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Nachsitzen bei Prof. Larissa
Teil 1: Das Nachsitzen
Larissa hört das Quietschen von Turnschuhen auf dem Linoleumboden, lange bevor sie den Jungen sieht. Sie sitzt seit fünfzehn Minuten allein im Klassenzimmer, die Wände triefen vor Spätnachmittagslicht, und tippt eine halbherzige Mail an die Sekretärin. Draußen auf dem Flur brüllt irgendwer, es klirrt in der Mensa. Larissa trägt ihr langes dunkelblaues Kleid, das eine Handbreit über den Knien endet, ein breiter schwarzer Gürtel verrät lauthals das Geheimnis ihrer geschwungenen Taille, das nach einem Blick auf sie in diesem Outfit schon längst keins mehr ist. Dunkelbraune Locken fallen bis zu ihren Schultern. Die eisblauen Augen, hohen Wangenknochen und die rotgeschminkten Lippen geben ihr den Hauch der Strenge, die sie auch bewusst einzusetzen weiß. Mit Anfang Vierzig muss man sich von den Lümmeln ja nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen.
Er kommt rein ohne zu klopfen, murmelt „Yo“ und wirft seinen Rucksack auf den nächstbesten Tisch. Eren. Der neue mit dem fein definierten Bart und den dunklen Augen, von dem alle behaupten, er wär‘ viel zu alt für die elfte. Laut Akte ist er 19, sieht aber mehr aus wie Mitte zwanzig und gibt sich auch so.
„Setz dich,“ sagt sie, bemüht um autoritäre Langeweile. Er ignoriert den Tonfall, begrüßt sie mit einem aufdringlichen Grinsen. Sie versucht ihn zu mustern wie jeden anderen Rabauken auch, aber irgendwas an seinem Gang, dem beiläufigen Schubsen der Stühle, fasziniert sie. Vielleicht weil er sie nicht eine Sekunde aus den Augen lässt.
Die Nachsitz-Stunde schleppt sich wie ein zu langes Kaugummi. Eren kritzelt mit Edding obszöne Comics in sein Heft, während sie kalkuliert korrigiert und sich immer wieder dabei ertappt, wie ihr Blick zu seinem Nacken gleitet, zu den starken Händen, zu den breiten Schultern, die unter dem Tanktop hervordrängen. Einmal erwischt er sie beim Gucken und hebt nur die Braue.
„Kann ich Ihnen helfen?“ fragt er, den Kopf schief gelegt, wie ein Hund der ein Geräusch nicht zuordnen kann.
„Konzentriere dich auf deine Aufgabe.“ Er grinst wieder, diesmal wesentlich langsamer. „Dachte nur, sie brauchen vielleicht etwas.“
Sie will eine spitze Bemerkung machen, aber irgendetwas an seinem Tonfall holt sie aus dem Takt. Vor allem, wie er sie plötzlich mit diesem langen, abwartenden Blick fixiert, als wolle er sehen, wie tief er gehen kann.
Nach fünf weiteren Minuten gibt sie das Nachsitzen auf. „Schluss für heute. Du kannst gehen. Und nächste Woche bitte pünktlich.“
Er bleibt sitzen. „Wenn Sie sich sooooo motiviert sind, dann will ich Sie natürlich nicht enttäuschen, Frau Professor.“ Der Tonfall zwischen Sarkasmus und Zynismus, und noch etwas, das Larissa jetzt nicht ganz zuordnen kann. Genauso wie diese Unruhe in ihr, die ein solcher Typ eigentlich nicht in ihr auslösen sollte.
Etwas in seinem Blick raubt ihr für einen Moment den Atem. Sie steht auf, räumt übertrieben laut ihre Sachen zusammen, mit dem Rücken zu ihm, verspürt Hitze an den Wangen. Viel zu sehr, für das was sie in der Situation sein sollte. Seine Disziplinarin. Eine Autoritätsfigur. Sie spürt ihn hinter sich aufstehen und die Anspannung entlang ihres Rückens wandern, bevor er überhaupt direkt bei ihr steht. Diese Selbstgewissheit dieses halb so alten jungen Mannes, denkt sie sich.
Sie glaubt, er würde gehen, aber er bleibt direkt hinter ihr stehen. Nah. Näher, als es ein Schüler je gewagt hat. Sie heftet die letzten Blätter krampfhaft zusammen, doch die Worte verschwimmen, als sie die Wärme seines Körpers ganz real spürt. In ihren Ohren rauscht ein dumpfes, dunkles Blutgeräusch. Sie riecht das bisschen Deodorant, das zu billig ist und zu viel verspricht. Eine Mischung aus synthetischer Frische und etwas Bitterem, das wahrscheinlich Nikotin sein könnte.
„Hab gehört, Sie sind ziemlich streng,“ sagt er leise. So dicht, dass sie spürt, wie sein Atem knapp unterhalb des Ohrs streift. Seine Stimme brummt tiefer als sonst, oder bildet sie sich das nur ein?
Larissa dreht sich um, viel zu rasch, und sieht sich plötzlich auf Augenhöhe mit seinem Kiefer. Tatsächlich, da reihen sich Bartstoppeln wie Eisenfeilen, und für einen Moment überlegt sie, wie die wohl an der eigenen Haut kratzen.
„Merkst du eigentlich, wie respektlos das ist?“ Die Stimme, die herauskommt, klingt nicht mal ansatzweise so scharf, wie sie es will. Sie vibriert in einer anderen, weichen Tonlage.
