Fritz August Breuhaus de Groot entwarf das 1958-59 errichtete "Haus Fiek" in der Amselstraße 22/24, zwei Jahre vor seinem Tod. Bauherr war der Textilkaufmann und Inhaber eines Berliner Modehauses Walter Fiek. Das großzügige Einfamilienhaus im Bungalowstil mit Swimmingpool liegt auf einem über 4.000 Quadratmeter großen Grundstück in einer gepflegten Gartenanlage und ist durch dichte Bepflanzung von der Straße her kaum einsehbar. Spezifisch für die Architektur ist die Verflechtung von Formen der 1930er Jahre mit solchen der 1950er Jahre. Der hakenförmige, in verschiedene Richtungen ausgreifende Baukörper besteht im Wesentlichen aus drei unterschiedlich großen, parallel zur Straße gesetzten Bauteilen, die durch einen quer gestellten Trakt miteinander verbunden sind und zum Teil einen nach Süden hin offenen Gartenhof mit Springbrunnen rahmen. Charakteristisch für Breuhaus sind wiederum die Abgeschlossenheit zur Straße, der zurückliegende Eingang an der Seitenfront und die Orientierung der sich zum Garten hin öffnenden Wohnräume nach Süden. Weitere Gestaltungselemente, die das Haus mit Breuhaus` Dahlemer Einfamilienhäusern der 1930er Jahre verbinden, sind das flach geneigte, kaum überstehende Dach, der außen hoch geführte Kamin, der überdachte Freisitz, die Behandlung des Mauerwerks sowie die knappen Werksteineinfassungen von Fenstern und Türen. Die Konzeption als eingeschossiger, weit ausgreifender Baukörper mit gerundeten, schrägen und gekrümmten Formen und die Durchbildung im Detail weisen das Haus hingegen als einen Exponenten der 1950er Jahre aus. Hinsichtlich Konzeption und Gestaltung gehört das extravagante Wohnhaus Fiek zu den wenigen Beispielen anspruchsvoller Privatarchitektur im dekorativen Stil der 1950er Jahre in Berlin.