7. Juli 2026
»run and forget« mal anders
Mein iPhone mini ist seit einer Woche kaputt. Zumindest klingelt es nicht mehr, wenn ich angerufen werde, und fiepst nicht, wenn ich eine Nachricht bekomme. Doch die Einstellungen sind plausibel und der Lautsprecher funktioniert bei meinen Tests. Natürlich bitte ich die Künstliche um Rat, den sie mir ebenso wortreich wie erfolglos gewährt. Ich denke über ein Nachfolgemodell nach; das scheint bei mir ein Muster zu sein.
Glücklicherweise fällt mir noch ein Tool ein, das meine technik-affine Donauwörth-Großmutter ihren Kindern und Enkeln in die Werkzeugkiste gelegt hat: »Die Leit san zum frogn do!« (Der Begriff »Schwarmintelligenz« war in den 70ern noch nicht gebräuchlich.) Auf dem Weg zur Kantine klage ich also meiner Kollegin Marie-Christin mein Leid. Sie ist eigentlich Juristin, hat in unserem Team jedoch schon häufiger selbst hartnäckige iPhone-Probleme mit stoischer Gelassenheit gelöst. Marie-Christin hört sich meine Fehlerbeschreibung an, fragt nach meinem iPhone-Modell und weist mich ohne Umschweife auf einen Kippschalter an der Seite des Gerätes hin. Zeige dieser eine rote Markierung, sei das Gerät stumm geschaltet. So war es dann auch.
Und plötzlich erinnere ich mich an diese wichtige Besprechung neulich, bei der ich die Idee hatte, den Kippschalter zu testen. Gedacht, getan, vergessen.
(Frank Schiersner)














