Triebsal, des Menschen Heil, oder doch sein Untergang? Oder Die Logik der Unlogik.
Man denkt, man got it all figured out. Man fühlt sich gut und ist froh zu glauben, dass man weiß was man braucht, will oder wo es für einen selbst langgehen soll. Logisch und durchdacht, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen und Selbstreflexion. Dann passieren Dinge oder Menschen, man könnte es auch Leben nennen, deren oder dessen Anziehungskraft dich gegen die eigene Logik antreibt. Wie die Motte die weiß, dass ihr das Licht wehtun kann und die trotzdem nicht davon ablässt. Immer wieder fliegen wir, mal mehr, mal weniger bewusst dem Licht entgegen und entscheiden uns dabei oft sogar bewusst, gegen die eigene Erfahrung und Logik.
Man gerät sozusagen in Triebsal.
Der eigene Antrieb führt einen in die Trübseeligkeit. Und das alles, weil die Anziehung stärker ist, als die eigene Logik. Was auch wieder zu meinem Blogeintrag Pflichtbewusstsein vs Selbstverantwortung passt.
Manchmal sogar mit selbstzerstörerischen Tendenzen.
Ich glaube vielen von uns, ich nenne sie mal “Lebemenschen”, geht das so bzw. sollte uns diese Verhaltensweise äußerst bekannt vorkommen.
Nun stellt sich mir die Frage ob man in diesen Situationen froh sein soll, dass man diesen irrationalen Trieben oder Antriebskräften nachgibt, also dem Gefühl folgt, oder ob dies einfach nur zeigt wie sehr wir doch alle Sklaven in unserer eigens errichteten Folterkammer sind!?
Sind wir nun eigentlich alle von Haus aus kleine bis große Masochisten?
Die Entscheidung was man tut, und was nicht, liegt schlussendlich ja bei jedem selbst. Auch wenn man sich seine Entscheidungen ja oftmals umdeuten kann. Ich nenne das mal reaktive Logik oder auch einfach “schöngerede”. Ich muss ja so reagieren, oder das machen, weil… “fremder, nicht selbst beeinflussbarer Grund den es nicht gibt. Den man sich aber zur Selbstverarschung vorhält”…
Selbstverantwortung ist im Grunde aber eigentlich die einzige Verantworrung die wir in Wirklichkeit tragen sollten!
Die Entscheidungen die wir treffen, sind im Endeffekt von einem selbst getroffen worden.
Ich frage mich nun:
Ist es das, was das Leben, oder besser ein intensives Leben eigentlich ausmacht, oder das, was es einfach nur erschwert, oder teilweise sogar unerträglich macht? Die eigene Inkonsequenz mitanzusehen…
Diese Logik, der Unlogik lässt sich dabei aus meiner Sicht auf vielleicht sogar alle Bereiche unseres Lebens übertragen. Arbeit, Freundschaft, Liebe,…
Wichtig dabei ist für mich schon mal, dass man seine Entscheidungen bewusst fällt.
Ja, das Licht kann mich verbrennen, doch ist dies, für mich zumindest, erstrebenswerter als ein “logisches”, geplantes Leben in Dunkelheit.