Mensch, Sachsen! Mit einfachen Antworten ist es meist nicht getan. Egal wieviel Ärger eine Situatuon oder ein Zustand einem bereitet. Und was im Privaten gilt, ist in der Gesellschaft noch viel wichtiger. Dies war einer der Beweggründe, die eine Gruppe von Menschen zunächst durch die Initiative des Journalisten Christian Gesellmann online und schließlich auch physisch am Wochenende im Werdauer Martin-Luther-King-Zentrum unter dem Titel "Mensch, Sachsen" zusammengebracht hat. Die rund 20 Akteure, die sich bei Kaffee und Kuchen angeregt ausgetauscht haben, sind sowohl Vertreter der linksliberalen Politik als auch regionaler sowie überregionaler Medien. Professionelle gesellschaftliche Kräfte waren ebenso gleichberechtigt mit engagierten Privatpersonen vertreten. Obwohl die Leckereien und die angenehme Atmosphäre zum Samstag gereicht hätten, war das Treffen geprägt durch die Motivation die regionale Politik und Gesellschaft im Status Quo zu diskutieren. Es wurde über die Wahrnehmung sowie das Selbstverständnis der Region und des Freistaates gesprochen. Ebenso wurde diskutiert wie, wir statt miteinander zu streiten zunächst ankommen können um zuzuhören, zu verstehen und dann zu handeln. Das pragmatische Ziel des Treffens war es, neue Handlungsansätze mitnehmen, um über das bisher wichtige Reagieren hinaus zu kommen und selbst zu Agieren. Eine größere Breite der Gesellschaft soll sich, wieder, wertgeschätzt fühlen und ernst genommen wissen. Einer der Wege dorthin soll durch gemeinschaftliches Handeln gestaltet werden. Dieses Treffen versteht sich daher als Startschuss für eine neue Phase, in der zum Beispiel dem eingetretenen Verlust in der Nähe zwischen Bürger und Politik, entgegen gewirkt werden soll. Gemeinsam Gestalten statt zu zerstören ist eine Maxime die wir unterstützenswert finden. Daher hoffen wir, dass Treffen wie diese die Regel werden und kreative Impulse erzeugen. Aus unsere Sicht gibt es nicht nur viele gesellschaftliche Aufgaben sondern ebenso viele Möglichkeiten sich zu beteiligen. Einen davon haben die Teilnehmer der Diskussionsrunde am Samstag gezeigt.