LOL ChromeOS, Chrome 100
Es ist das 100'ste Software Release welches wir nun von Chrome erleben und Google informiert nun auch ganz offiziell dazu. Jetzt wird aber einiges klar! Ist das so clever was Google da gemacht hat?
Google feiert es ein wenig. Das Update auf die Version 100. Es betrifft auch den Browser aber es geht vor allem um Chromebooks und damit um chromeOS 100. Das Google mit diesen Computersystemen ganz nach vorne gekommen ist mag ja nicht neu sein. Doch jetzt feiert man bei Google auch ganz offen die Nummero Uno im Bildungsbereich zu sein. Zumindest trifft das für die USA bzw. Nordamerika zu und das ist eigentlich auch nichts Neues. Da lautet die Botschaft nun 50 Millionen Schüler und Lehrer nutzen Chromebooks weltweit.
Für uns in Deutschland trifft es nicht zu. Hier hat Google nicht diese Durchdringung erreicht. Bei uns wird der Bildungsbereich wohl eher noch durch Apple Geräte dominiert. Das hat zum einen Gründe im Bezug auf Apples Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich und die Tatsache das Apple hier immernoch vielen Schülern das kleine Klitzern in die Augen treibt. Da geht es wohl mehr um hip statt top.
Zudem wissen sicher viele Bildungseinrichtung nichts über Googles LTS Service. Den Long Term Support (LTS). Das ist keine Garantieerweiterung, sondern entschärft etwas die Angst um Googles unkontrollierbar erscheindene Adhoc Updates. Infos dazu findet man auf der Google LTS Seite für Enterprise und Education Organisationen. Neu ist nun auch der Umgang von Chromebooks mit Android Apps. Googles ARCVM Website informiert nun auch darüber. Kaum bemerkt hat Google die Andoid App Architektur geändert und durch eine VM-Appliance dürfte das ganze nun sicherer sein als bisher. Zudem merkt sich das System App Berechtigungen nun nur noch befristet und löscht Berechtigungen automatisch wenn Apps eine gewisse Zeit nicht genutzt wurden. Das mag sicher eine wichtige Verbesserung sein.
Mit Chrome 100 ist nun auch die Entwicklerumgebung auf der Basis von Linux Debian 11 Bullseye im Stabilen Kanal angekommen. Jetzt erschließt sich uns auch warum wir nun einige Linux Apps nicht mehr nutzen können. Diese passen nicht mehr zu Googles neuer Arichtektur im Bezug auf eine verbesserte Sicherheit. Google selbst hat da wohl nur die Entwicklung von PWA und Websites und eigenen anderen Produkten im Kopf. Im Bildungsbereich bringt das aber nun wohl sicher einige große Probleme mitsich. Einige Software spackt nun mit XServer Fehlermeldungen, weil die Interaktion aus dem Container abgeschnitten ist.
Es betrifft die Thematik von MDS-Angriffe von nicht vertrauenswürdigen Chrome-Prozessen und das was Google da Kern-Geschwister-Isolation nennt. Auch dazu gab es nun einen Verweis auf ein offizielles Dokument. Das ist zwar grundsätzlich ein guter Ansatz, doch nicht gut gelöst und dürfte dazu fürhen das Chromebooks für viele Entwickler Themen nun völlig uninteressant geworden sind. Bedeutet also dahingehend nun man müsste umsetigen auf andere Computersysteme um bspw. Microcontroller zu programmieren, entweder den Griff zum Raspberry Pi 4, welchen man dann vom Chromebook aus wenigstens noch über VNC erreicht und dessen Verzeichnisse im Chromebook Dateimanager einbinden kann. Oder einen virtuellen Google Server, der dann aber keine lokalen Schnittstellen mehr bedienen kann.
Alles in allem unglücklich, wie so oft. An dieser Stelle muss Google ganz sicher nachbessern oder wird hier Nutzer verlieren, die darauf nicht verzichten wollen. Alternativ wäre ja ein Produkt denkbar beid em Google einen Cloudcomputer bereitstellen könnte, welcher aber dann auch über einen integrierten USB Virtualisierung Dienst verfügen muss. Dann freilich könnte man umfassende Entwicklerarbeiten einfach in die Cloud verlagen und wenigsten diese Dinge online erledigen. Fraglich ob Google daran schon gedacht hat, denn aktuell gibt es seitesn Googles Support dazu nur viele Sprechblasen mit nochmehr Fragezeichen darin.
Wer bspw. nun Probleme mit der Thonny IDE hat, kann zwar auf andere Lösungen zugreifen wie GitHubs Atom IDE oder MS Visual Studio Code. Diese laufen witerhin recht stabil in der neuen Umgebung, bieten aber keinen Zugriff auf einen angeschlossenen Microcontroller über ein Chromebook, wie bspw. einen Raspberry Pi Pico. Das macht die Passthrough Bemühungen der Google ENtwickler aus der Vergangenheit zur Nichte. Ganz wichtige Themen gerade im Bildungsbereich bei denen wir aktuell weder einen Workaround noch eine Perspektive kennen.
Jedenfalls reiht sich Google nun ein in die Startegie - neue Lösungen, neue Probleme!












