Unsere Abenteurer Anni und Christian haben den Kilimandscharo bezwungen. Wow 👏🏻👏🏻👏🏻#hammerleistung #gipfelstürmer #kilimandscharo #abenteuerpur #gehneuewege #westpresserleben #kilimanjaro (hier: Kilimanjaro, Tanzania)

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Unsere Abenteurer Anni und Christian haben den Kilimandscharo bezwungen. Wow 👏🏻👏🏻👏🏻#hammerleistung #gipfelstürmer #kilimandscharo #abenteuerpur #gehneuewege #westpresserleben #kilimanjaro (hier: Kilimanjaro, Tanzania)
Das fucking Wildschwein
Unser nächster Stopp nach Bangkok war der Erawan National Park. Nachdem wir nachmittags (nach einer Busfahrt, die uns glücklich schätzen ließ, lebend am Ziel angekommen zu sein) den Park erreichten und feststellen mussten, dass alle Bungalows bereits besetzt waren, mieteten wir ein schon aufgebautes Zelt und machten uns erstmal auf den Weg etwas Essbares zu finden. Unser Abendessen wurde dann ein nahrhaftes ungetoastetes Käsesandwich, von dem wir sicherheitshalber den Salat und die Tomaten entfernten, (also Wabbeltoast + Schablettenkäse) und eine Portion schnell aus dem Tiefkühler in die Fritteuse geworfene Pommes (was gutes Essen ist, wissen die im Nationalpark). Jedenfalls machten wir uns nach ein paar Runden Ligretto im mittlerweile Dunkeln wieder auf den Weg zum Campingplatz. Uns kamen dann zwei Frauen auf einem Roller entgegen (wo hatten sie den Rest gelassen, auf einen Roller passen doch mindestens 4), die neben uns hielten und uns auf ein Wildschwein aufmerksam machten, das sie kurz vorher (also auf unserem noch folgenden Weg) gesehen hatten. Sie wollten uns nicht allein dort langgehen lassen und hielten ein Auto für uns an, das uns dann sicher zum Zelt brachte. Lachend und unterhaltend fingen wir an, unsere Waschsachen rauszusuchen, bis Jule plötzlich hörte, dass direkt vorm Zelt ein Wildschwein umherlief. Sofort machten wir die Stirnlampen aus und wurden leise. Wir hörten das Schnauben des Wildschweins, das sich in unser offenes Vorzelt begab und nach ein paar Runden, die es ums Zelt gedreht hatte, an eine Seite legte. Recht panisch von dem Gedanken, ein riesiges, möglicherweise aggressives Wildschwein direkt an der Zeltwand liegen zu haben, gingen wir im Kopf alle möglichen Vorgehensweisen durch. Es wurde im Internet nach Verhaltensweisen recherchiert und versucht den Nationalpark telefonisch zu kontaktieren. Dies scheiterte und dass man im Internet nur überall lesen konnte, wie aggressiv und gefährlich die Tiere werden, wenn sie Angst haben, ließ unseren Mut nicht wachsen. Es half auch nicht wirklich, dass das Tier bei jeder Bewegung die Zeltwand zum Rascheln brachte. Natürlich will es Murphys Gesetz, dass man bei so einer Gelegenheit auch noch dringendst auf die Toilette muss. Trotzdem entschieden wir uns erst einmal ein bisschen zu warten und versuchen zu schlafen (auf nebenbei bemerkt so harten Matratzen, dass der Boden wahrscheinlich weicher gewesen wäre). Unsere volle Blase ließ uns nachher etwas mutiger werden und wir machten ein ruhiges Lied an, was wir immer lauter werden ließen. Doch das Wildschwein kratzte es selbst dann nicht, als wir mit zwei Handys auf voller Lautstärke zwei unterschiedliche Lieder spielten (darunter auch Trash Metal). Also entschieden wir uns, um Hilfe zu rufen, da wir nicht so weit entfernt eine Gruppe Leute sitzen und reden hören konnten. Anscheinend ist das Englisch der anwesenden Asiaten jedoch so schlecht gewesen, dass sie unsere (schon gebrüllten) Hilferufen nicht deuten konnten. Als wir das Gefühl hatten, das Wildschwein sei eingeschlafen, entschieden wir uns dazu, vorsichtig aus dem Zelt zu schleichen. Draußen trafen wir dann auf ein paar Thailänder, denen wir per Google Übersetzer unsere Lage schildern konnten und die sich als sehr hilfsbereit und mutig herausstellten. Mit einem Besen scheuchten sie das Wildschwein von unserem Zelt weg und wir konnten uns beruhigt wieder reinlegen. Nach einer knappen halben Stunde platzierte sich das (Zitat: “fucking”) Wildschwein jedoch wieder an unserer Zeltwand und da wir vorher gesehen hatten, dass es nicht allzu aggressiv auf die Thais losging, galt unsere Sorge nun eher der Zeltwand, auf die sich das Wildschwein mehr und mehr rollte. Wie viel Wildschwein hält so ein qualitativ äußerst hochwertiges Nationalparkmietzelt wohl aus? Es ist jedoch nichts passiert und wir konnten nur lachen, als das Wildschwein am nächsten Morgen wieder auftauchte und sich diesmal die andere Zeltseite als Ruheplatz aussuchte.