Ängstliche Hunde
Ängstliche Hunde oder Ängste von Hunden ist ein Thema, was in der heutigen Zeit zunehmend mehr Menschen zu betreffen erscheint. Liegt es an den vielen Tierschutzhunden, die aus der Lebensweise in ihrem Ursprungsland herausgerissen werden und sich nun hier zurechtfinden müssen? Liegt es an unseren Lebensgewohnheiten, die auf Hunde immer häufiger bedrohlich wirken (z. B. Silvester = Feuerwerk ist nicht mehr nur einmal im Jahr …)? Reagieren Hunde auf Grund ihrer genetischen Ausstattung (Zucht) empfindlicher auf Umweltreize? … Oft ist es schwierig herauszufinden warum Ängste bei Hunden ausgelöst werden, weil für uns Menschen doch so vieles selbstverständlich ist.
Daxhun.de bietet kompetente Beratung und Training für die Arbeit mit ängstlichen Hunden in Eiterfeld, Hünfeld, Fulda, Bad Hersfeld, Rhön und Thüringen.
Einordnung von Verhalten in Angst / Ängstlichkeit / Unsicherheit: Angst … ist ein Gefühl (der Bedrohung) und lebensnotwenig um den Körper auf eine sinnvolle Reaktion vorzubereiten. Es wird eine Stressreaktion ausgelöst. Dabei laufen zwei unterschiedliche Verarbeitungswege im Gehirn ab: als Erstes startet ein sehr schneller Verarbeitungsweg ohne bewusste Bewertung des Reizes. Es erfolgt nur eine schnelle Einordnung in gefährlich oder ungefährlich (über die Amygdala), was eine schnelle Reaktion ermöglicht – aber auch häufiger mal einen Fehlalarm. Zeitlich etwas verzögert bzw. langsamer wird der angstlösende Reiz bewusst nach seiner Gefährlichkeit eingestuft (über den Cortex), was überlegtes Verhalten ermöglicht. Ängstlichkeit … ist eine Charakter- bzw. Persönlichkeitseigenschaft. Ängstliche Hunde fühlen eher/häufiger intensive Angst. Unsicherheit … ist eine Abstufung. Die Abgrenzung ist schwer, da wir in den Hund nicht „Hineinsehen“ oder ihn befragen können. Ein klarer Unterschied zwischen Ängstlichkeit: - Schaut oft zur Angstquelle hin - Körper angespannt - Ohren können alles Mögliche machen von vorne bis zurück und Demut (= submissiv): - Blick abgewandt - Körper weich - Ohren zur Seite abgespreizt oder eng an Kopf angelegt Beachte: Es gibt Hunde, die das Ausdrucksverhalten als Strategie nutzen um etwas Unangenehmen, z. B. einer Bestrafung zu entkommen …
Bei Daxhun.de erfahren Sie neben der praktischen Arbeit die theoretischen Grundkenntnisse über die Arbeit mit ängstlichen Hunden.
Wie äußert sich Angst bei Hunden? Unterscheidung Körpersprache – Körpersymptome – Verhalten Körpersprache: • Körperhaltung geduckt, hockend, auf den Rücken gerollt • Kopf gesenkt, angezogen oder nach hinten gestreckt • Gesicht angespannt, Mundwinkel lang nach hinten gezogen, bei starker Angst Nasenrückenrunzeln, Zähneblecken • Ohren nicht eindeutig: abgespreizt, eng angelegt oder auch nach vorne gerichtet • Blick: weite Pupillen; nicht eindeutig: Blick abgewandt oder auch auf den angstauslösenden Reiz gerichtet • Schwanz eingezogen (wohl der deutlichste Hinweis) Körpersymptome: • Unruhe, starkes Verlangen wegzulaufen oder sich zu verstecken • Muskelspannung, Zittern • Koten, Urinieren • Schweißpfoten, gespreizte Zehen • Winseln, Fiepen, Bellen, Schreien • Beschleunigter Puls, beschleunigte Atmung, Herzklopfen • Haaren, Schuppenbildung • Verweigerung der Nahrungsaufnahme • Gereiztheit und Angriffslust • Schwindel/Ohnmacht Verhalten: • Stressreaktion (zwei zeitlich unterschiedliche Reaktionen) • Unbewusst: 1. Einordnung des Reizes in gefährlich oder ungefährlich (über die Amygdala) verursacht schnelle Reaktion – häufig aber auch einen „Fehlalarm“ • Bewusst: zeitlich verzögert wird der auslösende Reiz nach seiner Gefährlichkeit eingestuft (über den Cortex) • Fight (Kamp) • Flight (Flucht) • Freeze (Erstarren) • Flirt (Beschwichtigen) Flight und Freeze sind die Hauptstrategien, wenn man den Hunden Raum lässt (zu gehen) -> kommt eher bei ängstlichen Hunden vor Fight, also Angriff/Kampf erfolgt in der Regel nur, wenn sie keinen Ausweg haben (Angstbeißen) und Flirt (Unterschied Demut = Kommunikation) -> kommt eher bei unsicheren Hunden vor
Wie Ängste entstehen können und was auf Ihren Hund zutrifft lernen sie bei Daxhun.de in Eiterfeld, Hünfeld, Fulda, Bad Hersfeld, Rhön und Thüringen.
Welche Rolle spielt die Lerntheorie bei der Entstehung von Ängsten? Angst entsteht durch: • Klassische Konditionierung • Sensitivierung • Operante Konditionierung • Lernen im Kontext („ortsverknüpftes Lernen“) • Negative Belohnung (=Flucht -> darf nicht zustande kommen) • Positive Bestärkung (Bedauern, Mitleid, man gibt dem Verhalten recht und verstärkt es dadurch) • Lernen durch Observation • Generalisierung (z.B. auch ähnliche Geräusche lösen Angst aus) Welche Faktoren spielen sonst noch eine Rolle bei der Entstehung von Ängsten? • Genetik (z. B. sensibles Gehör und Geräuschangst bei Hütehunden) • Ontogenese, Sozialisation, Habituation • Haltungsbedingungen • Mensch-Hund-Beziehung • Alter -> Entstehung von Ängsten in bestimmten Altersphasen, z. B. Pubertät, 3-4 Jahre („Mid-Life-Crisis“), 8-10 Jahre (Alt werden); in diesen Phasen findet eine Hormonumstellung im Körper statt Die Hundeschule Hundeschule Bad Hersfeld Daxhun.de empfiehlt Einzeltraining für ängstliche Hunde und ihre Halter für das Einzugsgebiet Eiterfeld – Hünfeld - Fulda – Bad Hersfeld – Geisa - Rhön und den Orten des Hessischen Kegelspiels an.










