Ich warte aufs Wochenende.... . 🌸
Can't wait for the weekend.... . 🌸

seen from France
seen from United States
seen from China
seen from United States
seen from United States

seen from Malaysia
seen from United States
seen from China

seen from Malaysia
seen from United States
seen from United States
seen from China

seen from Canada

seen from United States
seen from France

seen from Italy
seen from United Kingdom

seen from United States
seen from Russia
seen from United States
Ich warte aufs Wochenende.... . 🌸
Can't wait for the weekend.... . 🌸
Zwei Frauen. Zwei Energien. Zwei völlig verschiedene Arten, im Leben zu stehen. Claire und Élodie sind in „Fluchtpunkt Provence“ weit mehr als Nebenfiguren. Sie sind Kräfte. Claire steht für Ruhe, Klarheit, Tiefe. Élodie für Direktheit, Körperlichkeit, Reibung. Zwischen beiden entfaltet sich eine Spannung, die den Roman auf besondere Weise trägt. Nicht laut. Nicht melodramatisch. Sondern fein, intensiv und lange nachhallend. Gerade solche Figuren machen Literatur lebendig: wenn Menschen nicht nur beschrieben werden, sondern eine eigene Schwerkraft entwickeln. Welche Art von Figuren bleibt dir in Romanen länger im Gedächtnis — die stillen oder die wilden?
Fluchtpunkt Provence: Roman einer Demontage | Anselmi, Chiara | ISBN: 9798242407671 | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Ve
Ein schon etwas älteres Buch aus 2009, das erst vor Kurzem - aber wegen seiner inhaltlichen Bedeutung - ins Deutsche übersetzt wurde: Die Vegetarierin.
Dieses einzigartige Buch handelt von einer zu Beginn ganz gewöhnlichen Ehefrau aus Südkorea, die eines Tages beschließt, Vegetarierin zu werden. Dieser Entschluss irgendwann sogar auf sämtliche tierische Produkte zu verzichten, wird insbesondere von ihrem dominanten Ehemann, aber auch von ihren Familienmitgliedern nicht akzeptiert. Sogar Gewalt seitens Vater und Ehemann wird eingesetzt, um sie zum Fleischkonsum zu bringen. Die Verwandlung der Protagonistin nimmt immer extremere Formen an und sie entwickelt den immer stärkeren Wunsch, zu einer Pflanze zu werden. Die Träume und schizophrene Vorstellungen bewegen sie dazu, irgendwann sämtliches Essen zu verweigern.
Das Buch greift unglaubliche bedeutende Themen auf: starke Rollenbilder, patriarchale Systeme, die immer noch - wie zB in Südkorea - sehr präsent sind, die Vorstellung eines Körpers, gesellschaftliche Erwartungshaltungen, Sexualität und Mut zu Veränderung. Allein aus diesem Grund würde ich dem Buch auch eine 8/10 geben.
Der Schreibstil ist gut verständlich. Man kann dem Buch trotz seiner Komplexität und seinem oft verstörenden und phantasievollen Inhalt trotzdem gut folgen. Die Stimmung im Buch ist meist düster und schwer.
Das Buch gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die sich aber mitunter meines Erachtens etwas langgezogen anfühlen - insbesondere Abschnitt 2 (Schwager) und Abschnitt 3 (Psychiatrie).
Besonders gut gefallen hat mir - natürlich neben dieser besonderen Vorstellung, sich in eine reine und unschuldige Pflanze zu verwandeln - wie auch die Schwester anfängt, durch die Veränderung der Protagonistin ihre Lebensentscheidungen zu hinterfragen. Auch die Beschreibungen der Träume und Gedanken der Protagonistin haben ihre Sicht und ihre neue Welt sehr gut rübergebracht; wenn es auch zum Teil etwas verstörend sein kann.
Jedenfalls schon allein wegen den aufgegriffenen Themen und der Einzigartigkeit der Geschichte eine Leseempfehlung; auch wenn zum Teil etwas monoton und langgezogen.
Nur noch ein einziges Mal - Colleen Hoover
Vorstellungsbeitrag/Introduction
Foto: © Marco Ansing (German text below the cut "Keep reading") 🇬🇧 🇺🇸 Hey there, Tumblr. 😊 I am queer 🏳️🌈, have a chronic mental illness and a disability. I work as an author and editor (in German), have been a pagan polytheist for several years and live in Hamburg. I am a vegan.🌿 Several activist topics are close to my heart (e.g. climate/environmental protection, social justice) but I only have a few spoons due to my illness or neurodivergence.