Eren zuckt die Achseln und grinst nicht mehr. Seine Pupillen sind riesig und schwarz, fast unheimlich. Sie hält den Blickkontakt, länger als sie sollte.
Dann, einfach so, küsst er sie.
Mit einer Selbstverständlichkeit, als gäbe es keinen Schulgong, keine Regeln, keine Welt da draußen. Es ist kein vorsichtiger, pubertärer Kuss; das ist der Kuss eines Jungen, der genau weiß, was er will. Sie will sich abwenden, zumindest ein bisschen Abstand schaffen, aber in Wahrheit lehnt ihr Körper bereits gegen ihn, zieht die Hitze heran. Seine Hände greifen ihre Taille, erst tastend, dann fordernd. Kalt, weil von draußen, aber die dreiste Wärme sucht sich ihren Weg.
Es dauert keine Minute, bis sie selbst die Kontrolle verliert. Der Stapel Klausuren fällt zu Boden, und sie hasst sich für das Klischee, in Wahrheit aber liebt sie es gerade abgrundtief, wie sehr sie einfach nur Körper ist, ohne Nachdenken. Ihr Rücken trifft die Kante des Lehrerpults, sie lacht leise auf und verschluckt das Lachen in seinem Mund. Ihre Hände wühlen sich unter sein Shirt, tasten über die Haut, hart und gespannt wie eine Sporthalle vor dem Wettkampf.
„Scheiße,“ wispert er irgendwann, während er sich mit der rechten Hand schon ziemlich professionell unter ihr Kleid schiebt. Ihre Reaktion ist so unvernünftig laut, dass sie erschrickt und sich selbst ermahnt, aber er macht einfach weiter, grinst jetzt wieder schief, als hätte er genau auf dieses Verbotene gewartet.
Sie zieht ihn nach unten. Seine Zunge sucht weiter, als würde er einen Wettkampf gewinnen wollen. Sie schmeckt Eisen, Schweiß, eine Spur von Cola oder vielleicht Energydrink – dabei trinkt sie das Zeug selbst nicht mal. Mit einer einzigen Bewegung schiebt er ihr Kleid nach oben, kaltluftige Gänsehaut jagt ihr von den Oberschenkeln bis zum Haaransatz. Sie spürt, wie sie rücklings auf die Tischplatte kippt, und lässt ihn gewähren.
Er lehnt sich zurück, auf Armlänge, grinst sie an, dann fährt er mit beiden Händen an ihren Beinen entlang, unter den Stoff, zu den Innenseiten. Es gibt kein Zögern, noch nicht mal das theatrale Vorspiel, das sie von älteren Liebhabern kannte. Eren will, was er will, und nimmt es sich genauso. Bald drückt er zwei Finger zwischen die Spitze, schnüffelt mit Genugtuung an der ihr so peinlich transparenten Feuchte, die er findet. Sie versucht, ihn wegzuschieben, schafft es aber nicht. Ein Kichern, dann packt er sie an den Handgelenken und hält sie fest auf der Tischfläche.
„Ich dachte, Lehrerinnen machen keine Fehler,“ murmelt er, und beißt ihr ins Ohrläppchen. Dann zieht er den Slip mit einer derart beiläufigen Grobheit beiseite, dass sie beinahe protestiert – doch irgendwas darin macht sie nur umso heißer. Er kniet zwischen ihren Schenkeln, öffnet seine Jeans, zieht sie nur so weit runter, dass sie das pralle Fleisch schon sieht. Er ist so hart, dass sie den Impuls hat, laut zu lachen. Stattdessen beißt sie sich auf die Lippe, grinst zurück – und in dem Moment schiebt er sich in sie.
Sie schluckt den allerersten Laut, weil sie Angst hat, dass im Flur irgendein Praktikant oder ein übriggebliebener Zehntklässler vorbeilaufen könnte. Doch Eren stößt so fest zu, als müsste er durch sie durch. Das ist keine sanfte Nummer: Er nimmt sie hart, stößt sie gegen den Tisch, ohne Rücksicht auf zerschrammte Haut, überblättere Hefte, die im Takt der Stöße auf den Boden klatschen. Jede Bewegung ist pure Energie, drahtig und aggressiv, aber nie böse; sie merkt, wie der Kopf ihr weggedreht wird, ihre Wange sich auf der rauen Holzplatte abschürft, und alles, was bleibt, ist dieses schnelle, schmutzige Ficken.
Sie spürt, wie ihre Beine zittern, wie sie alles kontrollieren will und doch keinen Halt findet. Er hält sie an den Knöcheln fest, biegt ihre Beine nach oben, damit er noch tiefer kommt. Geile, unehrliche Hitze rast durch ihren Körper. Ihre Finger klammern sich an den Kantenschutz des Tisches, während er sie weiter nimmt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Sie genießt es, wie roh, wie kompromisslos er Vorrang nimmt, als hätte er in seinem Leben nie auf etwas Rücksicht nehmen müssen. Sie gewinnt wieder etwas Klarheit in ihrem Denken, in dem sie hier sich einfach wie eine billige Nutte von einem frechen Jungen nehmen hat lassen. Sonst geht sie etwas kontrollierter an ihre Abenteuer heran, denn ihr Mann Robert kann mit ihr in solchen Situation - das heißt im Bett - sowieso noch nie mithalten. Aber im Jetzt und Hier ist für Larissa die Geschichte nun längst nicht auserzählt.
