Die ecommerce Entwicklung hat scheinbar analog mit der Entstehung des Internets stattgefunden. Als das Internet vor ca. 20 Jahren begann öffentlich zu werden, sprach allerhand gegen eine zügige Verbreitung. Die Technik um darauf zuzugreifen war teuer und nicht komfortabel und die Verbindungskosten waren immens. Erst als die PC´s bezahlbarer wurden, graphikfähige Browser zur Verfügung standen und Ende der 90iger Jahre die Kommunikationskosten in den Keller fielen durch die Aufhebung des Telekom Monopols, wuchs zunächst die Anzahl der gewerblichen Benutzer. Angesichts der Auflösung dieser Hindernisse nahm dann auch die Menge der häuslichen Nutzer rasch zu. Wo viele Personen zusammenkommen entstehen auch gleichzeitig Märkte. Das hat natürlich der Handel erfasst und offerierte immer mehr und öfter Artikel über diese Möglichkeit. So entwickelte sich die gewerbsmäßige Nutznießung des Internets, der ecommerce. Da durch immer mehr moderne und einfachere Verfahren immer mehr neue Benutzergruppen die Möglichkeit erlangen das WorldWideWeb zu nutzen, ist die ecommerce Entwicklung auch nicht vorhersehbar. Im WorldWideWeb bestehen andere Marktbedingungen als in der physischen Welt. Die alltäglichen traditionellen Geschäftsmodelle waren nur noch begrenzt verwendbar. Die ansteigenden unternehmerischen Tätigkeiten riefen förmlich nach Lösungen um Güter und Dienstleistungen über das WorldWideWeb anzubieten. Die Flinken begannen mit individuell programmierten ecommerce shops. Und schon war wieder ein frischer Markt aufgetaucht, nämlich der für generell einsetzbare ecommerce Shopsoftware. Abseits von der physischen Welt begehrten neue, virtuelle Geschäftsmodelle nach völlig neuartigen ecommerce Konzepten und genauso neuen ecommerce lösungen. In der virtuellen Welt erfolgt die Gliederung der Geschäftsmodelle nach Anbieter und Abnehmer. Anbieter und Abnehmer können in identischer Weise Firmen (Business), Behörden (Administration) und sogar Privatpersonen (Customer) sein. Der bedeutendste Teil der Geschäftsbeziehungen spielt sich unter Unternehmen (Business) und Endabnehmer (Customer) ab. Man spricht dann von einer B2C (Business to Customer) Beziehung. Die Forderungen an einen Anbieter in der virtuellen Welt sind ganz andere als in der physischen Welt wo man einem Menschen gegenübersteht und Waren anfassen kann. Eine Verbindung zwischen den Parteien ist fast nicht vorhanden. Der private Endkunde benötigt abgesehen einem Web Browser keine besondere Anwendungssoftware, bleibt bis zum Kaufabschluss anonym und kann ohne physische Anstrengung unverzüglich zwischen den Angeboten der Mitbewerber selektieren. An eine ecommerce Shopsoftware werden daher bezüglich ihres Erscheinungsbildes, der Angebotspräsentation und des tunlichst unkompliziert strukturierten Kaufprozesses ganz besondere Ansprüche gestellt. Wer sich unternehmerisch in einem der oben angegebenen Geschäftsmodelle betätigen will, kommt ohne umfassende ecommerce Beratung nicht aus. Eine ecommerce Lösung muss alle Arten der Kundenanforderungen befriedigen wie zum Beispiel Sortimentsumfang und Produktinformationen, Kundendienst und Beratung, Bedienbarkeit und Verfügbarkeit, Navigation und Orientierung, Warenkorb und Bezahlung sowie Sicherheit bei den persönlichen Daten und der Bezahlung. Last but not least spielt bei einem ecommerce Konzept die Wahl der Betriebsform eine enorme Rolle, ob als Mall, Hosting oder Mietshop, ob eigenverantwortlich oder outgesourced. Eine umfangreiche ecommerce Beratung verkleinert spätere unangenehme Überraschungen, auch in juristischer Hinsicht.













