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@meinezeitmaschine
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12.08.2023 11:02 Uhr - The Universe Hates Me // Flowers
Hey, I'm the universe
and I'm sorry for the things
you're going through
But please, let
me tell you that
I am just as lazy as you
When I created hell
I made a big mistake
I used up all my energy
and I overrestimated myself
And then, when I started
creating heaven
no one enjoyed
my creation
Instead they destroyed my paradise
& saw the world with ungrateful eyes
So I made the brats realise
what burning in hell feels like
I made them dearth
Finally they saw what paradise is worth when
I mixed up heaven and hell
and called it Earth
I don't regret this confusion
Looking back it was still
the best solution
Cause I am lazy and don't have to decide
where to send someone
There's an opportunity
equally for everyone
It's not either heaven or hell
Either worthless paradise
or suffering steadily for decades
Not Yin or Yang, not black or white
But grey in many shades
And only some who saw true hell
could find pieces of heaven
in themselves
I can't tell you what lies ahead
where paradise hides
or when the pain finally ends
In the end
not everything is going to be okay
But be sure, heaven is no goal,
but the flowers along your way
05.08.2023 01:39 Uhr
Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass ich nun über einen längeren Zeitraum nüchtern bin und das Gefühl habe, ich werde länger durchhalten als sonst.
Natürlich geht es mir noch nicht perfekt und ich spüre den Entzug - ich glaube, dass meine Zahnschmerzen nicht nur so schlimm sind, weil meine Weisheitszähne bald raus wollen, sondern auch, weil ich stressbedingt dazu neige, meine Zähne aufeinander zu pressen.
Außerdem betäube ich mich nicht länger und spüre die Konsequenzen umso deutlicher. Ich spüre meine Gefühle klarer, kann Gedanken länger festhalten als sonst, was leider auch schlechte Gedanken mit einbezieht.
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um aufzuhören, denn die Sommereuphorie weicht langsam der Herbststimmung und ich bin noch weit entfernt von der Winterdepression. Weit genug, um die neuen Gewohnheiten zu festigen, bevor die Zeit kommt, in der ich sie dringender brauche als jetzt.
Es hat geholfen, ehrlich zu Papa und meinen Freunden zu sein. Die Dringlichkeit aufzuhören, nicht nur in mir selbst zu spüren und alleine dagegen kämpfen zu müssen. Nun ist es egal, wieviele Lücken ich erfinde, um meinem Gesetz zu entfliehen, denn nun bin ich mir bewusst, dass dieses Gesetz wirklich existiert und es fest in meinen Gedanken etabliert ist, dass wahre Konsequenzen für mein Handeln bestehen.
Ich spüre Müdigkeit, Leere und Lustlosigkeit - und anstatt diese Gefühle herunterzuspielen, zu ignorieren oder mir schön zu reden, spüre ich endlich wieder Motivation und Zugzwang, dagegen vorzugehen.
Ich kann nicht leugnen, dass es mich nicht mehr reizt, diese schlechten Gedanken zu verdrängen und erträglicher zu machen.
Aber mir ist nun klar, dass ich jeden Schritt auf dem Weg zu meinem Ziel mit vollem Bewusstsein genießen möchte - anstatt vernebelt vor mich hinzustolpern und von besseren Tagen zu träumen. Anstatt high Pläne zu kreieren, die ich sowieso wieder verwerfe oder nicht richtig verfolgen kann.
Jetzt, wo ich mich bewusster wahrnehme und mir besser zuhören kann, fühlt sich die Leere quälender an. Sie treibt mich mehr an, mich zu verwirklichen.
Diese Leere will gefüllt werden, mit Spaß, Leidenschaft, harter Arbeit und Erfolg. Inspiration und Energie.
Zu lange habe ich diese Gefühle unterdrückt oder verhindert. Zu lange war ich nicht bereit dafür, mich meinen Lastern zu widmen.
Ich hätte nicht gedacht, dass mir Nüchternheit je wieder so gut schmecken würde. Genauso wie die Vorfreude, die sich in mir breit macht, wenn ich daran denke, dass ich auf dem Weg bin, der mich wieder zu mir selbst führt.
