Der Mann kommt nicht aus seiner Haut.
Viele Jahre habe ich versucht anders zu sein, besser zu werden, es nicht so zu machen, wie . . .
Als Sohn einer Gastronomiefamilie war ich viel alleine, abends, nachts, einsam, den Ängsten ausgeliefert. Habe gelernt alleine zu überleben, aufzuwachen, die Sonne scheint, der neue Tag, alles ist gut.
Meine Mutter, überfordert schlägt mich immer mal wieder, ich lerne daraus vorsichtig zu sein, misstrauisch auch dem Menschen gegenüber den ich Liebe, Sicherheit gibt es nicht. Nur in mir selber.
Mein Vater, ein Einzelgänger, Wirt, man kommt zu ihm, aber nicht wegen ihm. “Zum Surren” heißt die Kneipe “Zum schlecht gelaunten”. Das sagt wohl alles.
Ich erlebe die Menschen, hautnah, angetrunken, besoffen. Wie sie kämpfen, leiden und sich erbrechen. Einfach nur um am Leben zu bleiben. Neid. Hass, Liebe, Leid, Gier - sind mir nicht fremd. Ich schaue schon früh hinter die Kulissen.
Doch um so älter ich werde, um so einsamer werde ich, Verzweifle am Leben.
Es entrinnt mir zwischen Finger wie der feine Sand am Strand.












