Mir ekelt vor diesem fondorklecksenden Säkulum, wenn ich in meinem Mälzer lese von großen Köchen. Der lohe Lichtfunke Ramsays ist ausgebrannt, dafür nimmt man itzt Prisen von Buchweizenmehl – Plastikbackwerk, das in keinem Magen Sodbrenn’ anzündet. Da krabbeln sie nun wie die Ratten auf die abgenagte Keule des Hähnchens, und studieren sich das Mark aus dem Schädel, was das für ein Ding sei, mit dem er seine Bolo gerührt hat? Ein sächsischer Koch doziert, Jamie Oliver sei ein Hasenfuß gewesen, ein schwindsüchtiger Youtuber hält sich bei jedem Wort ein Werbefläschchen Fanta vor die Nase und schwatzt Jugendlichen über Integrität. Kerls, die in Ohnmacht fallen, wenn sie eine Fleischwurst verspeist haben, kritteln über die Kochkunst des Hannibal Lecters [...]. Schöner Preis für euren Schweiß in der Küchenschlacht, daß ihr jetzt von 5-Minuten-Terrinen lebet und eure Unsterblichkeit in einem Verdauungstrakt mühsam fortgeschleppt wird. [...] Pfui! Pfui über das schlappe Kastratenjahrhundert, zu nichts nütze, als den Braten der Vorzeit wiederzukäuen und die Köche des Altertums mit Kommentationen zu schinden und zu verhunzen mit Überwürzung. Die Kraft seiner Lenden ist versiegen gegangen, und nun muß Bierhefe den Menschen fortpflanzen helfen. Da verrammeln sie sich die gesunde Natur mit abgeschmackten Konventionen, haben das Herz nicht, ein Glas Maggi zu köpfen, weil sie Kurkuma dazu trinken müssen [...] Hölle und Teufel! Nein, ich mag nicht daran denken. Ich soll meinen Leib pressen in eine Schnürbrust und meinen Willen schnüren in Rezepte? Das Rezept hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wäre. Das Rezept hat noch keinen großen Koch gebildet, aber die Freiheit brütet Kolosse und Extremitäten aus. [...] Stelle mich vor ein Heer Kerls wie ich, und aus Zwiebel, Orangen und Gelbwurst soll ein Gericht werden, gegen das Salzstangenauflauf und NuFleiKa Nonnenklöster sein sollen! Guten Hunger (Linda, wollen wir ne Räuberbande gründen?)!