Sobald sie das Gefühl hat, die Kontrolle könne endgültig kippen, schiebt sie Eren mit einem einzigen, souveränen Ruck zurück. Er wirkt überrascht, runtergebremst wie ein Boxer in der letzten Runde, lässt sich aber ohne Gegenwehr zurück auf den Stuhl plumpsen.
In einer fließenden Bewegung steigt sie aus ihrem blauen Kleid, Slip und BH folgen sogleich. Sie liebt, wie klein er in diesem Moment aussieht, wie ein erwischter Junge im Rektorenzimmer. Aber der Blick, mit dem er hochsieht, ist alles andere als schuldbewusst. Gierig, hungrig, bereit für die nächste Runde. Larissa quetscht sich auf seinen Schoß, das Gesicht ganz nah an seinem, ihre Lippen fast an seinem Mund, ihre Brüste an seinem Oberkörper. Ihre Knie umklammern die Sitzfläche. Er packt ihre Hüften, als würde er sie wie ein Trainingsgerät benutzen, aber sie hält die Zügel kurz, kontrolliert die Bewegung, bis es in den Oberschenkeln brennt. Sie spürt, wie sein Schwanz wieder hart gegen sie drängt, wie er sie am Becken nach unten zwingt, bis er wieder in sie gleitet. Ein triumphierendes, fast boshafter Lächeln legt sich auf ihre Lippen—diesmal ist sie diejenige, die den Rhythmus bestimmt.
Sie reitet ihn, erst langsam, dann schneller, bis die Luft zwischen ihnen schwitzt und die Lehne des Stuhls ächzt. Er vergräbt sein Gesicht in ihrer Schulter, keucht in ihr Ohr, krallt die Hände in ihren Rücken. Seine Fingernägel brennen an ihrer Haut. Ihre Bewegungen werden rasender, ihr Atem lauter, lauter als alles, was auf dem Flur geschieht. Kurz bevor es zu viel wird, zieht sie ihn ganz heraus, kniet sich vor ihn und nimmt ihn tief in den Mund. Der Geschmack ist noch bitter nach dem letzten Akt, aber das macht sie nur noch gieriger.
Ihre Zunge kreist, ihre Lippen drücken, und sie genießt mit perverser Genugtuung seinen halbverschämten, halbbesoffenen Blick auf sie. Er starrt sie an, als hätte er nie damit gerechnet, so etwas zu erleben. Sie fragt sich, wie oft er sich diese Szene vielleicht heimlich vorgestellt—und ob er sie jetzt genauso weiterverarbeiten wird wie sie.
Aber was sie wirklich will, ist mehr. Sie will das volle, schmutzige Auskosten, will ihren eigenen Höhepunkt nicht als Nachgedanken, sondern als Finale. Sie packt ihn an der Schulter, zieht ihn hinter sich her, bis der Stuhl rückwärts zu Boden kracht. Die Geräusche im Gang sind ihr jetzt völlig egal—sollen die Kollegen doch denken, Larissa räumt ihr Büro um, zum Feierabend. Sie will, dass er sie will. Noch mehr, noch echter, noch tierischer. Sie biegt sich über den Lehrerpult, legt die Wange auf die kalte Tischplatte, spreizt beinahe demonstrativ die Beine, die Pobacken weit geöffnet. Jede Bewegung ein Affront an ihre eigene Selbstdisziplin. Sie will kein Vorbild mehr sein, kein Paradebeispiel für irgendwen außer für diesen Jungen, der ihr gerade zeigt, wie lächerlich die alten Maßstäbe werden, wenn der Körper so brennt.
Sie hört, wie er hinter ihr die Jeans endgültig runtertritt, sich den Schwanz mit Speichel benetzt. Sekunden später nimmt sie das Prickeln seiner Fingerspitzen an der Innenseite der Oberschenkel wahr, grob, aber zielsicher. Sie hebt das Becken, gibt sich ihm, fordert ihn auf in einem Wort, das nur als heiseres "Jetzt" aus ihrem Mund entweicht.
Er packt sie, presst sich ohne Rücksicht hinein. Ein Blitz durchzuckt sie; für einen Moment glaubt sie, der Pult krache unter der plötzlichen Wucht. Ihr Kopf schlittert nach vorne, sie hält sich an der Kantenleiste fest. Der Junge stößt in sie, schneller als alle davor, noch schneller als sie dachte, überhaupt nur aushalten zu können. Er hält ihre Hüften wie ein Henker das letzte Stück Leben, treibt sie vor sich her, und sie spürt bei jedem Stoß, wie sich das eigene Fleisch unter der Last formt und um ihn schließt.
Sie gibt Laute von sich, die man im Schulkontext bekanntermaßen meiden sollte, und diese Grenzüberschreitung ist wie ein Beschwörungsritual. Jede Schreibeinheit der letzten Jahre verpufft im Dunst dieser wilden, wortlosen Lust. Eren ballert weiter, drückt sie so tief auf den Tisch, dass die Kieferknochen vibrieren. Sie fühlt, wie sie aufreißt, wie die Lust von innen gegen die Haut donnert, als könne sie gleich explodieren.
Sie starrt aus dem Fenster, Sonne tief, Gelb wie Eidotter, auf den Pausenhof. Nichts ist noch schulisch. Kein Lachen, keine Verkehrsregeln. Alles, was da draußen existiert, ist jetzt. Sie greift zurück, tastet nach ihm, zwingt ihn dichter, zwingt ihn tiefer. Mit jedem Gedanken an Kontrollverlust schwillt die Geilheit weiter, als wär es endlich mal konsequent, sich selbst aufzugeben.
