Social Media in der Kommunalverwaltung? - Teil 2
Im zweiten Teil der Auswertung listen wir jene Argumente auf, die aus Sicht der Teilnehmer gegen den Einsatz von Social Media sprechen.
Zeit-, kosten- und personalintensiv: Immer UP-TO-DATE und Nähe zum Kunden: Dafür ist Social Media da. Jedoch steckt sehr viel zeitlicher Aufwand dahinter, denn eine aktive Betreuung ist für einen starken Social Media Auftritt unverzichtbar. Den meisten Teilnehmern fehlen hierfür personelle und finanzielle Ressourcen, für „Social – Media – Manager“ fehlen oftmals die Gelder. Am Ende läuft das darauf hinaus, dass zusätzliche Arbeitszeit anfällt. Gerade für kleine Gemeinden ist das ein sehr hoher Aufwand.
Rechtliche (politische) Aspekte: Einige Teilnehmer äußerten Bedenken bei unbedachter Nutzung, vor allem in Bezug auf rechtliche Aspekte. Missbrauch lässt sich nicht ausschließen. Zudem merkten einige Teilnehmer in der Diskussion an, dass Behörden nur auf konkrete Sachverhalte handeln sollten und die Meinungsbildung zu politischen Themen den Parteien obliegt. Dafür sollten Gemeinden keine Plattform zur Verfügung stellen.
Negative Äußerungen: Viele Teilnehmer sehen eine Gefahr durch negative und/oder beleidigende Kommentare, die sich nicht filtern lassen. Die könnten schnell zur Eskalation führen.
Information Overload: Social Media bietet zu viele Informationen, die uninteressant sind. Die Flut der Nachrichten ist nicht überschaubar. Man muss nicht überall „dabei“ sein. Ein Teilnehmer schrieb: „Grundsätzlich bin ich der Auffassung man sollte mehr miteinander sprechen.“
Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsschichten: Es gibt auch Bedenken, dass einige Bevölkerungsschichten sich ausgeschlossen fühlen könnten, da sie nicht über die nötigen Zugangsvoraussetzungen zu Social Media verfügen (wg. Alter, Finanzen, Erreichbarkeit, usw.).
Wir werden die oben genannten Punkte in einem separaten Posting näher beleuchten. Stay Tuned! (eb)

















