Ansichtskarte
Oberhof (Thür. Wald) FDGB Ferienheim Rennsteig
Meiningen: Kunstanstalt Straub & Fischer, Meiningen, Reg.-Nr. 23 (V 11 50 S 4/73 8294)
1973

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Oberhof (Thür. Wald) FDGB Ferienheim Rennsteig
Meiningen: Kunstanstalt Straub & Fischer, Meiningen, Reg.-Nr. 23 (V 11 50 S 4/73 8294)
1973
Der Frühshoppen Stammtisch – Ein Kulturgut der 1970er Jahre
Die Tradition des Frühshoppens
Der Frühshoppen war und ist eine fest verankerte Tradition in Deutschland, besonders in den Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In den 1970er Jahren erreichte diese Kulturtradition ihren Höhepunkt, als sich regelmäßig Stammgäste in Gasthöfen und Kneipen trafen, um bereits am Vormittag gesellig zusammenzukommen und bei Bier und Schnaps den Tag zu beginnen.
Die 70er Jahre: Hochzeit des Stammtisch-Rituals
Die 1970er Jahre waren eine goldene Ära für die deutsche Stammtischkultur. Nach der wirtschaftlichen Stabilisierung der Bundesrepublik in den 1960ern hatten Handwerker, Geschäftsleute und Arbeiter fest etablierte Frühshoppen-Traditionen entwickelt. Der Stammtisch war nicht nur ein Ort des Alkoholgenusses, sondern ein sozialer Treffpunkt, an dem Geschäfte besprochen, Neuigkeiten ausgetauscht und Freundschaften gepflegt wurden.
Die typische Frühshoppen-Zeit begann zwischen 9 und 11 Uhr. Regulars setzten sich an ihren reservierten Stammtisch – meist ein massiver Holztisch in einer Gaststube – und bestellten ihr erstes Bier des Tages. Während des Frühshoppens wurden Stamperle (kleine Schnapsglässer) geleert, Bier getrunken und intensiv diskutiert.
Die Atmosphäre: Gemütlichkeit und Tradition
Die Gaststuben der 70er Jahre waren Orte der Behaglichkeit. Warme Holzvertäfelungen an den Wänden, gedimmtes Licht unter gelben oder orangefarbenen Lampenschirmen, und der charakteristische Rauchnebel von Zigaretten und Pfeifen prägten das Ambiente. An den Wänden hingen Jagdtrophäen, alte Schwarzweiß-Fotografien und handbemalte Postkarten lokaler Sehenswürdigkeiten.
Die Einrichtung war robust und funktional: massive Holzstühle, derbe Tische, und auf der Theke standen die unvermeidlichen Flaschen mit Korn, Kirsch und anderen Schnäpsen. Die Getränkekarte war überschaubar – Pilsner Bier, helles Lager und verschiedene Schnapsorten dominierten das Angebot.
Mode und Kleidung am Stammtisch
Die Männer, die den typischen 70er-Jahre-Stammtisch besuchten, trugen die Mode ihrer Zeit: Hemden mit auffallend breiten Kragen in gedeckten Farben oder mit Mustern, Pullover aus Wolle, oft auch Westen über den Hemden. Fliegen und Krawatten waren durchaus üblich, besonders bei älteren Stammgästen. Die Frisuren waren typisch für die Epoche – voluminös, wellig oder mit Mittelscheitel.
Der soziale Zweck: Mehr als nur Alkohol
Entgegen einer häufigen Vorstellung war der Frühshoppen nicht primär dem Alkoholkonsum gewidmet. Der Stammtisch war eine Institution sozialer Kontrolle und Vernetzung. Hier wurden Geschäfte abgewickelt, Verträge mündlich vereinbart, und lokale Politik diskutiert. Der Wirt oder die Wirtin kannten jeden Stammgast namentlich und wussten, was er oder sie trinken wollte.
Der Frühshoppen war auch ein Ort der Kontinuität. Manche Männer besuchten ihren Stammtisch jahrzehntelang zur selben Zeit, setzten sich auf den gleichen Stuhl und unterhielten sich mit den gleichen Personen. Diese Vorhersehbarkeit gab dem Leben Struktur und Stabilität – besonders wichtig in einer Epoche, die von wirtschaftlichem Wandel geprägt war.