Eren stößt weiter, gleichmäßig und unerbittlich. Sie spürt, dass er kurz vor dem Kommen ist, aber sie will zuerst. Muss zuerst. Sie verkrallt ihre Hände im Rand des Lehrerpults, verbeißt sich im eigenen Unterarm, damit nicht das halbe Lehrerzimmer von ihrem Finale erfährt. Sie spürt, wie ihr Arsch bei jedem Stoß der Länge nach über die Kante schrammt; sie hält es aus und will mehr, will ihn noch tiefer, noch härter.
„Fick mich richtig“, zischt sie, klar artikuliert, als wäre das jetzt ihr Unterrichtsfach. Sie spürt, wie er bei dem Satz kurz stockt, dann aber wortlos einen Gang hochschaltet. Er packt sie neu, zieht mit einer Hand die Pobacken auseinander und rammt sich mit solcher Wucht in sie, dass sie fast vornüberstürzt. Ihr ganzer Leib wird nach vorne geschoben, sie fängt sich am Ellenbogen ab, aber der Rest ist nur noch Schmerz und Verlangen, bis alles verschwimmt, alle Grenzen des eigenen Körpers.
Sie merkt, wie sich alles zuspitzt, zuckt, pulsiert. Die Lust baut sich auf wie ein drohender Stromschlag, sie kommt schneller als gedacht, rutscht in ihrem Bewusstsein entlang wie ein Zucken in der Stromleitung. Sie schreit nicht, sie kreischt; das Geräusch ist ihr im Moment vollkommen egal. Eren stößt weiter, bis sie glaubt, dass jeder Knochen in ihr vibriert. Es fühlt sich an, als hätte sie das Klassenzimmer gewechselt, als wäre alles neu und roh und hell.
Dann kommt er auch—krallt sich so brutal in ihre Taille, dass sie noch im Nachhinein einen Abdruck erwarten würde. Sie fühlt, wie er in ihr explodiert, heiß und dick und völlig ungehemmt. Es dauert, bis seine Stöße langsam abschwellen, bis er sich langsam zurückzieht und sein Körper schwer auf ihren Rücken fällt. Beide schnaufen, keuchen, schwitzen nach.
Sie bleibt einfach liegen, das Gesicht in die Armbeuge gedrückt, den Puls immer noch auf 180. Fast hätte sie gelacht, aber es kommt nur ein Stöhnen. Erst nach einer halben Ewigkeit richtet sie sich auf, taumelt ein Stück nach vorne und schlüpft schnell in ihr Kleid. Unterwäsche sind gerade nur Gedankenverschwendung. Die Haut brennt, der Unterleib pulsiert. Sie dreht sich nicht sofort um, sie will sein Gesicht nicht sehen, noch nicht.
Hinter ihr hört sie, wie er nach Luft schnappt, dann kramt, dann lacht leise. "Sie ficken echt besser als die Kleine aus der 10b, Frau Professor," sagt er mit einem schiefen Grinsen. "Die schreit allerdings nicht so laut." Sie schluckt das Lächeln runter und räumt den Papierstapel vom Boden, die Beine immer noch weich wie Götterspeise.
Sie will etwas sagen, eine Ansage machen, irgendwas pädagogisch Wertvolles. Stattdessen kramt sie die Zigarette aus dem Fensterrahmen, steckt sie sich mit zitternden Fingern in den Mund, und zündet sie erneut an. Draußen tobt der normale Wahnsinn: Busse, Pausengekreisch, der alte Hausmeister stapft mit einer Mülltonne durch den Innenhof und verschwindet dann wieder durch den Seiteneingang. Niemand ist Zeuge ihres Fiaskos, auch wenn mindestens drei Kollegen sich den Rest ihres Lebens über das Flurgeschehen nach vier Uhr wundern werden.
Sie zieht sich zurecht, rafft ihr Leben in zwei Handgriffen zusammen, und mustert den Jungen, der mittlerweile wieder ganz ruhig da sitzt, als hätte er gerade zehn Minuten Mathe unterrichtet bekommen. Sie betrachtet ihn genauer, sucht nach Spuren von Reue. Nichts. Er ist genauso forsch und unverhohlen wie vor einer Stunde—nur irgendwie echter. Vielleicht respektloser, vielleicht ehrlicher.
"Was jetzt?" fragt er, ohne den Blick abzuwenden.
"Jetzt?" Sie hört ihre Stimme, erstaunt darüber, wie wenig sie noch maskiert klingt. "Jetzt gehst du heim und denkst darüber nach, wie du dich bei Frauen benimmst." Das Wort 'Frauen' lässt sie extra schwer auf der Zunge. "Und heute Abend gibt‘s ein paar neue Spielregeln. Bei mir zuhause, in Ruhe."
Eren macht große Augen und grinst. "Wollen Sie mir die so erklären wie gerade eben?"
Sie lacht, ein tierisch dreckiges Lachen diesmal. "Ich bring dir Respekt bei, Bürschchen. Du wirst ihn lieben lernen, versprochen." Sie weiß, wie es im nächsten Atemzug wirken wird, aber sie meint es tatsächlich gerade so, wie sie es sagt.
Er zuckt die Schultern; dann steht er auf, zieht langsam, fast widerwillig den Reißverschluss seiner Jeans hoch, und verlässt das Klassenzimmer mit dem gleichen provozierenden Gang, mit dem er gekommen ist.
