07.11.2016 - 14:40 Uhr
Und dann erfährt man in seiner Mittagspause von seiner Freundin, die über 350 km weg wohnt, dass dein Cousin im künstlichen Koma liegt.. - du kannst es ja nicht wissen, wenn kein Kontakt zu der Familie vorhanden ist und nicht willst - und dass meine Mutter mich ja so sehr braucht, worauf ich bloß sowasvon drauf scheiß, weil's mich einfach nicht interessiert, was auch übel hart klingen muss.. Und das beschissenste an dem Ganzen ist, dass ich es die letzten Tage dauernd im Gefühl hatte, mich bei ihm zu melden und zu fragen was er macht und wie es ihm geht (beschissenste Frage die du Menschen mit Gehirntumor und den ganzen anderen scheiß Krankheiten stellen kannst). Dieses Gefühl haben zu müssen, dass er höchstwährscheinlich nie mehr aufwachen wird macht mich noch kränker als ich überhaupt schon bin. Dann bin ich durch. Mit allem! Es kommt jeden Tage irgend eine neue Scheiße in meinem verfluchten Leben dazu und ich muss dauernd auf beiden Füßen stehen können aber irgendwo hat jeder seine Grenzen. Ich kapier es nicht. Ich bin so ein verdammter herzensguter Mensch, der immer für jeden da ist, immer nur das Beste für alle will, jeden unterstützt, jedem immer Mut zuspricht, sich für jeden einsetzt und dem man immer egal um was oder wen es geht vertrauen kann, weil sowas einfach nur unbezahlbar ist! Was für mich einfach selbstverstädlich ist! Und was passiert mir? Ich bekomm dauernd nur Fäuste in mein Gesicht, die nie die Kraft verlieren und immer weiter und weiter auf mich einschlagen! Kann das alles so nicht mehr. Hauptsache ich hab Praktikum, sitz in meiner Grundschulklasse, die Kinder singen ihre Weihnachtslieder vor sich hin und ich hau erstmal so'nen Text für mich raus.













