Ich weiß auch nicht so ganz was momentan los ist. Es war alles so perfekt an diesem einen Tag, du hast gesagt du möchtest eine Beziehung versuchen, da ja schließlich von beiden Seiten Gefühle da wären. Ich hab mich gefreut, hatte aber gleichzeitig das Gefühl ich hätte dich zu der Aussage gedrängt. Und wenn ich ganz ehrlich bin hatte ich davor auch schon mit dem "uns" abgeschlossen. Naja nun waren wir aber an dem Punkt, hatten einen schönen restlichen Tag. In den nächsten 3 Wochen haben wir uns nicht gesehen. War die längste Zeit ohne ein Treffen seit wir uns kennen. Als ich letzten Samstag zu dir fahren wollte hatte ich eine kleine Panikattacke. Ich bin danach aber doch noch zu dir gefahren. Und hab dir irgendwann eine kleine Szene gemacht und geweint und wollte dir auch nicht sagen was los ist. Erstens weil ich es nicht gewohnt bin dass jemand wissen möchte was mit mir los ist und zweitens weil ich mit meiner Angst und den Gefühlen und Gedanken in mir in dem Moment nicht fertig wurde weil es mir zuvor richtig gut ging und mir nicht klar war dass diese Dinge in mir sind. Auch jetzt, 6 Tage später weiß ich nicht was los ist. Mir fällt es schwer dir mein Vertrauen zu schenken, weil ich das Gefühl habe du vertraust mir nicht. Du zeigst keine Gefühle, bist distanziert und erzählst kaum etwas und wenn nur Wochen später... Und das verunsichert mich so. Wie soll ich deinen Worten glauben, dir mein Vertrauen schenken wenn ich das Gefühl habe du möchtest das umgekehrt nicht auch. Sind wir mal ehrlich: Ich weiß kaum etwas über dich. Und du möchtest das nicht wirklich ändern. Und so doof wie mein Inneres dann nun mal ist distanziere ich mich emotional von dir, möchte nichts mehr preisgeben, mich nicht verletzlich machen. Möchte am liebsten aus deiner Wohnung rennen vor lauter innerem Kampf... Und genau deshalb kommt es fast immer auch wirklich dazu. 2 Mal schon wollte ich fluchtartig gehen. Klar merkst du mir meine Unentspanntheit an. Und ja ich verstehe auch wenn du dich darüber beschwerst und mir sagst ich solle mal locker werden. Danke für den Tipp aber ich weiß nicht wie ich mich dir gegenüber verhalten soll. Du bist mal so mal so drauf. Mal suchst du meine Nähe und erzählst mir wenigstens ein bisschen was, mal fühl ich mich als wäre ein Treffen mit mir eine Art Pflichtprogramm dass man halt erledigen muss. Ich weiß nicht mit dir umzugehen. Ich wüsste es aber gerne. Denn nun ja ich war mal gerne bei dir... Die Zeit mit dir war heilend, positiv, entspannt. Ich war glücklich. Ich weiß auch dass ich schuld bin dass es jetzt so ist wie es eben nun mal ist. Aber was soll ich tun? Ich bekomme das nicht alleine hin. Und wenn mich heute jemand fragt "Bist du Single oder in festen Händen?" habe ich keine richtige Antwort darauf. Ich bin nicht Single, aber in festen Händen gehalten werde ich auch nicht. Im Gegenteil. Ich bin mir bewusst dass du jederzeit aufstehen und gehen könntest ohne zu große Teile deiner Selbst vor mir offenbart zu haben die du zurücklässt. Und ich frage mich immer wieder ob es an mir liegt. Und ob diese Situation wirklich so ist wie ich sie wahrnehme, mein Verstand mich anlügt oder ich einfach zu hohe Erwartungen bzw. ja eher Wünsche habe. Und ich finde einfach keine Antwort auf all diese Fragen. Ich verliere bloß Schlaf und die Fähigkeit und Kraft dir zu vertrauen und gegen mich selbst und meine üblichen Muster zu kämpfen.
22.06.18 - Gedanken.