Larissa bleibt noch einen Moment stehen, starrt auf den Lehrerpult, auf das zerknitterte Papier, auf die Spuren des totalen Kontrollverlusts. Ein Rest von Erens Geruch schwebt noch in der Luft. Sie streicht sich über die schmerzende Stirn, dann klappt sie entschlossen ihren Laptop zu, steckt die Zigarette aus, und macht sich auf den Heimweg.
Teil 2: Vertiefung des Gelernten
Fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit steht Eren auf dem Bürgersteig vor Larissas Doppelhaushälfte. Die Siedlung atmet den öden Wohlstand von Mittelklasse-Familien: genau geschnittene Hecken, abgedämpftes Lachen, die SUVs glänzen wie versiegelte Versprechen. Sein Herz schlägt zu schnell, das weiß er, aber der Gedanke an sie—Larissa, die heiße Lehrerin, das Flackern in den Augen, das animalisch Zuckende unterm Rock—bringt die alte Nervosität zurück wie ein Suchtgedächtnis. Hat er sie erobert heute oder eigentlich sie ihn? Die Antwort ist unklar. Er spielt ein paar Sekunden mit dem Türklopfer, entscheidet sich dann für die Klingel.
Hier dauert nichts lange. Die Tür wird aufgerissen, bevor sein Finger überhaupt nachgibt. Larissa, diesmal ohne Kleid, in einem grau melierten Sport-BH und Leggings, das Haar zum Knoten gewickelt. Sie sieht ihn an und sagt gar nichts, nur dieses Lächeln, das ihn sofort daran erinnert, wie sich ihr Körper auf dem Lehrerpult angefühlt hat. Irgendwo, weiter hinten im Flur, läuft irgendeine Dokumentation.
Sie winkt ihn durch. Im Haus riecht es nach Spülmittel und Kaffee, aber es liegt noch ein anderer Duft in der Luft, schwer und süß und irgendwie vertraut – als hätte sie das komplette Setting mit Intimität eingesprüht. „Du bist früh,“ sagt sie, und ihre Stimme klingt tiefer, privater als im Unterricht.
Er tritt näher, fast zu nah, sieht dann über ihre Schulter hinweg ins Wohnzimmer. Ein Mann sitzt dort, in die Sofaecke gedrückt, das Gesicht hinter einer Zeitung halb verborgen. Er ist deutlich älter als sie, mausgrau, die Stirn so blank, dass sie vom abklingenden Abendlicht glänzt. Das muss er sein: Robert.
Larissa dreht sich nicht um, sondern bleibt dicht bei Eren stehen. „Das ist mein Mann,“ sagt sie, ohne zu flüstern, aber auch ohne jedes Pathos. „Robert, das ist Eren. Der neue Schüler, wegen dem ich so viel Stress habe.“
Robert faltet die Zeitung zusammen, steht auf. Die Bewegungen sind langsam, fast bedächtig. Ein kurzes, prüfendes Nicken, dann reckt er ihm die Hand hin. „Guten Abend.“ Eine Stimme wie mehliges Brot.
Eren drückt zu, etwas zu fest, und lässt die Hand erst los, als der Mann schon wieder zurücksinkt auf das Sofa. Larissa beobachtet beide – ein Hauch von Stolz in ihrem Gesicht.
Sie macht ihm einen Kaffee, lässt Eren am Esstisch Platz nehmen. Im Sitzen rutschen die Leggings ganz leicht, es zeichnet sich jede Kurve unter dem Stoff ab, und Eren merkt, dass er sie anstarrt, ohne die Augen zu bewegen. Sie merkt es auch—sie knüpft den Blickkontakt und hält ihn, als wolle sie ihm die nächste Handlung aufs Auge drücken.
„Ich hab dir ja gesagt, dass ich mit dir über deinen Umgang mit Frauen sprechen möchte. Über den Respekt und die richtige Behandlung.“ Ihre Stimme hat einen härteren Einschlag als vorhin noch im Klassenraum, keine Spur mehr von Unsicherheit. “Dazu eine Demonstration. Robert, komm.” Sie streicht sich die Haare aus dem Gesicht, fasst unter den Gummizug der Leggings und zieht sie mit einem einzigen, entschlossenen Ruck bis zu den Knöcheln. Die Bewegungen sind mühelos, als hätte sie das öfter so gemacht—vielleicht hat sie, Eren weiß es ja nicht - er weiß nur, dass er kaum glauben kann, was hier abgeht. Der Stoff schnürt sich an ihren Waden, die Hüfte sitzt jetzt unbedeckt auf dem Küchenstuhl und sie spreizt die Beine, öffnet sich, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen.
Robert, der eben noch stocksteif im Wohnzimmer gesessen hat, steht auf, läuft langsam und ohne jedes Zögern um den Tisch, kniet sich wortlos nieder. Die Szene kippt für Eren in einen merkwürdigen Film—der eigene Lehrer, die eigene Fantasie, der Ehemann, der in dieser Choreographie wie ein Möbelstück funktioniert. Er sieht, wie Robert erst mit den Händen die Innenseiten der Schenkel umfasst, die Finger lange, blasse Streifen auf Larissas Haut zurücklassend, dann vorsichtig mit der Zunge den feuchten Spalt entlangfährt. Larissa schließt für einen Moment die Augen, atmet lange und kontrolliert aus, ein Zischen zwischen ihren Zähnen.
„Schau genau hin,“ sagt sie, wieder ganz bei Eren. Sie greift an ihren Schenkel, zieht die Schamlippen weiter auseinander, lässt Robert noch tiefer vordringen. „So sieht Respekt aus. Wer wirklich sein Gegenüber ganz besitzen und beherrschen möchte, muss auch anständig lecken können. Das gilt für Frauen wie für Männer, verstanden?“ Sie sagt das, als würde sie Unterricht geben, doch das Zittern in ihrer Stimme verrät Eren: sie will das noch viel mehr, als sie sich selbst eingesteht.
