "Bis zu einer Verurteilung gilt für Gil Ofarim die Unschuldsvermutung." Wann es möglicherweise zu einem Prozess gegen den Musiker kommen wird, steht noch nicht fest. Gesichert ist dagegen, dass "Die Passion" nach ihrer Absage aufgrund der Pandemie in den vergangenen beiden Jahren am 13. April um 20.15 Uhr bei RTL starten wird.
"Davon können Sie ausgehen" Gil Ofarim hält an Antisemitismus-Vorwurf fest 05.05.2022, 15:03 Uhr Wurde Gil Ofarim im Oktober in einem Leipziger Hotel antisemitisch beleidigt? Die Ermittler bezweifeln das und haben inzwischen sogar Anklage wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung gegen den Musiker erhoben. Doch Ofarim bleibt offenbar bei seiner Darstellung. Seit dem 31. März ist es still geworden um Gil Ofarim. An diesem Tag hatte die Leipziger Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben. Der Vorwurf: Verleumdung und falsche Verdächtigung. Schließlich gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass an Ofarims Behauptung, er sei im Oktober in einem Leipziger Hotel von einem Mitarbeiter antisemitisch beleidigt worden, nichts dran ist. Dementsprechend wurde das Verfahren gegen den Angestellten bereits eingestellt. Ofarim dagegen könnten im Falle einer Verurteilung nun sogar bis zu fünf Jahre Haft drohen. Doch der Musiker bleibt offenbar weiterhin bei seiner Version der Ereignisse. "Davon können Sie ausgehen", sagte sein Anwalt Markus Hennig dem Medienmagazin "Zapp" des Norddeutschen Rundfunks (NDR) auf die Frage, ob Ofarim auf seiner Darstellung beharre. "Herrn Ofarim ging es ursprünglich ohnehin nicht darum, jetzt hier eine einzelne Person verantwortlich zu machen, sondern ihm ging es darum, auf etwas aufmerksam zu machen, was ihm passiert ist und was er für inakzeptabel hält in den heutigen Zeiten", so Hennig weiter. Bis kommenden Montag, 9. Mai, hat Ofarim noch Zeit, sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen beim Leipziger Landgericht zu äußern. Dies erklärte der Vorsitzende Richter, Hans Jagenlauf, der "Bild"-Zeitung. Bislang habe sich der Sänger aber noch nicht bei dem Gericht gemeldet. Die Anklageschrift liege seinen Anwälten unterdessen bereits seit Anfang April vor. "Die Hosen runterlassen" Unabhängig davon, ob Ofarim sich zu der Sache einlässt oder nicht, ist der Beginn eines möglichen Prozesses noch nicht abzusehen. "Es kann noch mehrere Wochen dauern, bis das Hauptverfahren eröffnet wird", so Jagenlauf im "Bild"-Gespräch. Es könne auch sein, dass das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt wird. Da das Hotel nach Ofarims Vorwürfen jedoch mit zahlreichen schlechten Bewertungen und Stornierungen konfrontiert gewesen sei, behalte sich das Unternehmen vor, auch zivilrechtlich gegen den Sänger vorzugehen, schreibt die "Bild"-Zeitung. RTL fragte den Leipziger Anwalt Jan Siebenhüner nach seiner Einschätzung des Falls. "Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass Herr Ofarim bestraft wird", ordnet der Jurist die Sachlage ein. "Wenn eine Verurteilung wahrscheinlich ist, dann könnte man über einen Täter-Opfer-Ausgleich nachdenken und hier die Hosen runterlassen", sagt Siebenhüner. In Fällen, in denen man andere beleidigt oder verunglimpft habe, sei dies "immer sinnvoll". Wie könnte so ein Täter-Opfer-Ausgleich in diesem Fall aussehen? "Die Wahrheit zu sagen", lautet Siebenhüners schlichte Antwort.
Gil Ofarim sings “Shallow”
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Vor einem Jahr erhob der Sänger Gil Ofarim Antisemitismus-Vorwürfe gegen ein Hotel. Jetzt muss er sich deswegen vor dem LG Leipzig verantworten.
Das Landgericht (LG) Leipzig teilte am Mittwoch mit, dass es die Anklage wegen falscher Verdächtigung in zwei Fällen, davon einer mit Verleumdung, zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet habe (Beschl. v. 15.09.2022, Az. 6 KLs 607 Js 56884/21). Der Prozess soll am 24. Oktober beginnen.
Das er noch auftreten darf. Wow.