Ich bin. Und ich hänge kein Label wie 'gut', 'schlecht' oder andere Adjektive daran, um mir zu glauben. Und ich sehe vor geschlossenen Augen einen erholsamen, inspirierenden Alltag. Denn ich weiß, dass mein Gehirn zwischen dem und der Realität nicht unterschieden kann, sondern die Türen öffnet, die mich dort hin leiten werden.
Ich bin mir meiner selbst bewusst, ich bin verliebt in mein Potenzial, möchte es Tag für Tag wachsen lassen und für meinen Körper sorgen.
Ich bin die Summe meiner Vergangenheit und Gegenwart, meiner Träume und meinen Gefühlen.
Ich möchte bessere Gespräche mit meinen Kollegen und Freunden führen, was ich nun dadurch ermögliche, dass ich jedes Gespräch nicht gleich wieder vergesse.
Ich möchte brennen und mich in neue Themen verlieben, in neue Gebiete eintauchen und mich von der Welt faszinieren lassen, was ich nun dadurch erreiche, dass ich meine Gefühle und Gedanken bewusster wahrnehme und länger konzentriert sein kann.
Ich möchte Sport machen und meine alte Form wiedererlangen, vielleicht sogar über mein altes Ich hinaus wachsen, was ich nun dadurch erreichen werde, dass ich mehr Energie zur Verfügung habe und von Tatendrang erfüllt bin.
Ich möchte Geld sparen, was ich dadurch erreiche, dass ich nun die Kapazität dafür habe, Altes zu verkaufen und Neues bewusster auswähle. Nicht mehr brauche, um diese unbewusste Leere zu füllen.
Nüchternheit schmeckt so gut. An Drogen reizt mich nichts mehr, nur noch meine früher erlernte, trügerische Intention, vor mir selbst zu fliehen.
Und dafür bin ich dankbar. Es war und ist ein endloser Weg, den ich verfolgen muss. Aber nun kann ich sagen, dass ich das endlich verstanden habe.
Mit vollem Bewusstsein.
》For when the One Great Scorer comes to mark against your name, He writes - not that you won or lost - but how you played the Game.《
- Grantland Rice
Tag 2 - 07.06.2022 14:49 Uhr
Kannst du mir einen guten Grund nennen, warum ich heute nüchtern bleiben sollte?
Wenn ich logisch darüber nachdenke, dann weiß ich es selbst, aber
Beruf, Geld, Gesundheit und mein Wohlbefinden
reichen mir nicht aus um heute meine Schmacht zu ignorieren.
Es reicht mir nicht, um mich
entspannt und glücklich damit abzufinden,
dass ich heute mal nicht meine Laster befriedige.
Den halben Tag halte ich durch und schaffe es irgendwie, ein funktionierender Mensch zu sein.
Klar zu denken und die Maske, hinter der ich mich verstecke, aufrecht zu erhalten.
Ich weiß, es gibt andere, die viel mehr konsumieren als ich.
Die jeden Tag ihre Sorgen mit mehreren Litern Alkohol ertränken.
Oder Menschen, die sich gegenseitig anstacheln, noch und noch ein Teil zu nehmen.
Die davon überzeugt sind, sie wären nur noch glücklich,
wenn sie sich eine Line nach der anderen geben
und mir sagen, ich solle mich nicht so anstellen,
weil ich nicht wie sie
alle drei Tage nen Fuffi für Gras loswerde.
Andere, die sich viel brutaler selbstzerstören als ich
es momentan (mit mir selbst) zulassen würde.
Ich weiß, ich stehe nicht so nah am Abgrund, wie manch ein anderer
- in der Relation bewertet man Fehler nun mal anders.
Heute ist Tag 2
und die leise Stimme,
die ich sonst ignoriere,
erfindet Lücken im Gesetz,
dass ich eigenhändig schrieb.
Und sie klingen so trügerisch verlockend
- a lá Wir feiern heute Bergfest,
Heute war einfach ein Scheißtag
oder Ich hab mir das verdient.
Oft funktioniert das sehr gut,
So gut, dass ich es heimlich konsumier'
und wirklich glaube,
Bäume würden lautlos umfallen,
solange bloß nur keiner im Wald ist außer mir.