Mit jeder Bewegung von Roberts Zunge verzieht Larissa das Gesicht, genussvoll, fast luxuriös. Ihre Hand liegt fest am Hinterkopf des Mannes, drückt ihn dicht an sich; ein Schmatzen und Flüstern. Robert arbeitet hingebungsvoll, die Bewegungen methodisch, fast mechanisch, und Eren sieht, wie Larissas Fingerspitzen zittern, wie sich das Sehnen an ihrem Hals spannt. Eine Windung von ihren Haaren rutscht lose an ihrer Wange entlang, glänzt im Licht der Küchenlampe. Sie hält Erens Blick, fordert ihn auf, nicht wegzusehen, kein einziges Mal.
„Das ist der Unterschied,“ sagt Larissa, als würde sie einen Lehrbuchsatz diktieren. Ihre Stimme ist rau. „Wer will, dass Frauen einem Respekt entgegenbringen, muss ihnen zuerst Respekt zollen.“ Ihre Hand liegt noch immer auf Roberts Hinterkopf, aber sie drückt ihn jetzt mit Nachdruck weg, als sie die Kontrolle zurückholt. Robert lässt los, setzt sich auf die Fersen, atmet flach. In seinen Augen spiegelt sich etwas wie Stolz, vielleicht aber auch nur Ergebenheit. Larissa wischt sich mit dem Daumen über den Mund und rückt die Hüfte vor, den Blick prüfend auf Eren gerichtet.
„Komm her,“ sagt sie, diesmal leiser. Es ist kein Befehl. Eren schiebt den Stuhl zurück, steht auf, das Herz hämmert ihm bis in die Fingerspitzen. Im Gehen zieht er den Gürtel auf, lässt die Hose halb geöffnet, ein minimaler Aufstand gegen alles, was bis hierher nach Struktur gerochen hat. Larissa wartet, bis er direkt vor ihr steht. Kein Zögern. Sie schaut an ihm hoch, eine Sekunde nur, dann packt sie das Bündchen der Boxershorts und zieht ihn mit einem ungekünstelten Ruck aus der Umklammerung. Das Ding ist mehr als bereit. Sie nimmt ihn in den Mund, als wäre das kein Beginn, sondern die Wiederaufnahme eines Gesprächs.
Eren spürt alles bis in die Zehenspitzen, wie sich ihre Lippen schließen, wie sie erst vorsichtig, dann voll entschlossener Inbrunst saugt. Larissa saugt nicht leise – sie will, dass man das hört. Sie will Eren etwas zeigen, und sie benutzt ihn dafür. Robert blickt zu, still und versonnen, als würde er gerade ein schwieriges Gedicht entziffern. Eren weiß nicht, ob das seine Fantasie sprengt oder ihm ein neues Fenster in den Kopf schraubt. Der Blick der Lehrerin bleibt bei ihm, festgetackert, als könne sie den Moment verlängern, wenn sie nur lange genug darin haust.
Mit der freien Hand streicht Larissa über Erens Schenkel, massiert dort, wo sich die Muskeln spannen. Ihre Handfläche ist warm, die Finger kraftvoll. Sie variiert Tempo und Druck, lässt die Zunge wie ein fein abgestimmtes Werkzeug spielen, wischt den Schaft von unten nach oben, dreht sich um die Eichel, kehrt mit einer Perfektion zurück, die Eren komplett abreißen lässt. Er krallt sich am Stuhlrücken fest, will irgendwas sagen, stattdessen stöhnt er nur: ein dumpfes, überraschter Laut, fast schmerzhaftes Keuchen, das kurz alles andere ausblendet.
Larissa sieht, wie seine Hände zittern, sieht die Angst vorm Versagen in seinem Blick und schluckt ihn tiefer, bis er im Rachen kitzelt. Sie weiß genau, wie eng, wie saugend fest sich das anfühlt. Sie nimmt ihn so weit, bis beide spüren, dass kein Zentimeter mehr übrig ist, und mit der anderen Hand drückt sie gegen seinen Oberschenkel, hält ihn auf der Achse, lenkt ihn durch Geschwindigkeit und Kraft. Der Ansatz ihres Halses weitet sich, ein Reflex, auf den sie seit Jahren trainiert ist.
Eren starrt nach unten, sieht das lange, elegante Gesicht seiner Lehrerin um seinen Schwanz gespannt, die Wimpernschläge auf Höhe der Schambehaarung. Sie sieht zurück, schaut ihn an, als wolle sie ihm jetzt in den Kopf fräsen, dass hier der Stärkere am Werk ist. Er denkt, das hält er noch durch, aber dann tut sie etwas mit ihrer Zunge, was jede Kontrolle sprengt.
Mit einem elektrischen Ruck schießt alles in ihm zusammen. Er zuckt, versucht sich noch irgendwie zu beherrschen, aber es ist zu spät: er kommt, heftig und explosiv, und Larissa nimmt alles auf, als hätte sie mit nichts anderem gerechnet. Ihr Hals zuckt, sie schluckt ihn restlos, wischt mit der Zunge nach, bis der letzte Tropfen von ihrer Oberlippe wandert. Sie lässt ihn nicht los, verweilt noch, genießt das Zittern und Pulsieren, bis er mit beiden Händen auf der Stuhllehne zusammensackt.
