POST-POST-SCRIPTUM 1074
29 - QUE POURRAIT BIEN RACONTER CE PROJET ?
Et s’il s’agissait d’un livre abordant les rapports entre jazz et rock (et vice-versa) d’une manière enfin inédite ?

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POST-POST-SCRIPTUM 1074
29 - QUE POURRAIT BIEN RACONTER CE PROJET ?
Et s’il s’agissait d’un livre abordant les rapports entre jazz et rock (et vice-versa) d’une manière enfin inédite ?
Heinz Drache als Kommissar Krapp in der Episode "Der Kronzeuge" aus der Fernsehserie "Intercontinental-Express" (1966)
Heinz Drache als Kommissar Krapp in der Episode “Der Kronzeuge” aus der Fernsehserie “Intercontinental Express”
“Sie sehen, ich bemühe mich durchaus zu nuancieren...” “Haben Sie eigentlich die Absicht, die ganze Zeit über zu stehen? Setzen Sie sich doch, Herr Fohrler! Kostet das selbe Geld...” “Sie können natürlich schweigen, ununterbrochen - mir gegenüber, dem Richter gegenüber. Sie können schweigend Ihr Urteil annehmen, und können schweigend in Ihre Zelle gehen. Aber das eine kann ich Ihnen heute schon garantieren, und das ist kein Bluff, das vorliegende Belastungsmaterial reicht aus, um Sie lebenslänglich hinter Gitter zu bringen...” “Man kann etwas, was man getan hat, ableugnen. Man kann es verdrängen, aber es wird einen nicht in Ruhe lassen. Keinen Tag und keine Nacht bis ans Lebensende. Sie können sich die Lippen zerbeißen, aber Sie werden immer gegen Wände rennen. Sie werden immer in Angst leben, dass Sie sich verraten in irgendeinem unbedachten Augenblick. Ihre Ruhe werden Sie erst finden, wenn Sie die Tat gestanden haben...” “Wenn Sie Ihren klaren Kopf behalten, werden wir die Vorgänge in aller Sachlichkeit rekonstruieren können...” Zwei Männer gehen einen Bahnsteig in Frankfurt am Main entlang. Der eine trägt einen offenen Mantel unter dem ein eleganter Anzug und eine modische Krawatte zu sehen sind. In der Hand hält er eine Aktentasche. Selbstbewußt weist er dem neben ihm gehenden Herren den Weg. Dieser hat seinen Mantel nachlässig zugeknöpft, wirkt angespannt und verschlossen. Bevor sie den Zug nach Stuttgart besteigen, treffen sich die Blicke der Beiden. Besorgnis und Ungewissheit zeigen sich in den großen dunklen Augen des einen Mannes, der selbstsichere Herr mit der Aktentasche mustert ihn intensiv und lauernd. An der Wagontür wurde ein Hinweisschild befestigt: “Reservierter Wagen. Leitende Oberstaatsanwaltschaft bei dem Landgericht Frankfurt am Main”. Entschlossen öffnet er elegant gekleidete Herr die Abteiltür, wirft nonchalant seine Aktentasche auf einen Sitzplatz und schließt das Fenster. Alles am Auftreten dieses Mannes verrät Souveränität und Energie. Der Herr im nachlässig zugeknöpften Mantel folgt ihm zögernd, wobei ihn der andere Mann nicht aus den Augen läßt. Während der kultiviert Selbstsichere es sich sogleich bequem macht, bleibt der andere verkrampft am Fenster stehen und weigert sich zunächst, Platz zu nehmen. Von nun an beginnen diese beiden Männer ein Duell, das sie mit Blicken, Gesten und Worten führen werden. Herr Fohrler steht im Verdacht, seine Schwester Elisabeth vorsätzlich aus dem fahrenden Zug gestoßen zu haben, und Kommissar Krapp will ihn während einer Rekonstruktion des Tatherganges unter allen Umständen des Mordes überführen. Weil der Kommissar von Fohrlers Schuld überzeugt ist, drängt er ihn ständig in die Defensive, läßt ihn kaum einen Moment aus den Augen und zwingt ihn mit überlegen-arrogantem Lächeln zu Aussagen, durch die sich der Mann endgültig belastet. Selbst den angebotenen Alkohol nutzt der Kommissar nicht dazu, den Verdächtigen zu entspannen, sondern um ihm die Zunge zu lösen und ihn dann als Trinker aus Angstmotiven zu denunzieren. Krapp scheint seine überlegene Situation auszukosten, was sich auch in seinem ständigen genussvollen Rauchen manifestiert. Oft steht der Inspektor auf und beugt sich dicht über den sitzenden Fohrler, um ihn auch physisch einzuschüchtern. Mit zusammengekniffenen Augen und energisch vorgerecktem Kinn erscheint der sonst mit so gelassener Dominanz auftretende Mann in der Tat eine Bedrohung. Hinter seiner distinguierten Zurückhaltung haben sich offensichtlich Frustration und Aggressivität aufgestaut. Wenigstens einmal schreit er den Verdächtigen an und wird mitunter etwas lauter als notwendig. Aus allen seinen Bemerkungen wird deutlich, dass Krapp Fohrler nicht ein Wort glaubt, das dieser zu seiner Verteidigung vorbringt. Mit Skepsis im Blick und spöttisch verzogenen Lippen mustert er sein Gegenüber. Selbst als das Rätsel des Falles gelöst ist, und Kommissar Krapp seine Niederlage eingestehen müßte und sich über die Verbissenheit, mit der er einen Unschuldigen verfolgt hat, Rechenschaft ablegen müßte, steht lediglich ein ironisches Lächeln in seinen Augen und spielt auch um seine Mundwinkel. Erst bei Fohrlers Flucht am Ende spiegelt sich zum ersten Mal menschliche Betroffenheit in Krapps Gesichtszügen. Doch dafür könnte es nunmehr zu spät sein ...