„Sucht kommt nicht von Drogen, sondern von betäubten Träumen, verdrängten Sehnsüchten, verschluckten Tränen und erfrorenen Gefühlen.“
-irgendwo gelesen

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„Sucht kommt nicht von Drogen, sondern von betäubten Träumen, verdrängten Sehnsüchten, verschluckten Tränen und erfrorenen Gefühlen.“
-irgendwo gelesen
Ein Mann, der mit vielen Frauen schreibt, ist kein Gewinner. Er ist ein Bettler nach Aufmerksamkeit, der hofft, dass genug Frauen seine innere Leere übertönen.
Dance with the Devil 👿
— in that picture —
-Oxycodone 80mg
-Alprazolam 1mg
Drogen fühlen sich an wie Liebe,
wenn man sich selbst verloren hat.
- iamthedisorder
Ich trage seit Jahren etwas in mir, das ich nie wirklich erklären konnte: eine Mischung aus innerer Unruhe, Chaos, Traurigkeit und Leere. Ich funktioniere jeden Tag, aber innerlich zerreißt es mich oft. Ich fühle mich wie zwei verschiedene Menschen: das „ich“, das nach außen normal wirkt, und das andere „ich“, das innerlich kämpft, schreit, überfordert ist und sich fast jeden Tag selbst verloren fühlt. Ich habe so vieles in meinem Leben nie verarbeiten können. Dinge aus meiner Kindheit, Einsamkeit, Situationen, in denen ich mich nie sicher gefühlt habe, Momente, in denen ich eigentlich jemanden gebraucht hätte, aber niemand da war. Ich habe gelernt zu schweigen, mich zusammenzureißen, alles alleine zu tragen. Und genau das hat mich irgendwann kaputt gemacht. Heute ist es so, dass mein Kopf ohne Hilfe oft nicht funktioniert. Ich bin so blockiert, so festgefahren in meinen eigenen Gedanken, dass ich manchmal nicht mal mehr an meine Gefühle rankomme. Wenn ich nüchtern bin, fühlt es sich an, als wäre da eine dicke Wand in mir: keine Worte, kein Zugang, nur Chaos und Druck. Und dann… habe ich angefangen zu konsumieren. Heimlich. Erst ab und zu, dann immer öfter. Abends, wenn jemand im Nebenraum ist. Dazwischen. Wenn ich mich verloren fühle. Nicht, weil ich feiern will. Nicht, weil ich Spaß daran habe. Sondern weil es der einzige Moment ist, in dem mein Kopf still wird. In dem ich endlich klar denken kann. In dem ich schreiben kann. Fühlen kann. Mich spüre. Verarbeiten kann. Das ist der einzige Moment, in dem es in mir kurz Sinn macht. Aber genau das macht mir Angst. Weil ich weiß, dass ich mich in etwas verrannt habe, das mich zerstören kann. Ich sehe es an meinem Körper. An meinem Gewicht. An meinem Verhalten. An meinem Verheimlichen. Ich sehe es daran, wie ich heimlich konsumiere, obwohl ich es nicht will. Ich sehe es daran, wie ich jeden Tag zu mir sage: „Das war das letzte Mal“ und dann doch wieder nachgebe. Ich schäme mich. Ich fühle mich schlecht. Ich fühle mich schwach. Ich fühle mich verloren. Und gleichzeitig weiß ich tief in mir, dass das nicht Schwäche ist, sondern Überforderung. Ich bin an einem Punkt, an dem ich es nicht mehr alleine schaffe. Ich will da raus. Ich will nicht mehr heimlich leben. Ich will nicht mehr ständig gegen mich selbst kämpfen. Ich will wieder ich sein, ohne diese ständige innere Flucht. Ich brauche Hilfe. Nicht, weil ich aufgegeben habe, sondern weil ich zum ersten Mal wirklich versuchen will, mein Leben zu ändern. Weil ich zum ersten Mal nicht nur überlebe, sondern leben möchte. Weil ich nicht möchte, dass mein Leben aus Konsum und Schuld besteht. Weil ich endlich die Dinge heilen will, die ich so lange verdrängt habe. Ich habe Angst. Ja. Aber ich habe auch Hoffnung. Und ich will wirklich, dass es besser wird. Ich will da raus. Und ich möchte nicht mehr alleine kämpfen.
Ich habe nie angefangen, weil’s cool war. Ich habe angefangen, weil ich allein war.
Mit mir stirbst du an einer Überdosis, aber ohne mich an einer Sucht.