Sie lehnt sich zurück, wischt sich mit dem Handrücken über den Mund, dann blickt sie zu Robert, der immer noch am Boden kniet, den Kopf gesenkt. „So viel zum Thema Ausdauer,“ sagt sie leise, und selbst das klingt nicht wie ein Spott, sondern als habe sie das immer schon so gewollt.
Eren taumelt Richtung Tischkante, klammert sich daran fest, sieht sie nur fassungslos an. In seinem Kopf rauscht es, alles kribbelt, das eigene Herz schlägt wie ein Presslufthammer in den Rippen. Er will irgendetwas sagen, irgendwas retten, aber kein Wort findet die Lippen.
Larissa steht auf, zieht sich die Leggings elegant über die Hüften – nicht hastig, sondern so, als würde sie ein Kleidungsstück zum allerersten Mal zumachen. Sie ignoriert Robert, der immer noch im Kniestand verharrt, und widmet sich ganz Eren. Sie steht auf, richtet sich zu ihrer vollen Größe auf, das Gesicht kühl, die Muskeln im Nacken hart gespannt. Robert wartet auf ein Zeichen, irgendeinen Befehl, doch sie beachtet ihn nicht mehr. Nur eine knappe Bewegung mit dem Kinn, als wolle sie sagen: Jetzt reicht’s. Er versteht sofort. Krabbelt, unbeholfen-würdevoll, aus der Küche, streift Eren auf halber Höhe mit einem kurzen, gestrichenen Blick, dann verschwindet er durch den Flur, Tür zu, aus dem Spiel.
Kaum ist der Mann weg, verwandelt sich die Energie im Raum. Sie schaut Eren an, das Lachen jetzt ganz abgelegt, alles Ernst, alles Hunger. „Mitkommen.“ Ein einziges Wort, und er folgt, als hätte sie ein anderes Leinen in der Hand.
Die Treppe nach oben, Schatten auf den Wänden, das fahle Licht aus den Kinderzimmern, die gesperrten Türen. Larissa geht voran, barfuß, die Haut der Fersen wie frische Seide. Ihr Geruch, das Salzige, das Süße, haftet an jeder Stufe, stärker jetzt, wo sie wieder wie ein Tier nach vorne zieht. Ihr Schlafzimmer ist nichts Besonderes: breite Matratze, zwei Kommoden, eine Lampe mit stumpfer Glühbirne, die alles in ein fahles Orange tunkt. Kein Schnickschnack.
Kaum sind sie drin, dreht sie sich, schiebt ihn rücklings gegen die Wand. Die Leggings sind schon wieder unten, sie hat nichts vor, diesmal zu verlieren. Sie nimmt ihn an den Schultern, den Kloß immer noch im Hals, aber jetzt ist sie nicht mehr Lehrerin oder Ehefrau, sondern Körper, roher, zuckender Bedarf. „Du weißt, wie das geht?“ Ihr Mund ist dicht an seinem Ohr, er spürt ihren Atem heiß und knapp und schmutzig ehrlich.
Er nickt, brummt etwas, aber sie packt ihn am Hinterkopf, denkt: Zeig es mir, nicht mir, sondern DIR, du Bengel. Sie presst seinen Kopf runter zwischen ihre Beine, führt ihn, keine Geduld mehr für Spielregeln. Er weiß, wie es funktioniert – und trotzdem, sie spürt jede Unsicherheit, jedes Nachjustieren, das Rhythmische, unsaubere, aber echte Bemühen.
Larissa legt den Kopf in den Nacken, stützt sich hinter ihr auf die Kommode, Augen zu, die Welt ein wirrer Flickenteppich aus Hitze, Druck, dem Prickeln von Bartstoppeln auf der Innenseite ihrer Oberschenkel. Sie lenkt nach, quetscht seinen Kopf dichter an sich, steuert ihn wortlos: langsamer, härter. Sie will nicht nett behandelt werden. Sie will, dass es sie trifft wie ein elektrischer Strom.
Eren merkt, wie sie zittert, wie die Muskeln an ihrer Hüfte steil durchziehen, wie sie jedes Maß verliert, das sie sich selbst zugestanden hat. Sie spürt, wie Eren nachlegt, wie er sich von ihrem Körper anleiten lässt, und jetzt, wo es keine Augen mehr gibt außer ihren, wird sie immer furchtloser. Ihre Hände umspannen seinen Hinterkopf, pressen ihn gegen sich, bis sie beinahe die Luftnot spürt, die sie selbst ins Zittern bringt.
Ein Jahrtausend später löst sie ihn mit beiden Fäusten, die Haut am ganzen Leib bis in die Haarspitzen elektrisch. Sie hält ihn auf Armlänge, sieht diesen wilden, leicht verstörten Blick, der für eine Sekunde wie ein Seil zwischen ihnen spannt: ein Moment, in dem sie beide wissen, dass das keine Wiederholung ist, sondern eine Steigerung.
Sie geht an ihm vorbei und kniet sich auf ihr Ehebett, der Kopf über die Schulter an ihn gewandt. „Jetzt fick mich, wenn du kannst.“ Es klingt wie ein Befehl, aber in Wahrheit ist es die letzte Bastion gegen den eigenen Fall. Sie nimmt es nicht nur hin, sie fordert es ein, zwingt ihn, sie grob an den Schultern zu packen und ins Bett zu drücken.