Rituale und Regeln
Jeder Stammtisch hatte seine eigenen Regeln, die von den Stammgästen und dem Wirt streng überwacht wurden. Der beste Platz am Tisch war der des ältesten oder angesehensten Gastes. Neue Personen mussten sich erst „bewähren", bevor sie vollwertige Mitglieder wurden. Spiele wie Kniffel, Skat oder Doppelkopf waren üblich, und es gab häufig Turniere mit kleinen Einsätzen.
Ein ungeschriebenes Gesetz war auch die Diskretion: Was am Stammtisch besprochen wurde, blieb am Stammtisch. Dies machte den Ort zu einem Vertrauensraum für echte, offene Gespräche.
Die Wirtin oder der Wirt: Zentrale Figur
Der Wirt oder die Wirtin spielte eine zentrale Rolle im Stammtischleben. Sie waren nicht nur Gastronomen, sondern auch Mediatoren, Vertrauenspersonen und Hüter der Tradition. Sie kannten die Geschichte jedes Stammgastes, wussten um persönliche Probleme und erinnerten Geburtstage. Ein guter Wirt schuf die Atmosphäre, die Menschen anzog und hielt.
Das Aussterben einer Tradition
In den 1980er und 1990er Jahren begann die klassische Stammtischkultur zu schwinden. Television, veränderte Arbeitszeiten, moderne Freizeitangebote und ein Wandel in sozialen Normen führten dazu, dass weniger Menschen ihren Frühshoppen hielten. Heute sind echte Stammtische, wie sie in den 70ern existierten, eher selten und bestatten in ländlichen Regionen zu finden.
Ein Stück deutscher Kulturgeschichte
Der Frühshoppen Stammtisch der 1970er Jahre war weit mehr als ein Ort zum Trinken – er war ein Zentrum sozialer Bindung, wirtschaftlicher Netzwerkbildung und lokaler Identität. Er verkörperte den Geist einer Zeit, in der persönliche Beziehungen, Kontinuität und Gemeinschaft zentral für das menschliche Zusammenleben waren.
Heute erinnern sich viele Deutsche nostalgisch an diese Epoche und an die Stammtische ihrer Väter und Großväter. Sie repräsentieren einen wesentlichen Teil der deutschen Kulturgeschichte – eine Tradition, die zwar weitgehend verschwunden ist, aber in den Erinnerungen und in historischen Darstellungen weiterleben wird.
1977 Mädchen Nr. 15 Zeitschrift Magazin | High Quality Scan PDF E-Book | Digital Download Pages: 56 Published: 1977 Language: German Size:
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Schöpflin Haagen Catalog Autumn / Winter 1971 / 1972 PDF E-Book (with watermark)
Catalogue: Schoepflin Haagen Autumn / Winter 1971 / 1972 Pages: 418 Published: 1971 Language: German Size: 723 MB Format: PDF E-Book (digital product)
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Star Wars mit Harrison Ford in den 1970er Jahren ...
"поздравляем вас с праздником весны"
Ansichtskarte / Vintage Postcard / ღიაბარათი
Грузинская ССР. Мцхета. Кинотеатр. საქართველოს სსრ. მცხეთა. კინოთეატრი.
Министерство связи СССР, 1977 Л 138244 29/XI-76МТ Гознака. Зак. 8227. Ц. 5 к.
Фото Г. Костенко
1977
Ansichtskarte
DESSAU – Wilhelm-Pieck-Straße
Köthen: VEB Ansichtskartenverlag Köthen (P 1/72 IV-14-45 06 08 31 124)
1972
"Dazu die Operation am Gaumen ... nie wieder."
Ansichtskarte
Suhl (Thür. Wald) Blick vom Domberg
Reichenbach (Vogtl): VEB BILD UND HEIMAT Reichenbach i.V. (V 11 50 A 1/B 538/71 11/5083)
Foto: Hoffmann, Oelsnitz (Erzgeb.)
1971
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