Mein Kopf spielt mir Streiche
Sagt mir Es wär gar nicht so schlimm,
Was wäre denn schon dabei,
wenn ich mir nur ein kleines bisschen davon gönn'?
Dass ich mir damit meine Disziplin zerstöre,
habe ich schon fast überhört.
Und verfluche mein Vergangenheits-Ich,
vollkommen empört darüber,
dass ich bewusst dafür gesorgt habe,
nichts mehr, was meine Schmacht lindern könnte,
griffbereit in meiner Tasche zu haben.
Und wenn ich dann doch einknicke,
schmeckt die Erlösung giftig-süß.
Der bittere Beigeschmack von Selbstverarsche
legt sich über das rosarote Bild.
Mein langersehnter Erfolgsmoment macht mich zwar entspannter
und vielleicht sogar ein bisschen glücklich,
aber in erster Linie spüre ich Enttäuschung und Selbsthass,
kann mich nicht mehr unterhalten,
werde müde und vergesslich.
Und wenn ich dann doch nachgebe,
dann fällt mir wieder ein, warum ich dieses Mantra schrieb.
Warum ich mir dieses Ziel setzte
und was ich jedes Mal dabei verlier'.
Dabei wollte ich doch alte Angewohnheiten und Bewältigungsmechanismen für immer ad acta legen.
Wollte doch die ersten Samen für eine bessere Ernte aussäen.
Und den Rest meines Lebens nicht mehr von Sucht und negativen Gefühlen geleitet und angetrieben werden.
Jetzt fällt mir wieder ein, warum ich damit anfing.
Oder eher damit aufhörte.
Und ich hoffe dieser Gedanke begleitet mich
noch etwas länger an als der letzte.
09.07.2023 02:53 Uhr
Bekannte Gesichter, blasse Erinnerungen,
viele Jahre voller verpasster Geschichten
Kennenlernen der Familie, blaue Kleider,
bunte Blumen im Discotanzlicht
Sich erlauben, Fehler zu machen
Sich selbst nicht verurteilen
Für alkoholgetränkte Worte
nach lauwarmem Vodka
Vielleicht mehr Zurückhaltung,
an der einen Stelle
Vielleicht mehr Vorbereitung,
wenn die Zeitplanung es zulässt
Bauchatmung, Hinhören,
Anfang und Abschluss immer bedenken
Zweifel und Adrenalin bewusst spüren aber
nicht zu viel darüber nachdenken
Lautstärke zulassen
Kontrolliere, was du kannst
Vertrauen und Ruhe
Und eine Prise Verstand
Lektionen, die ich lernte,
aber zu oft vergesse
Für den nächsten spontanen Auftritt waren das
fast alle meine Mantras
Zu guter letzt rate ich:
Lass locker und hab Spaß
26.06.2023 00:32 Uhr
Ich wünschte, ich könnte etwas tun, um meinem Freundeskreis beizubringen, auch ohne Drogen denselben Spaß zu haben. Aber vielleicht kann ich nichts anderes tun, als es ihnen vorzuleben.
Wenn das mal so einfach wäre.
Was wäre, wenn ich in meinem Freundeskreis mal der gute Einfluss wäre?
Das ist der wahrscheinlich schwierigste Anfang, den es gibt, aber einen anderen sehe ich momentan nicht.
Denn, wie man so schön sagt:
"Wer die Welt verändern will,
muss bei sich selbst anfangen."
Und vielleicht gibt mir dieser Satz, diese Vision
genug Motivation
um diesen einen Tag durchzuhalten.
Diese Woche, diesen Monat.
Eine laute Stimme um zu sagen,
dass wir uns gegenseitig nur
langsam umbringen,
wenn wir weiterhin
diesen Weg gehen.
Einen starken Willen, in Momenten in denen ich sonst die erste bin, die zusammenbricht.
Vielleicht kann ich genug Kraft sammeln um dir zu helfen. Genauso viel Energie darauf verwenden, dich zu heilen, wie wir momentan darauf verwenden, uns gegenseitig abhängig und kaputt zu machen.