Er zieht mit beiden Händen die Hüften auf seine Höhe und trifft sie in einer einzigen, zielgenauen Bewegung. Der erste Stoß ist ungenau, der zweite trifft wie ein Hammer. Sie lacht auf, ein wahnsinniges, schmutziges Lachen, das ihn zu mehr anspornt. Er stößt mit aller Wucht, haut so tief und unverschämt, dass sie fast laut schreit, aber diesmal hält sie den Laut mit Biss zurück. Keine Zeugen mehr, kein Bedürfnis, sich zu beweisen—nur Hunger, Körper, der in Schlägen nach vorne boxt.
Sie merkt, wie sie alles verliert: das Zeitgefühl, das Gespür für Distanz, die Kontrolle über die eigenen Töne. Ihr Hirn wird weich, matschig wie Blätter im Novemberregen, sie taumelt, aber Eren hält sie fest, als wüsste er instinktiv, wie leicht sie kippen könnte. Das Gerumpel der Lampe an der Decke mischt sich mit dem Keuchen, ihre Hinterköpfe knallen ein paarmal gegeneinander, aber selbst dieser dumpfe Schmerz macht sie geiler.
Es dauert nicht lange, bis sie ihr eigenes Kommen spürt: ein Dammbruch, heiß und fremd, als hätte sie das ganze Leben auf diesen einen Strom gespart. Sie weiß nicht mehr, wie sie sich windet, spürt nur die Explosion in den Muskeln, das elektrische Nachbeben, das sie wie ein nasses Handtuch auswringt. Sie kann nicht aufhören, sich ihm entgegenzudrücken, als würde etwas in ihr den letzten Schuss herauspressen wollen. Als er kommt, diesmal wirklich, spannt er die Hände so fest um ihre Taille, dass sie sich später in der Dusche fragen wird, ob er ihr blaue Flecken verpasst hat. Es ist ihr egal. Sie will sie, sie will sie jetzt und morgen und übermorgen als Erinnerung unter der Kleidung, eine letzte, sichtbare Ausnahme von allem, was sonst nach Schema A läuft.
Sie sinkt zusammen, beide, ein Knäuel aus Gliedmaßen, ein Rest von Sabber und Lust und nachklingender Hitze, der sie wie eine zweite Haut überzieht. Minutenlang bleibt es still. Sie hört nur den eigenen Atem, das Sirren in den Ohren, das Pochen im Becken. Ihre Augen sind trocken, die Lider schwer, aber Eren hält sie im Arm, als wäre das Ergebnis dieser Nacht etwas, das dringend ausgekostet werden muss.
Sie rauchen danach. Natürlich rauchen sie danach: die Zigarette brennt in ihrem Mundwinkel wie ein uraltes Ritual, das keine Fragen mehr braucht. Eren liegt auf dem Rücken, den Blick zur Zimmerdecke, und sie sieht, dass er schon wieder eine Latte bekommt, die sich unter der Decke abzeichnet. Sie lacht, halbtot, und greift nach ihm, als wäre das jetzt der natürlichste Griff der Welt. Er sagt nichts, aber der Blick, den er ihr zuwirft, hat diese Mischung aus Wahnsinn und Dankbarkeit, die in ihr sofort wieder ein neues Nachglühen entfacht. Larissa will ihn beleidigen, will ihn provozieren, noch eine Grenze hinausschieben. Stattdessen überrascht sie sich dabei, wie sie einfach nur weiter raucht und zusieht, wie er in der Dunkelheit fast verschwindet.
Gegen drei Uhr nachts steht sie auf, holt sich Wein aus der Küche, findet den Ehemann am Schreibtisch, gebückt über Papiere, aber kaum noch aktiv. Sie sagt nichts, er sagt auch nichts, aber sie weiß, dass er alles verstanden hat. Vielleicht besser als sie selbst. Sie drückt ihm einen verschwitzten salzigen Kuss auf und sagt, dass sie ihn liebt, was er erwidert. Sie geht zurück, die Flasche in der Hand, einen zweiten Becher in der anderen, und setzt sich breitbeinig auf die Matratze.
Sie bleiben die Nacht durch wach. Eren schläft zwischenzeitlich weg, immer wieder, aber Larissa hält sich am leichten Schmerz ihrer Nerven fest, an der glühenden Erinnerung ans letzte Mal, an jede Berührung, die mehr war als nur ein flüchtiges Drübergleiten. Sie tun es noch drei Mal, bis der Morgen langsam das Licht über die Stadt legt. Beim letzten Mal ist es ruhiger, fast zärtlich. Er folgt ihren Anweisungen und wenn er dann wieder das Tier in sich loslässt, kann Larissa abschalten und den Jungen dafür genießen.
Wenig später sitzen sie zu dritt am Frühstückstisch. Eren kann es immer noch nicht ganz glauben, was ihm da widerfahren ist, seit er zur Nachhilfestunde gegangen ist. Wer hätte denken können, dass diese heiße Lehrerin so ein Sexleben führt? Er ist sprachlos. Und während Larissa und ihr Mann tiefe Blicke austauschen, sickert in Eren die Erkenntnis, dass er längst noch nicht alles über sie weiß. Er lächelt und nimmt dankend den Brotkorb von Robert entgegen.
Immer wieder erregend zu lesen, was @thegrandefinalestory sich so überlegt hat.
Das macht mich schon sehr feucht und geil, mein Lieber!👩🏻🥰😘💋❤️
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Wau , was für eine tolle Frau 🥀🥀🥀🥀🥀🌻🌻🌻🌻🌻🥀🥀🥀👄👄👄👅👅👅🥖🥖💦💦💦👀