Manchmal sind es die letzten Touren im Urlaub, die die schönsten Erinnerungen hinterlassen. Dieses Gefühl, noch einmal alles mitzunehmen, was die Umgebung hergibt – und gleichzeitig ein kleines Abenteuer zu erleben. Genau so war es bei meiner letzten Fahrt mit meinem treuen Brompton G-Spot: eine Tour voller Überraschungen, beeindruckender Technik, ein bisschen archäologischer Mystik und – wie so oft – der Erkenntnis, dass Radwege nicht immer das halten, was sie versprechen. Letzte Fahrt im Urlaub – und zwar mit meinem wunderbaren Brompton GSpot. Am Freitagabend hatte ich mir in Komoot eine Tour zusammengestellt, diesmal bewusst im Rennradmodus. Denn die Touren, die Komoot hier durchs Gelände anbietet, sind eher etwas für Leute mit vollgefedertem Mountainbike und viel Abenteuerlust. Mein Brompton hat da zwar schon einiges brav mitgemacht, aber durch knöcheltiefen Sand quälen? Nein danke. Also: Asphalt, bitte. Und das hat sich absolut gelohnt. Auf meiner Liste standen drei Highlights: die Königsgräber von Haaßel, das Schiffshebewerk in Scharnebeck und schließlich die Fahrt hinauf nach Lauenburg an der Elbe – mit Elbquerung und einem neugierigen Blick in die kleine Stadt. Und so geschah es auch. Schon nach wenigen Kilometern stand ich bei den Königsgräbern: eine beeindruckende Anlage mit großen, kreisförmig angeordneten Steinen, die eine alte Grabstätte markieren. Dazu eine dreieckige Schutzhütte, die fast schon architektonisch aussah, als hätte ein Künstler sie dort hingestellt. Ich habe ein paar Fotos und Videos gemacht – man weiß ja nie, wann man wieder an so einem Ort landet – und bin weitergefahren. Unterwegs meldete sich der Hunger – immerhin war ich erst gegen 13 Uhr losgefahren und hatte das Mittagessen einfach übersprungen. In einem Ort kam mir dann ein Edeka wie eine kleine Oase vor. Schnell ein Snack, und meine Akkus waren wieder aufgeladen. Und ein Komoot Highlight habe ich auch gleich angelegt, falls jemand in die gleiche Situation kommt: https://www.komoot.com/de-DE/highlight/7867346?ref=ihd Nach etwa 35 Kilometern erreichte ich das Schiffshebewerk in Scharnebeck. Das war wirklich ein Highlight. Ich sah gerade noch, wie ein Tanker aus der Schleuse herausfuhr, während ein Passagierschiff hineingeschoben wurde und anschließend wie ein riesiger Fahrstuhl nach oben gehoben wurde. Allein dieser Anblick ist schwer in Worte zu fassen – also habe ich natürlich gefilmt. View this post on Instagram A post shared by Axel Fell (@warumichradfahre.blog) Rund 30 Leute standen ebenfalls dort, staunend wie ich. Das Schiff war übrigens ein kohlebefeuerter Dampfer, der die Luft mit hellem Rauch füllte. Mein Video ist deshalb eher dramatisch verraucht – fast schon mit Filtereffekt, nur eben aus der Natur. Beeindruckend, aber auch ein bisschen befremdlich, wenn man den Ruß riecht. Besonders kurios: Bevor das Schiff in die Schleuse fuhr, klappte es seinen Schornstein ein, wie ein großer mechanischer Hals, und oben angekommen wieder aus. Ein bisschen wie ein Steampunk-Transformer – großartig anzusehen! Weiter ging es dann nach Lauenburg. Die Strecke dorthin war, wie zuvor auch schon, richtig angenehm: kleine Straßen, straßenbegleitende Radwege (okay, nicht immer in Bestform, aber fahrbar) und idyllische Sträßchen zwischen den Ortschaften. Man rollt sozusagen von Dorf zu Dorf und entdeckt dabei kleine Szenen, die jede Fahrt kurzweilig machen. Kurz darauf erreichte ich Lauenburg. Und was soll ich sagen? Alles, was ich zuvor Positives über die Radwege berichtet habe, muss man hier vergessen. Der Radweg über die Elbbrücke verdient die Schulnote „mangelhaft“. Eng, und rumpelig. Und auch in der Altstadt wird’s nicht besser: historisches Kopfsteinpflaster, das für Fußgänger romantisch wirkt, für Radfahrer aber schlicht eine Tortur ist. Da hilft nur eins: schnell wieder raus aus Lauenburg. Das war dann auch gar nicht so schwierig, denn ein Zug brachte mich von dort nach Lüneburg. Mein Faltrad verschwand platzsparend unter einem Tisch, und dank Deutschl...













