Reise
Um 7:00 Uhr ging der Wecker und Marcus drehte sich noch einmal um. Doch eine viertel Stunde später hat er es endlich aus dem Bett geschafft, machte sich auf zum Bad und hörte von seinem Stiefvater schon: "Beeil Dich, der Flieger wartet nicht auf Dich!". Doch Marcus ging noch die erste Zigarette rauchen und begab sich danach zum Frühstück, packte einen Laptop in die Tasche und fuhr mit seiner Mutter los. Es ging natürlich auf die Autobahn, wie sonst sollten sie von Nerja (Spanien) nach Malaga zum Flughafen kommen? Die Fahrt war 1 1/2 Stunden lang, Marcus wurde flau im Magen (wie immer weil er keine Autofahrt verträgt), er musste aber zum Glück nicht kotzen und es gab auch kein Stau.
Am Flughafen angekommen suchte er schnell die Toilette auf, da er noch einmal sein kleines Geschäft vor dem Abflug erledigen wollte. Dann checkte er ein, verabschiedete sich von seiner Mutter (die noch den ganzen kalten Frühling in Spanien verbringen wollte). "Schade, dass wir so ein schlechtes Wetter hatten, Du bist überhaupt nicht braun geworden" meinte sie und er erwiderte: "ich hatte einen schönen Urlaub, ich hatte genügend Zeit Kochbücher und Rezepte für Köche-Nord.de zu schreiben". Das war sicher nicht der Urlaub den sich so mancher vorgestellt hat, es ist aber Marcus Hobby und was soll man machen wenn in Spanien Sahara Sturm (Nebel durch den Sand in der Luft, Wind und Regen) ist?
Er machte sich auf den Weg zum Gate, ging noch durch die Gepäckkontrolle, in der er sein Getränk wegschmeißen musste und beim durchleuchten noch seinen Gürtel abnehmen musste "Scheiße, jetzt rutscht die Hose wieder" dachte er sich und kramte nach der Kontrolle wieder alle Sachen zusammen. Die Spanier sind leider bei der Kontrolle genauer als die deutschen. Wenigstens durfte er sein Feuerzeug behalten, doch rauchen kann man im malaganischen Flughafen bekanntlich nicht.
Auf dem Weg zum Gate führte sein Weg wieder einmal durch den Shop in dem man ihm überteuerte Parfums, Uhren und sonstigen Krimskrams verkaufen wollte die er eh nicht brauchte (wie er sich dachte). Danach kaufte er sich noch zwei Flaschen Wasser für je 2.50 pro 0,75 Liter und mischte es sich mit dem ICE-Tea-Pulver das er sich vorher von Mercadona (eine Supermarktkette in Spanien) gekauft hat. "Wenigstens kein Zucker." dachte er sich noch auf dem Weg zum Gate. Der Flugplatz ist sehr groß und hat sehr lange Wege, doch Marcus ist endlich am Gate angekommen.
Voller Erschöpfung setzte er sich, kramte seinen Ausweis wieder raus und wollte auf das Einchecken in den Flieger warten. Doch den Ausweis verlegte er wieder, stellte sich 20 Minuten vor der Schließung des Fliegers in die Schlange, reihte sich wieder aus und suchte erstmal 15 Minuten den Ausweis. "Scheiße" dachte er sich, "das kann auch nur mir passieren!" Kurz bevor die Angestellten der Flugzeuggesellschaft das Gate schließen wollten, nahm er seine Monatskarte und hetzte schnell zum Check-In. "Sorry, I don't find my passport " sagte er den Angestellten, die wussten aber das er sich vor dem Betreten der Gepäckkontrolle schon mit Ausweis angemeldet hat und winkten ihn durch. Nun machte sich dann als letzter Passagier in den Flieger und dachte sich "geschafft!" als er in der ersten Reihe auf seinem Platz saß.
Der Flieger startete pünktlich und kam auch pünktlich in Stuttgart um 13:15 Uhr an. Während des Fluges hat er seinen Ausweis gesucht und gefunden, ein wenig geschlafen, und ein Brot gegessen. Brot ist ein gutes Stichwort, im Flieger wollte er nicht auf Toilette und auf dem Flugplatz musste er :-)
Nach dem er sein Geschäft erledigt hat freute er sich endlich die dritte Zigarette am Tag rauchen zu können. Normalerweise raucht er 19 am Tag, richtig, eigentlich ist so eine Reise perfekt, um mit dem teuren Mist aufzuhören.
45 Minuten später ging die Reise weiter nach Hamburg. Inlandsflüge wollte er eigentlich wegen dem Klima nicht machen, doch kennt er sich in Stuttgart nicht aus, müsste womöglich mit dem Taxi zum Bahnhof fahren und dann mit dem Zug den ganzen Tag durch Deutschland tuckern.
Der nächste Flug startete zum Glück auch pünktlich, aus dem Shop hat er sich die zweite überteuerte Flasche Wasser für 2.50 Euro geholt, die aber nur 0,5 Liter fasste. Der Flug war langweilig, trotz frühen Aufstehens konnte er nicht den ganzen Tag schlafen und so vertrieb er sich die Zeit die NABU Zeitung zu lesen, die er nach dem Urlaub schon auswendig kannte.
Ca. 16 Uhr in Hamburg angekommen machte er sich auf den Weg zur Gepäckausgabe, die sich nach seinem Gefühl ewig hinzog. "Macht schon", dachte er sich genervt, nach 15 Minuten hatte er aber seinen Rollkoffer und machte sich auf den Weg zur S-Bahn, die in Hamburg zum Glück gleich am Flughafen abfährt und ihn bis zum Bahnhof brachte.
Hunger hatte er nicht mehr also bequemte er sich am Hauptbahnhof in den Metronom und fuhr direkt 2 Stunden nach Mellendorf in der Wedemark (Niedersachsen). Leider fliegt kein Flieger direkt von Malaga nach Hannover, sonst wäre es schneller und einigermaßen umweltfreundlicher gegangen, aber was sollt (er macht alle zwei Jahre mal eine Flugreise und verzichtet in der Regel auf Inlandsflüge).
"Mit Rucksack, Laptoptasche und Rollkoffer macht es sich nicht so gut", dachte er sich noch und packte die spanischen Schalen aus dem Rucksack aus, lud sein Laptop in den Rucksack und verstaute die Schalen in dem Koffer. Leider war das ein Fehler: nach einiger Zeit fahrt und einmal nicht aufpassen machte sich der roll-Koffer im Zug selbständig und kippte direkt auf die Vorderseite wo die Schalen drin waren. Glück muss man haben, oder?
Angekommen in Mellendorf, es war 18:45 Uhr machte sich der Hunger wieder breit. Also ging er am Bahnhof über die Schranken zum Supermarkt und setzte sich bei der Chinesin hin, die in ihrer asiatischen Imbissbude chinesische Nudeln verkauft. Für 4,50 bekommt er sonst kaum so eine große (und auch noch vegane Portion) zu kaufen, die auch noch gut schmeckt.
Aufgegessen kam er endlich um 19:30 Uhr im Kirchweg in seiner WG an. "12 Stunden!" danach fiel er geschafft ins Bett und der Tag war gelaufen.









