Heiligabend endet bei mir in der Kirche. In der Kirche und mit dem Chor. Zum Tagesende und Ausklang kommt die Christmette um 11 Uhr abends. Mit Mini-Besetzung und einigen Dutzend Besuchern, die zum Teil nur wegen den Liedern kommen.
Noch vor dem Einsingen gibt es ein Grüßen und Umarmen von zwei Dutzend Sängern, schließlich ist heute ein Festtag. Gesungen werden Weihnachtslieder, bei den bekannten stimmen die Menschen kräftig mit ein, bei unbekannten lauschen sie ehr andächtig. Unter diesen Klassikern und Klassikern sind stets “Oh du fröhliche” und “Kommet ihr Hirten”
Unser Highlight ist das “Transeamus (usque Bethlehem)”. Eigentlich eine persönliche Widmung an die mittlerweile leider verstorbene Rezitatorin unserer Adventskonzerte, passt das in Latein gehaltene Werk wunderbar zur Weihnachtsgeschichte. Das Solo unseres Chorleiters und die Passagen, die der Bass alleine sind mag ich besonders. Sie vermitteln etwas Großes: Etwas wunderbares und großartiges ist geschehen...
Und nachher stehen wir immer bei einem Gläschen Calvados zusammen und plaudern bis tief in die Nacht über unser Weihnachtsfest