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German Birdpark - Feb. 2025
Goodmorning 🇨🇿 Weekend
czechrepublic 🌲☀️ #czechia #visitczechia #discoverczechia #czechnature #czechtravel #igersczechia #ceskarepublika #cesko #visitczechrepublic
Golden Temple inside Shwedagon Pagoda in Sunset Twilight. Yangon, Myanmar
Illuminated golden Buddhist Temple inside the famous buddhist Shwedagon Pagoda in Yangon at Sunset. Shwedagon Pagoda, Yangon, Myanmar, Southeast Asia
Dänischer Leuchtturm-Zauber: Wenn das Meer Wind hat und die Flagge nicht mehr weiß, wo oben ist
Da steht er nun, der weiße Riese an der dänischen Küste – stolz, unerschütterlich und vermutlich das einzige Gebäude in ganz Dänemark, das tatsächlich höher ist als ein durchschnittlicher Däne. Während die Dannebrog-Flagge im Wind tanzt, als würde sie gerade ein spontanes IKEA-Werbeshooting absolvieren, thront dieser Leuchtturm über der Landschaft wie ein überdimensionaler LEGO-Stein, den jemand vergessen hat wegzuräumen.
Man könnte meinen, die Dänen hätten den Turm extra so hoch gebaut, damit ihre Vorfahren-Wikinger ihn auch vom Valhalla aus sehen können – eine Art hygge-Leuchtfeuer der Gemütlichkeit. Das Meer dahinter wirkt übrigens so blau und friedlich, als hätte es gerade eine Meditation über die Vorteile des skandinavischen Wohlfahrtsstaates hinter sich.
Interessant auch, dass neben diesem majestätischen Navigationshilfe-Turm kleine weiße Häuschen stehen, die aussehen, als wären sie direkt einem Hans Christian Andersen-Märchen entsprungen – nur dass die böse Stiefmutter durch einen Bauantrag ersetzt wurde. Die Küstenlandschaft mit ihrem wilden Gras erinnert daran, dass selbst die Natur hier oben im hohen Norden den dänischen Sinn für Design verinnerlicht hat: schlicht, funktional, aber irgendwie auch verdammt fotogen.
Während Touristen hier wahrscheinlich ihre "failure beer" trinken (ein dänischer Brauch für alle, die sich beim Versuch, den perfekten Instagram-Shot zu bekommen, blamiert haben), steht dieser Leuchtturm als stille Erinnerung daran, dass manche Dinge einfach funktionieren – ganz ohne komplizierte Bedienungsanleitung oder Flat-Pack-Verwirrung.
Surfer fängt eine Welle am Hanalei Bay Beach mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang
Hanalei Bay Resort #Surfer #Welle #Strand #Sonnenuntergang #HanaleiBay #Kauai #Landschaft #Natur #Fotografie #ChrisBurkard
happy Ice Fest! nothing says 'holiday' like being haunted by the horrifying remnants of what you've discovered about your family while you're on a journey to try and right the wrongs of the past. only you have the willpower and desire to do it and you might lose the first friends you've ever really made in the process. good luck.
Um Weihnachten 2025
Es ist Weihnachten und es wird telefoniert
Am Tag vor Heiligabend bin ich in Wandsbek unterwegs, um ein paar letzte Weihnachtseinkäufe zu tätigen, als mich eine WhatsApp von N erreicht: Es gehe ihm gar nicht gut, ob wir bitte kurzfristig telefonieren könnten.
N ist gerade alleine in Peru am Amazonas unterwegs, und ich mache mir natürlich sofort Sorgen.
Ich rufe ihn also direkt per Videotelefonie über WhatsApp an, während ich das Quarree verlasse, um vielleicht auch über das Bild einen Eindruck zu bekommen, was los ist. Während N nur mit T-Shirt und Boxershorts bekleidet alleine unter seinem Moskitonetz am Rand des Regenwalds liegt, stehe ich mit frierenden Händen auf dem leeren Marktplatz hinter dem Quarree und halte mir das Handy vor das Gesicht.
Per Videotelefonie versuchen wir, die Situation zu entwirren.
Es tut gut, ihn dabei ansehen zu können und wir gehen alle Optionen gemeinsam durch; von außen betrachtet sieht es nicht ganz so schlimm aus, wie es sich wahrscheinlich anfühlt, wenn man sich in der Situation alleine und weit weg von der Heimat befindet.
An Heiligabend videofonieren wir noch einmal über WhatsApp. Für ihn ist gerade Mittag, für uns ist abends, und während der Heiligabend-Bescherung stelle ich das Tablet auf den Boden neben den Tannenbaum, so dass er zumindest etwas - virtuell - dabei sein kann.
Am Weihnachtsfeiertag treffen sich Familienmitglieder bei einer Tante. Irgendwann ruft E aus einem deutschen Ballungsgebiet an, auf dem Festnetz. Die Tante stellt den Lautsprecher ihres Telefons an, wir sitzen um das Telefon herum, auf der anderen Seite wird ebenfalls der Lautsprecher angeschaltet. Ich frage, ob wir nicht vielleicht über WhatsApp videofonieren wollen, dann könnte die Oma ihre Enkelkinder auch sehen. Jedoch wird dieser Vorschlag brüsk und vehement zurückgewiesen und ich werde abgekanzelt: Nein, das habe man gerade gestern mit der Schwiegerfamilie aus Berlin probiert, und das würde ja alles gar nicht gehen – ständig würde die Verbindung abbrechen. "Das machen wir jetzt nicht!!" So bleibt dieses gemeinsame Telefonat also auf dem klassischen Telefon, mit dem entsprechend reduzierten Frequenzgang und ohne Bild.
Etwas später ruft auch N aus Peru noch einmal an, wieder per Videotelefonie über WhatsApp. Er liegt zwar wieder alleine unter seinem Moskitonetz, aber es geht ihm offenbar deutlich besser. Es tut gut, das zu sehen, und ganz offenbar freut auch er sich, ein paar vertraute Gesichter in der Heimat zu sehen.
Ich muss akzeptieren – und darf offenbar in einigen Kreisen außerhalb des Techniktagebuchs nichts sagen, was so verstanden werden kann, als würde ich dies andeuten –, dass die Zukunft weiterhin sehr ungleich verteilt ist. So funktionieren im Regenwald am Amazonas bestimmte technische Infrastrukturelemente offenbar selbstverständlicher als in mancher akademischen Mittelschichtfamilie in deutschen Ballungsgebieten.
(Molinarius)