Ein Thema was mich täglich begleitet. Ja, ich bin Naiv. Und ja, ich bin es gerne.
Naivität wird von der Gesellschaft oft als negative Eigenschaft bewertet. Doch wenn Naivität einmal genauer betrachtet wird, erkenne ich dabei viel mehr als Leichtgläubigkeit oder bewusste Unwissenheit.
Betrachte man nur mal die Unterschiede zwischen positiv und negativ. Was überaus positiv ist, wird als naiv bezeichnet jedoch negatives nicht. Wo liegt hier der Sinn?
Meiner Meinung nach lässt sich dies damit erklären, dass die Mehrheit der Gesellschaft negatives viel mehr als möglich erachtet, als das positive. Denn wir müssen schon eingestehen, in den Nachrichten sind es die Unglücke, welche als Beiträge gezeigt werden und sehr selten, gute, positive und schöne Ereignisse.
Ich meine, ist es nicht schön wenn man an das Gute glauben kann? Es gibt zu genüge schlechtes auf der Welt. Ich will nicht voreingenommen sein und alles pessimistisch sehen. Das schöne an der Naivität ist doch, dass alles aus einem Wertungslosen und unvoreingenommenen Blick gesehen werden kann. Wer Vorurteile gegenüber alles und jedem hat, beschränkt sich selber, denn andere Meinungen scheinen interessanter und korrekter zu sein, als seine Eigene. Aber, kann eine eigene Meinung erst einmal gebildet werden, so lernt man doch sich selber zu sein.
Somit bedeutet Naivität nicht nur Unvoreingenommenheit, sondern auch eine Wertvolle Gabe, die der Eigenheit und die einen Sachverhalt frei von Vorurteilen neutral gegenüber zu treten.
Ich liebe es, dass ich diese Eigenschaft an mir habe, denn sie lernt mir jeden Tag aufs neue, Situationen von einem anderen Blickwinkel zu betrachten und als eigene Persönlichkeit mit eigener Meinung darüber zu denken.