I am a pagan and a Goth. I also like Solarpunk. Portraits, also fanart: https://www.deviantart.com/amalias-dream/gallery/84891131/portraits-of-all-kinds-portraits-aller-art
Fanfiction Sometimes, I write fanfiction on AO3: https://archiveofourown.org/users/AmaliaZeichnerin/works
Some of my hyperfixations in 2025 and 2026: the actor Dan Stevens, "Murderbot" (the TV show and the books by Martha Wells), Guillermo del Toro's "Frankenstein", "Heated Rivalry", "The Night Manager", the TV series "Interview with the Vampire"
Sie hat natürlich sofort bemerkt, dass etwas nicht stimmt, doch sie hat nur versucht, mich abzulenken, anstatt weiter nachzuhaken.
Das ist einer der Gründe, weshalb sie meine beste Freundin ist. Wenn ich wollte, könnte ich mit ihr über all die Dinge reden, die sich in Dauerschleife in meinem Kopf abspielen, aber ich muss es nicht. Inzwischen sind wir so lange befreundet, dass wir ein eingespieltes Team sind. Wir kennen unsere Grenzen und wahren sie. Und auch wenn wir sie manchmal etwas ausdehnen, überschreiten wir sie nicht.
Ich bezweifle, dass ich so eine Freundschaft jemals wieder mit irgendjemand andcrem aufbauen könnte. Sie sagt immer genau das Richtige und schweigt, wenn es nichts zu sagen gibt. Wenn es so etwas wie Seelenschwestern gibt, dann ist sie auf jeden Fall meine.
For that Moment - Emilia Glass
@lu-zifera
Warum ich lese – Zwischen Fantasie und Literaturwissenschaft
Und warum wir alle mehr Magie vertragen könnten
Seit ich denken kann, gehören Bücher zu meinem Alltag. Ob Pixie-Büchlein beim Vorlesen im Wartezimmer beim Kinderarzt, die erste Selbstlektüre von Knisters Hexe Lilli-Bänden, die jugendliche Faszination an der Harry Potter-Heptalogie oder die Freude an Tolkiens sprach- und fantasiegewaltigen Werken Der Kleine Hobbit und Der Herr der Ringe: Bücher und ihre Geschichten begleiten mich seit meiner Kindheit. Auffällig bei meinen Beispielen ist: Sie alle erzählen Geschichten voller Fantasie. Welten nicht von dieser Welt, voller Magie und Zauberei, Wesen, die es gar nicht gibt, Helden und Heldinnen, die außergewöhnliche Dinge tun und über sich hinauswachsen.
Die Buchbindung
Die Faszination am Anderen – an der eigenen Vorstellungskraft – war, was mich an Büchern fesselte und noch heute bindet: Dinge zu erleben, zu durchleben, Figuren kennenzulernen, die anders sind als ich selbst und als alle um mich herum, durch Welten zu streifen, die meiner nicht gleichen. Und dennoch ist da immer diese Möglichkeit, sich selbst und alles um einen herum im Unbekannten wiederzuerkennen: im Werk, in der Figur, in der Handlung. Zu erkennen, was uns menschlich macht, was mich zu der Person macht, die ich war, bin und sein werde.
Die Kraft, die von Büchern und ihren Geschichten ausgeht, ist so groß, dass sie süchtig macht. Denn: ich werde wahrscheinlich nie wirklich damit aufhören zu lesen oder damit, Worte mit meiner Vorstellungskraft in meinem Kopf zum Leben zu erwecken.
Von meiner ganz persönlichen Buchinfluencerin – und von weißen Stoffhandschuhen
Es klingt fast schon wie ein Klischee, aber es stimmt: Als ich klein war, hatte meine Tante einen Buchladen. Zu jeder Gelegenheit, zu jedem Geburtstag, Weihnachten oder anderen Festtagen bekam ich Bücher geschenkt. Und ich liebte es.
An einen Tag in ihrem Buchladen erinnere ich mich gern: Aus dem Hinterstübchen holte sie ein riesiges Stoffpaket hervor und legte es behutsam auf der Kassentheke ab. Sie zog sich weiße Stoffhandschuhe an, nahm den schützenden Stoff beiseite und legte ein großes, in Leder eingebundenes Buch frei – ob es rotes oder dunkelgrünes Leder war, verschwimmt in meiner Erinnerung. In goldenen Lettern war darauf eingeprägt: “Der Herr der Ringe”. Ich hatte Tolkiens Trilogie damals noch nicht gelesen, verstand aber, dass es wohl eine sehr alte und teure Ausgabe war, und die Behutsamkeit, mit der sie das Werk behandelte, faszinierte mich.