Ich will dich nicht betrunken und high, alleine lassen.
Vielleicht kann ich diesen Gedanken endlich festhalten, dass meine Sucht mich nicht mehr beherrscht - mich vielleicht noch manchmal ärgert, aber nie wieder zerstört.
Du hast das nicht verdient.
Um keinen Preis der Welt.
Keine einzige Sekunde
deiner Vergangenheit
rechtfertigt dein jetziges Leid,
deinen Schmerz.
Auch wenn es so einfach wäre in der Sucht zu ertrinken, bitte ich dich um das letzte bisschen Kraft, dass versteckt in deinem gebrochenen Herzen schlägt.
Ich weiß, ich kann dir nicht helfen, ich bin weder Arzt noch Therapeut, aber vielleicht kann ich dir etwas Hoffnung schenken, etwas Vertrauen in dich selbst.
Manchmal fühle ich mich, als würde ich nicht dazu gehören - 21.06.2023 01:21 Uhr
Bekannte Gesichter, fremde Freunde
Man teilt seine Zeit,
weil das Leben es halt so wollte
Man lebt aneinander vorbei,
weil man so verschieden ist,
und doch lächelt man sich an,
als wäre nichts
Manchmal fühle ich mich, als wäre die ganze Welt mein Zuhause
Als wäre jeder mein Freund und man tanzt ohne Pause
Deine Art, unser Gespräch macht mir so gute Laune
An anderen Tagen fällt mir auf,
dass ich viel zu sehr zerstreut bin
Ein kleiner Teil von mir liegt überall.
Wie ein Eichhörnchen,
dass neben jedem Baum
etwas für sich finden kann
Und doch ist da die alte Stimme,
so unangenehm und unangenehm vertraut
Flüstert in mein Ohr, dass es nichts ändert würde,
wäre ich heut nicht hier
19.06.2023 11:49 Uhr
Du bist einzigartig,
wie kein zweiter
Meistens genieß ich es,
doch manchmal bringt es mich zur Weißglut
Als ich deinen alten Text las
fiel mir wieder ein
was wir aufs Spiel setzen
mit kleinen, alltäglichen Streitereien
und ungeteilten Worten
Gedanken können Messer sein,
wenn man sie nicht ausspricht
Stille, dort wo sonst viele
Worte Zuhaus' sind
dort wo eigentlich
Liebe ihren Platz findet
Schleicht sich heimlich
eine Stimme ein,
die sagt, du liebst mich gar nicht wirklich
Du liebst nicht meine Fehler,
meine Laster, meinen Blick,
verstehst nicht,
warum ich das eben sagte
lachst mich aus und verwirrst mich
Ich verstehe deinen Punkt,
zumindest glaub ich das ein bisschen
Kann deine Gedanken lesen
- zumindest muss ich das wenn wir uns
nicht zusammensetzen
Und aneinander vorbei reden
Du bist einzigartig, wie kein Zweiter
Manchmal bringt es mich zur Weißglut,
und ich frage mich, warum ich das überhaupt noch tue
Doch in anderen Momenten schüttle ich den lächelnd meinen Kopf
während du dich zum Deppen machst
Denn du bist einzigartig und ich genieße das
Immer unterwegs und zerstreut, aber nie hier - Wenn ich auf der ganzen Welt herumirre, werd ich mich dann verlieren?
- 13.06.2023 06:08 Uhr
21.03.2023 21:17 Uhr
Hab noch so viel auf dem Zettel,
aber will mich dem nicht widmen.
Kann davon eh nicht alles schaffen,
keine Lust überhaupt anzufangen.
Keine Geduld mehr für irgendetwas Produktives
Ich bin mehr als froh wenn ich endlich auf der Couch lieg.
Berichtsheft, Schulung, Lernzettel, Notizen
Geburtstagsgeschenke kaufen,
ab und an mal telefonieren,
Songtexte lernen für den nächsten Auftritt
Social Media Präsenz, überlegen
wie ich mich nach außen gebe,
Lesen, verstehen, was in mir grade los ist
Planen, mich daran halten
Früh aufstehen, kochen und abwaschen
Meditation, Yoga,
mir Gespräche ausmalen
Anstatt anzufangen, wieder auf TikTok gefangen
Zeit verschwenden und die tickende Uhr ignorieren
08.03.2023 23:57 Uhr
Ich fühle mich überschwemmt von Aufregung, Vorfreude und Dankbarkeit.
