Cape Coast
Dieses Wochenende ging es in die Küstenregion von Ghana. Zuerst besuchten wir das Elimina Castle.
Es war nicht nur die erste Burg in Ghana, sondern war auch einer der entscheidenden Orte im europäischen Sklavenhandel. Weil auf den amerikanischen Plantagen neue Arbeiter gebraucht wurden, wurden täglich hunderte von Menschen zusammengepfercht und auf das übelste misshandelt, bevor sie dann auf die Schiffe gebracht wurden.
Und das Ganze Grauen für mehr Profit und weil man dachte, dass Leben von Schwarzen weniger wert wäre als das von Weißen.
Wenn ich durch die Katakomben gehe, muss ich an unsere Massentierhaltung denken. Großen Unterschied sehe ich nicht. Werden unser Kindeskinder eines Tages ebenfalls die Massentierhaltungsfabriken besichtigen und aufgeklärt werden, was für Gräueltaten dort passiert sind, nur dass wir Fleisch für 1,69 beim Discounter kaufen konnten?
Wir verlassen die dunkle Geschichte des Sklavenhandels und wir verdrängen alles so schnell wieder, wie wir es entsetzt aufgesogen haben und genießen den Strand bevor es dann zu unserer Lodge geht.
Am nächsten Tag waren wir dann noch im Kakum Nationalpark, wo auf Hängebrücken bis zu vierzig Meter über den Boden, den Park überblicken konnten.
Mit dem Troto ging es dann wieder zurück nach Accra. Dort angekommen, sind wir aus dem Troto ausgestiegen und wollten zum Kofferraum gehen, wo manche ihr Gepäck noch hatten. Der Fahrer verließ auch das Auto und macht die Tür zu. Und schließt ausversehen damit das Auto ab, während der Schlüssel noch im Auto ist. Das fanden wir natürlich gar nicht lustig. Er schien auch überrascht. Aber lässig wie Ghanaer sind, ruft er seinen Bruder an. Und paar Minuten kommt er auch schon an. Mit Brecheisen. Und nach weiteren 5 Minuten war das Auto wieder offen.