Erst Jahre später, als mein Bruder mir seine Ausgaben vom Hobbit und der Geschichte vom Ringträger zu lesen gab, merkte ich, dass auch Tolkiens Erzählungen etwas Besonderes waren. Sein Umgang mit Sprache und seine fantasievollen Schöpfungen beeindruckten mich – noch mehr als die alte Lederausgabe meiner Tante.
Die Aufmachung, die äußere Buchbindung, ist nur ein Teil der Leseerfahrung. Was sich im Inneren abspielt, die Wörter und Sätze, noch mehr aber zwischen den Zeilen und hinter den Worten, resoniert auch mit unserer inneren Welt, mit den Gedanken und der Seele.
Fantasie trifft auf Wissenschaft: Layers of Literature
Manche sagen vielleicht, es sind nur Geschichten, nur fiktionale Gebilde, die alles bedeuten können. Das mag sein. Und doch sind es die Möglichkeiten, die Literatur bietet, die mich faszinieren. Worte müssen nicht immer mehr bedeuten als ihre eigene Etymologie erlaubt. Und doch ist die Leseerfahrung für jede und jeden eine andere. Und auch für jedes Buch und jede Geschichte gibt es unterschiedliche Lesarten und Perspektiven, die es einem ermöglichen, verschiedene Ebenen zu entdecken – und somit vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.
Und hier kommt die Literaturwissenschaft mit ihren unzähligen Theorien ins Spiel. Die mannigfaltigen Ansätze machen es möglich, Literatur auf unterschiedliche Weise lesbar und erlebbar zu machen. Literaturwissenschaft kann Geschichten ganz unemotional behandeln. Während meines literaturwissenschaftlichen Studiums betrachtete ich Texte auf rationale Weise und durchleuchtete sie: Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden analysierte ich jegliche Art von Schriftstücken und interpretierte die Werke mit verschiedensten Ansätzen.
Und doch suchte ich mir immer Themen, die in mir selbst Anklang fanden: Was macht uns menschlich? Welche Figuren symbolisieren die Ängste der Menschen und wie? Welche Gegenüberstellungen und Figurenkonstellationen charakterisieren bestimmte Personen auf welche Weise? Wo im Text schaffen Worte Räume zwischen den Zeilen und verknüpfen meine Welt mit der der Handlung?
Wie die Faust aufs Auge: Was die Welt im Innern zusammenhält
Innehalten, analysieren, interpretieren. Achtsamkeit, Details, Feinheiten. Den Blick vom bloßen großen Ganzen auf das Kleine lenken, auf Puzzleteile, die jedes für sich eine Berechtigung haben und Teil des Ganzen sind, für etwas stehen – pars pro toto. Und gleichzeitig nicht die kleinste Einheit betrachten: nicht Wörter, sondern Worte sehen. Den Raum dahinter. Zusammenhänge und Bedeutungen. Konstellationen. Den Kontext.
Wie Goethes Faust und doch ganz anders: Die Literatur, Bücher, Texte und Worte bieten so viel, das uns vielleicht näher zu uns selbst bringt, zueinander; das uns ahnen lässt, was unsere Welt ausmacht - vielleicht sogar Magie.
Faust sagt, lasst uns “nicht mehr in Worten kramen”. Ich sage: Lasst uns genau das tun.
Auszug aus Goethes Faust:
Drum hab’ ich mich der Magie ergeben,
Ob mir durch Geistes Kraft und Mund
Nicht manch Geheimniß würde kund;
Daß ich nicht mehr mit sauerm Schweiß,
Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;
Daß ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält,
Schau’ alle Wirkenskraft und Samen,
Und thu’ nicht mehr in Worten kramen.
(Johann Wolfgang von Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil. Tübingen: Cotta. 1808, Seite 34. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Faust_I_(Goethe)_034.jpg&oldid=- (Version vom 17.8.2016))
"Aber in Wahrheit spielen Kategorien wie zu schnell oder zu langsam nur eine Rolle, wenn man weiß, wo man steht und wohin man will."
~ Die Haushälterin By Joy Fielding