Dankbarkeit, dass ich endlich meine Vision, meinen Sinn gefunden habe. Dankbar für mein Bauchgefühl, dass mich nach langer Zeit mit ehrlichen Endorphinen und beruhigender Sicherheit erfüllt. Dass mir zeigt, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde und ein glückliches Leben gar nicht so unmöglich ist.
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich heute einfach einen guten Tag erwischt habe.
Ob es daran liegt, dass ich seit Sonntag nüchtern bin - und auch wenn meine Schmacht mir noch manchmal den Kopf verdreht, besonders, wenn ich alleine bin.
Ob mir nun endlich klar wird, wieviele Emotionen ich dadurch - zwar nicht unterdrücke, aber - bildlich gesprochen aber verwässere und nun, wo es fehlt, einfach etwas klarer greifen kann.
Dass meine Lustlosigkeit dadurch verstärkt wird und ich meinen Geist vernebele.
Ob es daran liegt, dass mir nun wirklich bewusst wird, was für ein Glück ich habe, in der Musikbranche Fuß zu fassen und das System langsam kennenlerne. Einen Traum, den ich schon seit ich denken kann habe und ich nun langsam aber sicher anfange, mir ein Fundament zu bauen, auf dem ich hoffentlich ganz ganz lange stehen kann.
Dass ich péu a péu zu den Leuten gehöre, die Revolutionen in der Branche früh mitbekommen, und ich nun täglich damit zu tun habe(n darf).
Oft, wenn ich an meinen eigenen musikalischen Werdegang denke, fühle ich mich überwältigt und verunsichert,
weiß vor lauter Bäumen nicht mehr, wo der Wald ist, wo ich hinschauen oder überhaupt anfangen soll.
Wenn ich logisch darüber nachdenke, dann weiß ich es ungefähr.
Aber wenn ich mir die Besten der Größten anschaue, und das mit meinem eigenen stolpernden Werdegang relativiere, dazu noch mit vernebelten, dunklen Gedanken - dann ist das doch mehr als verständlich, dass ich kein Licht am Horizont finde. Keinen Anfang, kein glückliches Ende, keinen roten Faden.
Und heute - wo ich mir so viel vorgenommen habe, so viel Freizeit und so viel Potenzial hatte und am Ende kein Stück von meinen eigentlichen Plänen umgesetzt habe -
Heute, wo ich viel für meine berufliche Weiterentwicklung getan habe und mich beweisen konnte -
Wo ich entspannt, locker und glücklich mit meinen Kollegen quatschen konnte, meine Aufgaben noch vor der Deadline abhaken konnte -
Wo ich einfach so ein liebes Kommentar von Nanay bekommen habe, mit meinem Vater telefoniert habe und meiner Schwester eine gute Reise wünschen konnte (und weiß, dass ich ihr einen großen Stein vom Herzen nehme, dadurch, dass ich ihr die Sorgen um ihre Wohnung abnehme).
Heute, wo ich mir selbst beweisen konnte, dass sich meine Bemühungen endlich auszahlen - Namen merken und die Menschen dahinter kennenlernen; an meinem Englisch feilen, damit ich auch im beruflichen Kontext gut und sicher klarkomme; meine Liebe zur Organisation und zum Miteinander endlich ausleben zu können -
Heute ist mir klargeworden, dass ich die letzten Monate und Jahre viele Möglichkeiten, Techniken und Routinen in meinen Alltag etablieren konnte, damit meine Haut und letztendlich sogar mein gesamter Körper und mein Geist heilt.
Ich mich endlich nicht mehr von meinen Krankheiten unterkriegen lasse, nicht einfach kampflos resigniere, sondern dafür kämpfe und in kleinen Stücken von den Samen, die ich über die Zeit hinweg gesäht habe, immer mehr profitiere und immer mehr ernten kann.
