Stadtbeobachtungen (oder: Was ist in deiner Handtasche?)
Ich gehe durch die Stadt
Im Café am Straßenrand
essen sich Menschen satt.
Der Wind streift kühl um meine Haut
ich ziehe meine Jacke enger
beobachte die Frau dort vorn
ich glaube, sie steht dort schon länger.
Ich wüsste gern, wer sie wohl ist
Warum steht sie dort?
Stellt sie sich den großen Fragen
an eben jenem Ort?
Was ist in Ihrer Handtasche?
Das will ich wirklich wissen.
Softeis, Feuer, Kippenrauch
und Lippenstift zum Küssen?
Auch wenn ich keine Antwort hab
ich wette sie hat eine.
Ihr Haar ist kraus, ihr Blick ist wild
in ihrem Weg sind Steine.
Seit Ewigkeiten steht sie da
die Sinne sind ganz still
geheim bleibt, wer sie ist
worauf sie wartet, was sie will.
Ich denke, sie hat viel getan
vielleicht geht sie zurück.
Müsste ich sie vielleicht kennen?
Ist das ihr Meisterstück?
Seit Stunden starre ich sie an
so kommt es mir vor.
Sie hat sich noch immer nicht gefangen
ihr Blick haftet am Tor.
Das Tor des kleinen Restaurants
am Wege gegenüber
heraus tritt jetzt ein junger Mann
und kommt zu ihr hinüber.
Da geh’n sie nun, Hand in Hand
gemeinsam in ihr Glück.
ich sehe ihnen hinterher
und bleib allein zurück.
(c) ist bei mir. Teilen dürft ihr gern, aber nennt den Blog.







