Und zwischen wirklich bereit sein und einfach mal machen, sitzt töricht kichernd das Leben..!!
- Emma denkt
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Und zwischen wirklich bereit sein und einfach mal machen, sitzt töricht kichernd das Leben..!!
- Emma denkt
Nie wirst du auch nur annähernd alles von mir wissen und ich nie auch nur annähernd alles von dir und das ist gut so, finde ich. Es lässt Raum für Fragen aneinander sowie an sich selbst und wo Fragen sind, wohnen bekanntlich auch Interesse und Neugier.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, ich wünschte mir, ein ewiges Rätsel für dich zu bleiben, ebenso wie in dir stets ein solches zu sehen.
Ein Rätsel, das man fast aber immer nur beinahe durchschaut hat, von dem man zu jeder Zeit glaubt, es in der nächsten Minute vielleicht schon lösen zu können, bloss um kurz darauf vor der nächsten Verstehenslücke, der nächsten kniffligen Frage zu stehen.
– Aus dem gedanklichen Archiv –
Nie ist hin und wieder ganz gut
Nie wirst du auch nur annähernd alles von mir wissen und ich nie auch nur annähernd alles von dir. Und dennoch ist das Bild, welches ich mir von dir in den letzten Jahren gemacht habe und noch immer Tag für Tag aufs Neue mache, jenes Bild, das ich mit einem leisem »Klick« in meinem Kopf knipse.
Jedes Mal wenn ich blinzle, während du in meinem Blickfeld bist, eines, das mir hin und wieder näher und klarer scheint als jenes von mir. Vielleicht, da ich selten blinzle, wenn ich in den Spiegel schaue, vielleicht auch, da der eigene Blick auf andere nicht selten aufrichtiger ist als der Blick auf sich selbst.
Ob das gut ist oder weniger, bleibe dahingestellt, jedoch glaube ich immerhin zu ahnen, was es bedeuten könnte.
Es heisst, das »Ich« neige für gewöhnlich dazu, sich in anderen zu verlieren und doch finde ich mich in so vielen Situationen mit dir wieder. Es fühlt sich an, als wären Wissen und Glauben, Achtsamkeit und Leichtsinn weniger Gegenspieler als heimliche Matchpartner.
Wenn ich dich betrachte, still und heimlich von der Seite her und mir dabei zuverlässig das Herz aufgeht, wenn ich den Worten lausche, die es sich als deine sonore Stimme in der Stille um uns herum gemütlich machen und tagträumen.
Wenn ich ihnen meine eigenen zur Seite stelle und wir zusehen, wie sie sich vorsichtig nähern, einander lächelnd umgarnen, manchmal auch raufen und balgen, aber am Ende stets wieder versöhnen.
Wenn ich nachts in meinen Kissen liege und mich frage, wie es wäre, wären wir nicht wir, sondern du ohne ich und ich ohne du, das dabei erdachte Bild aber ebenso verschwommen bleibt, wie meine Ahnung vor der Zukunft und was auch immer sie bringen mag.
Wenn ich mir vorstelle, wie du mich im Arm hältst und mir allein das Wissen, wie
nahe du bist, egal ob du hier bist oder nicht, Schauer über den Rücken jagt. Schauer, die leise flüsternd von Vertrauen erzählen. Von Vertrauen und einer Stille, die nicht Abwesenheit von etwas ist, sondern Einklang meint.
Nie wirst du auch nur annähernd alles von mir wissen und ich nie auch nur annähernd alles von dir und das ist gut so, finde ich. Es lässt Raum für Fragen aneinander sowie an sich selbst und wo Fragen sind, wohnen bekanntlich auch Interesse und Neugier.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, ich wünschte mir, ein ewiges Rätsel für dich zu bleiben, ebenso wie in dir stets ein solches zu sehen.
Ein Rätsel, das man fast aber immer nur beinahe durchschaut hat, von dem man zu jeder Zeit glaubt, es in der nächsten Minute vielleicht schon lösen zu können, bloss um kurz darauf vor der nächsten Verstehenslücke, der nächsten kniffligen Frage zu stehen.
Ich kann mir wenig Schöneres vorstellen, als dich und mich, wie wir nie müde werden, den jeweils anderen lesen und verstehen zu wollen.
Das meinte ich, als ich dir neulich zuflüsterte: »Nie ist hin und wieder ganz gut«.
Was ich will...
...ist das Gegenteil von Smalltalk.
Ich will hören worüber du nachdenkst, nachts, wenn du nicht einschlafen kannst, wovor du dich fürchtest, wen du vermisst, was dich deiner Meinung nach ausmacht. Ich will zuhören wie du über die Menschen sprichst, die du liebst, über Bücher, die du wieder und wieder gelesen hast, über deine persönlichen Glaubenssätze und vergangene Sommertage, deren Geschmack dir noch immer auf der Zunge liegt. Ich will mir anhören, was grosse Worte wie Freiheit oder Mut für dich bedeuten, wie es ist, du zu sein, wofür du dir gerne mehr Zeit nehmen würdest und weshalb du es dennoch nicht tust. Ich will mitanhören, wie du von deiner ersten Liebe erzählst, von Augenblicken, die dich glücklich machen, von der letzten Reise, die du unternommen hast, wie das Heimkommen war und davon, was dich zum Weinen bringt.
Ich will mich
erschüttern lassen
von deinen Worten
und all dem Leben,
das in ihnen liegt,
denn erschüttert
werde ich durchlässig
und ein Teil von dem,
was mich umgibt.
Emma denkt