Jetzt, wo ich alleine in meinem Bett sitze und an meine Freunde denke, die ich sehr vermisse und es nicht erwarten kann, sie so bald wie möglich wiederzusehen um studenlang einfach nur zu reden und ihre Anwesenheit zu genießen.
Heute wird mir mehr als bewusst, dass sich die vielen kleinen Schritte, die sich zuerst so mühsam, stressig und überwältigend anfühlten, langsam aber sicher zu einem erfüllenden und glücklichen Weg aufsummieren. Zu einer Reise, die voller Sinn und Ruhe erfüllt ist. Glück, Freiheit und Bedeutung.
Als wäre heute schon wieder Silvester, aber nur für mich.
Heute wird mir bewusst, was mir in gewisser Weise schon klar war - denn ich versuche seit einiger Zeit immer mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und ihm zu vertrauen - aber es wird mir heute bewusst in einer Art und Weise, die mich so inspiriert und begeistert, dass ich inständig hoffe, dass ich dieses Gefühl greifen und lange festhalten kann.
Denn Tage wie heute, die gibt es nicht wie Sand am Meer.
Auch, wenn ich über Biegen und Brechen versuche, alles perfekt zu machen, alles durchplane,
mir jegliches Wissen darüber aneigne, wie man ein glückliches Leben führt,
jeden Tag meinem Spiegelbild positive Affirmationen zuflüstere,
auf meine Ernährung, meinen Schlafrhythmus und Bewegung achte
- alles gebe, was ich habe, meiner Intuition vertraue und mir große Ziele setze -
so habe ich über mein Leben und mein Wohlbefinden nicht die volle Kontrolle, vielleicht nicht mal die Hälfte.
Umso wichtiger ist es mir, dass ich diesen heutigen, besonderen Tag festhalte, um mich möglichst lange daran erinnern zu können.
Mir die Möglichkeit zu schaffen, mich auch in vielen Jahren in meine ganz persönliche Zeitmaschine zu setzen und immer wieder auf heute zurückzublicken. Damit ich immer wieder an diesen Ort zurückkehren kann, der mich erfüllt, mir die Augen öffnet und Motivation für die Zukunft schenkt.
Alte Gefühle erneut zu genießen und mich daran zu erinnern, was einen guten Tag eigentlich ausmacht.
Wie gut es sich anfühlen kann, wenn ich allein für mein Glück verantwortlich bin und es dann auch noch tatsächlich finde.
Tage wie heute gibt es nicht wie Sand am Meer. Und heute ist auch nicht mehr lang.
Aber das, was mir heute bewusst geworden ist, das werde ich festhalten und versuchen, es so oft wie möglich aufleben zu lassen.
11.02.2023 03:18 Uhr
12.02.2013 22:11 Uhr
Ich muss losrennen, raus gehen,
will so viel trinken bis ich tanze
Wir führen lange Gespräche
bis die Sonne wieder wach wird
Nächtliche Gespräche,
weil ich wieder zu wenig Zeit finde,
du hast ja recht, ich übertreib in letzter Zeit
schon ein bisschen
Manchmal will ich aufstehen,
aus meinem Alltag ausbrechen,
Etwas erleben,
es wirkt so ansprechend
Ich dreh die Zeit zurück und
blicke auf mein altes Ich,
als ich kämpfte mit mir selbst,
Ein Sturm tobte, innerlich
Ich dreh die Zeit zurück und
blicke auf mein altes Ich,
Selbst in der dunkelsten Nacht brennt in
der Halle der Welt noch ein Licht
Müdigkeit und Schmerzen fesselten mich
an mein Bett,
Sekundenschlaf, ich
war dauerhaft gestresst
Insomnia, Psoriasis, Fibromyalgie,
Versank in Derealisation
Schlaf fand mich nie
Weiß nicht ob ich recht habe,
aber verdient hab ich das nicht
Ich kann nicht mehr
Die weiße Fahne schwenk ich
An schlechteren Tagen
wollte mein Körper nicht wie ich,
