Klartext
wie der Titel schon sagt, möchte ich jetzt einfach mal über alles reden was mir so in der letzten Zeit, oder besser gesagt die letzten Monate und auch Jahre so auf dem Herzen liegt...
Ich bin jetzt mittlerweile im dritten Jahr von meiner Ausbildung zur Staat. Anerkannten Erzieherin, nächstes Jahr schreibe ich Abschlussprüfungen für mein Fachabitur im Bereich Sozialpädagogik. Es läuft alles recht gut, auch wenn mich vieles an den Rand der Verzweiflung treibt und ich oft mit dem Gedanken spiele, dass alles einfach hinzuwerfen, dennoch weiß ich, dass ich das schaffe so wie etliche vor mir und es ja auch ein Traum seit der fünften Klasse für mich ist diesen Beruf auszuüben.
Zur Zeit bin ich wieder in einem kleinen Tief, was mir nicht grade gut tut. Ich denke sehr oft in letzter Zeit nach und bin ziemlich still und zurückhaltend geworden. Ich denke viel nach über vergangene Zeiten aber auch über meine momentane Lage und Situation. Habe viele neue Leute kennengelernt, wovon wiederum viele wieder gegangen sind nach einigen Tagen/ Wochen/ Monaten. Es hat mir auch gezeigt, dass viele da draußen einfach nur Leute benutzen um an ihr eigenes persönliches Ziel zu kommen. Zudem hat es mir auch gezeigt, dass man sich auf kaum einen mehr verlassen kann, jeder geht irgendwann oder interessiert sich für andere Dinge. Auf keinen bzw. auf wenige ist wirklich Verlass. Es tut mir einfach weh, zu sehen, wie wenig eigentlich hinter mir stehen oder es wirklich gut mit mir meinen. Vielleicht übersehe ich auch einfach manches durch den ganzen Stress der im Moment ansteht, ich weiß es nicht...
In Sachen Liebe hat sich dagegen sehr sehr viel für mich geändert. Wie man es bestimmt seit einigen Monaten sieht habe ich meinen Freund, meinen zugleich besten und wichtigsten Menschen verloren - was mir bis heute noch schwer auf dem Herzen liegt. Ich rede eigentlich nicht gern bzw. kaum darüber aber ich glaube, es sollte in Angriff genommen werden. Er ist auch mit der Grund wieso ich so nachdenklich bin zur Zeit. Bald jährt sich nämlich unser Trennungstag zum zweiten Mal. Unfassbar das dieser Tag schon bald zwei Jahre lang her ist. Zwei Jahre voller Schmerz aber auch zugleich Leiden. Dieser Mensch war und ist bis heute noch immer alles für mich. Er hat mir den Inbegriff von Liebe klar gemacht und gleichzeitig auch bewiesen, dass es diese Art von Liebe immer noch in dieser heutigen Gesellschaft existiert. Dieser Mensch ist einfach sehr besonders für mich gewesen. An manchen Tagen wünsche ich mir schon, dass er noch an meiner Seite ist (vieles wäre dadurch vielleicht besser oder erträglicher), aber leider ist dies nicht mehr so. Ich vermisse ihn schon sehr, ich meine, er war alles für mich und war immer da wenn irgendwas wahr. Ich würde mir wünschen für die Zukunft, dass sich unser Verhältnis vielleicht etwas ändert bzw. verbessert und wir wieder mehr in Kontakt treten oder vielleicht, auch wenn es schwachsinnig klingt, einen zweiten Versuch starten, aber das verlange ich nicht. Er hat es verdient glücklich zu werden und das zu bekommen was er braucht und auch will. Ich wünsche ihm nur das Beste, nach mir...
Ich bin noch sehr weit davon entfernt zu sagen, dass ich darüber hinweg bin, im Gegenteil, es tut oft noch genauso weh wie am ersten Tag und ich werde wohl noch ewig dafür brauchen endlich mit der Situation klar zu kommen, dass ich jetzt allein bin und auch allein durch den Alltag gehe. Aber ich bin überzeugt davon, dass ich es irgendwann, nicht heute oder morgen, schaffen werde und mit Zuversicht in die Zukunft schauen kann.









