Fix You
Esther weiß nicht, wie es dazu gekommen ist, dass sie diesen Weg wieder regelmäßig fährt. Jahrzehntelang hat sie das nicht getan, aber jetzt – jetzt ist es anders. Jetzt hat sie eine Tasche mit Wechselsachen und Zahnbürste im Auto.
Rückenschmerzen hat sie auch. Das Sofa ist nicht für dauerhafte Übernachtungen gedacht. Aber es ist besser als bei Katja im Bett aufzuwachen, auf der Seite, wo sonst Clemens geschlafen hat. Es liegt immer noch das Buch über gewaltfreie Kommunikation auf seinem Nachttisch. Das Wasserglas hat einen Rand mit Kalkablagerungen und eine Schicht Staub darin.
Es ist besser als neben Katja aufzuwachen und diese Müdigkeit in ihren Augen zu sehen, oder die Flasche, die Katja mit ins Schlafzimmer genommen hat.
Da nimmt sie es lieber in Kauf, dass sie von Max morgens kritisch beäugt wird, wenn sie es nicht geschafft hat, vor ihm aufzustehen und ihr nächtliches Lager wegzuräumen, die Spuren der Nacht zu verwischen. Nicht, dass viel passiert wäre. Meistens. Nichts auf dem Sofa. Und nichts auf dem Bett, das sich Katja und Clemens geteilt haben. Es fühlt sich falsch an.
(Weiter auf Ao3)













