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Ein kleines schwarzes Kästchen als Revolution
Longines weiht an der FIS Alpinen Ski WM St. Moritz 2017 eine neue Technologie ein. Für die Fahrer wie auch für die Zuschauer bedeutet das viel mehr Information über die Fahrt. Zeitmessungschef Alain Zobrist spricht von einer technischen Revolution. Wenn die Anzeigetafel im Ziel grün aufleuchtet, geht der Freudeschrei des Skirennfahrers in den Jubelrufen der Fans unter. Oft sind es Hundertstel Sekunden, die über Sieg und Niederlage entscheiden. An einer Weltmeisterschaft können Sekundenbruchteile das Leben eines Fahrers für immer verändern. Eine verantwortungsvolle Aufgabe also für die Menschen, die hinter diesen Bruchteilen einer Sekunde stehen: die Zeitmesser. Traditionell liegt diese Verantwortung bei Grossanlässen im Skisport schon seit Jahrzehnten beim Schweizer Uhrenhersteller Longines. „Longines ist kein Sponsor, sondern hat als Partner eine spezielle Rolle“, sagt Alain Zobrist, der CEO von Longines Timing. Als ebensolchem Partner darf in der Zeitmessung schlicht kein Fehler passieren. „Wir haben eine Null-Fehler-Toleranz“, sagt Zobrist. Damit in den nächsten Tagen alles reibungslos verläuft, ist Zobrist mit einem 20-köpfigen Team und zehn Tonnen Material angereist. Ein Routineeinsatz ist die Ski WM in St. Moritz jedoch nicht, denn Zobrist und seine Leute haben eine technologische Innovation mit im Gepäck, die bisher nur getestet wurde, bei Rennen jedoch noch nie im Einsatz war.
Die „kleine Revolution“, wie Zobrist sagt, ist ein kleines schwarzes Kästchen, das am Ski Schuh des Rennfahrers befestigt wird. In diesem Chip ist ein Radar- und Bewegungssensor, der während der ganzen Fahrt Informationen sammelt und diese permanent sendet. Diese Informationen werden graphisch im Fernseher und auf der Grossleinwand im Ziel zu sehen sein. Konkret werden den Zuschauern und Fans vier neue Informationen zugeteilt: die ständige Geschwindigkeit des Fahrers, die Beschleunigung und Bremsung des Athleten, die Zeit von 0 auf 100 km/h und eine Analyse der Sprünge. Man wird neu genau wissen wie lange der Fahrer in der Luft war, mit welcher Geschwindigkeit er abgesprungen und gelandet ist und an welcher Stelle der Piste er schneller oder langsamer war als die anderen Fahrer. „Wir wollen den Zuschauern ein besseres Verständnis der Fahrt geben“, sagt Zobrist. Dem Athleten selber, kommt der neue Sensor natürlich auch zu Gute. Er bekommt nach seiner Fahrt eine genaue Analyse und Geschwindigkeitskurve. Dadurch kann er seine Fehler noch genauer erörtern als mit dem bisher verwendeten Videovergleich. In den nächsten Jahren werden wohl noch viel mehr Informationen gesammelt werden können. Immer mit dem Ziel besser zu verstehen, was beim Athleten während einer Fahrt passiert. „Dem fortlaufenden technologischen Fortschitt sind keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich“, schaut Zobrist gespannt in die Zukunft. Wie die Zeitmessung in zehn Jahren aussehen könnte, kann er heute nicht erahnen. „Als nächstes wird der Sensor dann auch im Slalom und Riesenslalom zum Einsatz kommen“, sagt Zobrist, denn heute wird er erst in den Speeddisziplinen gebraucht. Longines wird sein Engagement im Skisport also ständig weiterführen, das Unternehmen ist als Zeitmesser schließlich auch schon seit 1924 dabei. Der Skisport passt deshalb so gut zu Longines, weil es deren Leitideen „Eleganz, Tradition und Leistung“ vertritt.
Thanks to USSA's Troy Murphy for hangin with us today! #ussa #usaskiteam #troymurphy #fisski #mainebredmogulskier #usmriteam