@daemonoria,Ā continuedĀ fromĀ hereĀ !
ā Hmm. ā Das GerƤusch, das aus Sayuris Kehle ertƶnte, sprach nicht gerade von VerstƤndnis ā vielmehr zeichnete sich eine Mischung aus milder Belustigung und einer Art neugieriger Verwunderung auf ihrem Gesicht ab. Ā
Für sie erschien nichts ferner, als diese Szene mit Anwiderung zu betrachten ā nein, für Sayuri zeichnete sich vielmehr ein hübsch angerichtetes Festmahl direkt vor ihren Augen ab, einladend und unwiderstehlich. Die Geflogenheiten der Menschen sind der Ghula schon seit jeher suspekt gewesen, ein absurdes, kompliziertes Geflecht aus Regeln und Tabus, aber auch die Vorlieben der befreundeten DƤmonin schienen ihr ein RƤtsel zu sein. Sie verstand einfach nicht, wie man sich bei einem so exquisiten Mahl so unwohl fühlen konnte.Ā
Glücklicherweise war Sayuri ohnehin niemand, der gerne teilte ā ihr Egoismus kannte nur in ƤuĆerst seltenen FƤllen Grenzen, und die Nahrungsaufnahme war ganz gewiss keiner davon. Entsprechend leicht fiel es ihr daher, Accalias Ablehnung auf die leichte Schulter zu nehmen und mit einem subtilen Schulterzucken abzutun.Ā
ā Soll mir Recht sein ā, verkündete sie in flapsiger Manier, wƤhrend bereits ein zufriedenes Grinsen an ihren vollen Lippen zupfte. Ihre Augen blitzten spƶttisch. ā Mehr für mich. ā
Dennoch ā das offensichtliche Unwohlsein ihrer Freundin amüsierte sie zu sehr, als dass sie sich voll und ganz auf ihr gemeinsames Opfer konzentrieren konnte. Ja, man hƤtte es beinahe als Akt reiner Selbstlosigkeit und Zuneigung deuten kƶnnen, dass Sayuri es sich verkniff, Accalia nicht glatt ein Stück Milz oder Niere unter die Nase zu halten und sie mit gespielter Unschuld zu fragen, ob sie nicht doch probieren wolle. Um ein Lachen und einen süffisanten Kommentar kam ihre Freundin aber dennoch nicht umhin.Ā
ā Aww. Machst du dir wirklich Sorgen um deinen FuĆboden, oder versuchst du nur abzulenken? ā, fragte sie mit süĆlichem Unterton. Ā