egal wie ich es versuchte,
schmerzlos Aufstehen konnt ich nicht
Die Jahre vergingen und man
lernte sich selbst kennen
Kann mittlerweile sagen, dass ich
Herr über mich selbst bin
Kann sagen, dass ich mittlerweile
weiß wie man mit Schmerzen umgeht
Und trotz dem ganzen Scheiß noch
mit offenen Armen durch die Welt gehe
Kann für mich sorgen und neu beginnen
bin ab heute nicht mehr so ängstlich
denn ich bin mein bester Freund,
bedingungslos und ewig
Ich dreh die Zeit zurück und
blicke auf mein altes Ich,
als ich kämpfte mit mir selbst,
Ein Sturm tobte, innerlich
Doch auch in der dunkelsten Nacht brennt in
der Halle der Welt noch ein Licht
Laufen lernen
und dann weiter gehen
Angst haben, und sich davon
nicht einnehmen lassen
Es trotzdem machen
Trotzdem schaffen
Seit ich wieder auf beiden Beinen steh
hör ich ein Rufen, ganz fern
Ein Flüstern in meinem Nacken,
es lockt mich irgendwo hin
Genug Energie um zur selben Zeit
zwei Marathons zu gewinnen,
genug Fernweh und Kraft,
die es aufzubrauchen gilt
Heut will ich rennen, ich will rennen,
sehen wohin es mich führt
Jetzt bin ich hübsch und jung,
bitte halt mich nicht zurück
Zwei Seiten der Medaille,
es ist nicht alles Gold was glänzt,
Nicht nur nette Fische fängt man
mit einem schönen Netz
Bin durstig nach mehr,
süchtig nach Inspiration,
Diese Art der Spontanität
bin ich schon lang nicht mehr gewohnt
Ich will noch nicht gehen,
Ich genieße den Augenblick
Wir führen lange Gespräche
bis die Sonne wieder wach wird
Ich kann jetzt aufstehen,
aus meinem Alltag ausbrechen,
Etwas erleben,
es wirkt so ansprechend
Hab nie genug
Noch eine Runde klingt eigentlich nicht klug
Nie genug
Noch ne Runde klingt eigentlich ganz gut
05.02.2023
Wie ein Maskenball,
tausend Verkleidungen
seh ich jeden Tag
in der Stadt, in der Bahn,
Hunderte Menschen, kleine Läden
unzählige Schilder, lautes Gerede,
Reklamen und Fast Food Restaurants,
Neben den fressenden Tauben
sitzen müde Augen,
starren ins Leere,
fragen mich nach ner Mark
Und es tut mir echt leid,
aber außer nem Lächeln
hab ich leider
grade nichts bar
Wie bei einem Maskenball
tanzen sie um mich herum,
Fünfzig, sechszig,
kann das grade nicht zählen,
Der Drink schmeckt nach Freitag,
und das schon am Mittwoch
Ein kurzes Werktags-Wochenende -
Das kann man doch keinem erzählen
02.02.2023 14:21 Uhr
Ich bin so angepisst und jedes Mal wenn das Thema aufkommt, fühle ich den Drang dir den Kopf abzureißen.
Ich will dich nicht dafür hassen, dass du mich vergisst.
Ich will mich selbst nicht dafür hassen, so leicht zu vergessen zu sein.
Aber, dass du mich vergisst, tut mir weh und lässt einen kleinen Teil in mir sterben.
Macht mich irre und wütend.
Und das ist so ungewohnt für mich,
weil ich selten wirklich wütend über etwas bin und schon fast vergessen habe,
wie sich das anfühlt.
Ich vermisse unsere alte Beziehung.
Wie wir zusammen Musik machen,
wir beide gegen den Rest der Welt, sorglos und frei.
Auch wenn ich Zweifel an mir und meiner Stimme hatte,
deine Texte nicht singen wollte, weil ich sie nicht so gefühlt habe wie du.
Auch wenn wir uns wegen unnötigen Themen gestritten haben und nicht alles perfekt lief.
Ich vermisse es, zu spüren, dass du dich für mich interessierst. Dass du von mir begeistert bist und stolz auf mich bist. Dass du es genießt mit mir zu singen.
Ich vermisse dieses Feuer.
