Der Martinsbrunnen am Aufgang zur Basilika St. Martin in Weingarten bei Ravensburg wurde von der Bildhauerin Maria Elisabeth Stapp (1908–1995) geschaffen.
Der Brunnen ist als Wandbrunnen gestaltet. Über dem eigentlichen Brunnenbecken stehen drei sich nach oben verjüngende Schalen, von denen das Wasser überläuft. Darüber findet sich der Spruch: „Barmherzigkeit des Herrn ist es, dass wir nicht vernichtet sind“.
Die zentrale Figurengruppe stellt den heiligen Martin hoch zu Ross dar, wie er sich nach der Mantelteilung dem Bettler zuwendet. Der Bettler hält den Mantel in einer dankbaren, demutsvollen Geste an sich.
Die Positionierung am Aufgang zur Basilika St. Martin fungiert als spiritueller Wegweiser, der die Besucher auf den Besuch der Kirche einstimmt und die Verbindung zwischen weltlicher Caritas und religiöser Verehrung herstellt. Die Nähe zur größten Barockbasilika nördlich der Alpen verstärkt die Wirkung des Denkmals als Teil eines größeren sakralen Ensembles.
Eine an der Mauer angebrachte Tafel erklärt, dass die Stiftung des Brunnens auf das Gelübde von Bürgermeister Wilhelm Braun zurückgeht, als Dank für die Bewahrung von Stadt und Kloster im Zweiten Weltkrieg.













