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Irgendeinisch.
Von Thakhek nach Pakxe
Von Vientiane ging es vor ein paar Tagen mit dem VIP-Bus weiter ins südlich gelegene Thakhek. Der VIP-Bus heisst so, weil er in etwas besserem Zustand ist als die “Local”-Busse, über eine Klimaanlage verfügt, weniger Zwischenstopps einlegt und teurer ist, was dazu führt, dass er vor allem von Touris genutzt wird.
Bei der Ankunft im Busbahnhof von Thakhek haben wir ein lustiges Franzosenpärchen kennengelernt, mit denen wir in den folgenden Tagen einiges gemeinsam unternommen haben.
Am ersten Tag in Thakhek haben wir die 30’000-Einwohner-Stadt zu Fuss unter die Lupe genommen und ein paar schöne Fleckchen am Mekong entdeckt. Für den nächsten Tag buchten wir mit den Franzosen einen Tagesausflug zu einem Wasserfall und der Kong-Lo-Höhle.
Die zweistündige Wanderung zum Wasserfall war mehr ein gemütlicher Spaziergang und der Wasserfall wegen der Trockenzeit ein maues Bächlein. In dieser Beziehung wurden wir wohl auf La Réunion etwas verwöhnt. Das einzige Highlight bot uns unser Guide, der eine Schlange entdeckte und mit wenigen Handgriffen geschickt erlegte. Die Schlange ist angeblich eher selten und wird für den Lao-Whiskey verwendet, sprich: er kassiert dafür ein hübsches Sackgeld.
Wieder zurück im Minivan fuhren wir vorbei an einfachen Bauern-Siedlungen und unendlichen (leider trockenen) Reisfeldern bis zur 7km langen Kong-Lo-Höhle. Der Anblick des Flusses, der nach der Höhle fast zum See wird, war ein wahrer Augenschmaus. In der Höhle bestiegen wir die klassischen asiatischen Holzboote und fuhren mit Stirnlampen und Schwimmwesten bewaffnet in die Höhle. Leider wäre auch hier ein “Highlight” hilfreich gewesen, denn die Strahlkraft der Stirnlampen war doch eher bescheiden. Nach einer einstündigen Bootsfahrt verliessen wir die Höhle am anderen Ende. Nach rund einem weiteren Kilometer fahrt - vorbei an Wasserbüffeln und Urwald - besuchten wir ein kleines Bauerndorf für einen kurzen Rast, bevor es den selben Weg wieder zurück durch die Höhle zum Haupteingang ging. Von den im Reiseführer erwähnten Riesenspinnen war nichts zu sehen, was sicher auch den Stirnlampen zu verdanken war (ob die wohl absichtlich nicht so hell leuchten?). Jetzt hiess es nur noch die rund 150 km zurück nach Thakhek zurückzulegen. Aufgrund der sehr bescheidenen Strassenqualität, vor allem abseits der Hauptverbindung von Nord nach Süd, und der einbrechenden Dunkelheit dauerte dies nochmals weitere 3,5 Stunden und unzählige Schlaglöcher.
Nach 3 Tagen in Thakhek bestiegen wir, mangels Alternativen, den “Local Bus” ins südlicher gelegene Pakxe. Abgesehen von wegversperrenden Dieselkanistern im Mittelgang über die jeder drüberklettern musste und dem ständigen Geschüttel laotischer Strassen, war die siebenstündige Fahrt gar nicht so schlimm wie befürchtet. Dies lag sicher auch an den unerwartet wenigen Zwischenstopps und - den Dieselkanistern sei dank - dem fehlenden Platz für die fliegenden Vekäuferinnen, die an den Busbahnhöfen jeweils in die Busse strömen um ihre Waren zu verkaufen. Unterwegs verabschiedete sich noch ein Vorhang: er blieb bei voller Fahrt und geöffnetem Fenster an einem Ast hängen. Die Busse in Laos sind übrigens, wie zahlreiche Warnhinweise in chinesisch und generell kleiner bemessenen Proportionen zeigen, allesamt ausrangierte chinesische Fahrzeuge die hier "z'Bode" gefahren werden.
In Pakxe gab es, nebst einem wunderbaren Sonnenuntergang, auch ein Erfolgserlebnis zu vermelden: Marc hat sein Laos-Trikot gefunden ( in Asia-Grösse XL, entspricht einem S). Mehr aus Pakxe dann in ein paar Tagen