Ich vermisse die Motivation mein Herzblut in etwas zu stecken, das wir beide zum Leben erwecken.
Wo wir beide für brennen und es genießen können.
Ich muss mich damit abfinden,
dass wir nicht mehr dieselben sind.
Ich muss mich damit abfinden,
dass du nicht mit mir singen möchtest
und ich dir niemals so wichtig sein kann,
wie du es selbst für dich bist.
Dass ich keine deiner Prioritäten bin,
gut zu haben, leicht zu vergessen.
Ich muss damit abschließen und mich von dem Gedanken verabschieden, dass ich mein Glück nur mit dir finden kann. Ich muss für mich selbst sorgen, einen Weg finden, alleine meine Gedanken zu instrumentalisieren.
Ich werde meine Zukunft, mein Glück und Unglück
nicht mehr in deine Hände legen.
Ich werde meinen Erfolg nicht mehr
von dir abhängig machen.
Ich werde ohne dich stehen müssen,
ohne dich daran arbeiten müssen.
Ich habe Vertrauen in mich,
auch, wenn ich Angst davor habe und leicht aufgebe.
Aber das ist mir zu wichtig,
als dass ich je damit aufhören könnte.
Zu wichtig, dass ich zulassen könnte,
dass du es mir nimmst und mich klein hälst.
03.02.2023 13:23 Uhr
Ich hab irgendwie das Steuer herumgerissen.
Habe meine Gedanken in den Griff bekommen und etwas mehr damit abschließen können.
Wut ist aufwühlend und antrengend, nervenaufreibend und sehr einnehmend.
Aber wenn man ihr zuhört, dann erkennt man den wahren Grund, warum man wütend wird und mit welchen Themen man noch abschließen muss.
Und man erkennt, wie leicht es ist,
in der Wut, Dinge zu sagen, die zwar nicht gänzlich ernst gemeint sind,
aber dass in der Wut auch ein überwältigend-verletzendes Stück Wahrheit liegt.
- Lektionen, die in jedem Fall wichtig sind,
vor allem, weil sie nur für mich sind.
Denn jetzt ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Ich kann mein Glück, meinen musikalischen Erfolg nicht von dir abhängig machen.
Genauso wenig meine Wut darüber, dass ich auf der Stelle laufe und eben meine Zeit brauche.
Und wenn du meinen Namen nicht neben deinem auf den Plakaten in der Stadt stehen haben willst, dann werde ich mich davon nicht demotivieren lassen
- sondern werde selbst dafür sorgen, dass er dort stehen wird.
08.01.'22 - Burians Esel
Weil ich nie wirklich anfang, meine Träume anzugehn
Weil ich nie wirklich aufhör, mir selbst im Weg zu stehn
Weil ich nie wirklich anfang, mir ne Lösung zu überlegen
Weil ich nie wirklich aufhör, mich selbst zu sabotiern
Nie wirklich anfang, nie was zu Ende bring
Weil ich nie wirklich aufhör, allem Schlechten zu widerstehen
Linke Hand, ne Kippe
Rechte Hand, ne Mische
Das linke Hirn will mehr erleben
Das rechte will mehr fühln und reden
Und ich steh hier, in der Mitte
Mein Patronus - Burians Esel
24.11.'22 2
Du bist so hässlich wenn du rauchst
Vielleicht wenn ich es oft genug sage
werd ich es endlich glauben
Wird es mich überzeugen? Oder muss ich erst meine Stimme verlieren, meine Gesundheit riskieren
Nur weil es mir gut tut und ich mich gerne verliere?
Gesünder ernähren
Nicht rauchen
Mich bewegen
Nicht aufhören leichtere Zeiten anzustreben
Und auch wenn es mies läuft, ist es zumindest besser als gestern
Habe mir dafür vergeben, dass ich nicht
für mich einstand
Als ich meine Meinung verschwiegen
und meine Füße aus Blei waren
Habe mir dafür vergeben, dass ich zu feige war
Nie ins Machen komm,
Um groß rauszukommen zu pleite war
Mir keine Zeit genommen habe,
nur für mich gesungen
und dabei das Beste vergessen habe