Into the Jungle - Die ersten drei Wochen in Tanzania
Nun sind es schon fast drei Wochen die ich hier in Tanzania bin und gute zwei Wochen in Marangu/Msae. Hier wohne ich direkt beim Waisenheim, das aus vier Schlafgebäuden für die Kinder besteht und einen, meiner Meinung nach viel zu kleinen Aufenhaltsraum. Doch Platzmangel und Geldmangel ist Mama Mrina die hier, ja man kann fast sagen Chefin ist, nichts neues. Es stehen im kleinen Campus auch noch zwei noch nicht ganz fertig gestellte Häuser, beim einen fehlt das Dach, beim anderen stehen die Ziegeln Hüft hoch. Auch viele Tiere kann man hier finden, wie Ziegen, Kühe, Schweine, Hunde und Hühner und Hähne die man überall im Dschungel finden kann. Zur dazugehörigen Schule muss man die Einfahrt rauf, an der die Kirche steht, einen anderen Weg kreuzen und ein Stück hinab (ja, hier ist es sehr hügelig). Das ist eine fünf Minuten Gehzeit. Die Schule besteht aus vier Gebäuden, zwei Klassenhäuser, einem WC-Haus, das ich so gut wie es geht meide und einer Küche. Es gibt auch ein sehr sehr kleines Lehrerzimmer, nicht mit dem zu vergleichen was ich von Österreich kenne. Der Alltag hier sieht so aus: Meist stehe ich so ca. um 6.30 Uhr auf, manchmal werde ich auch schon vorher von den Geräuschen rundherum wach, nachdem ich mich fertig hergerichtet habe gibt es Frühstück, herausgebackene Teigklötze oder Weißbrot und Kaffee. Dann geht es auch schon los zur Schule. Ich unterrichte jeden Tag eine Schulstunde, die hier 40 Minuten dauert, Englisch in der dritten Klasse (8-10-jährige). Oft gehe ich auch als Lehrer-Assistentin mit einen anderen Voulenteer mit in eine seiner/ihrer Stunden. Das Unterrichten ist eine große Herausforderung für mich, wie ich gemerkt habe ist es gar nicht so einfach den Kindern etwas verständlich zu erklären, sie tun sich sehr schwer beim Lernen. Es gibt ein Buch in dem der ganze Jahres-Stoff drinnen steht, die Schüler haben nur ihre Schulhefte, einen Bleistift und einen Kugelschreiber. Meist gibt es in jeder Stunde einen Schüler bei dem der Kugelschreiber nicht funktioniert oder der ihn vergessen hat, somit borge ich meinen Stift her. Das einzige was die Klassenräume mit Österreich gleich haben ist, dass Plakate auf den Wänden hängen und dass es in jeder Klasse eine Tafel gibt. In der ersten und zweiten Klasse gibt es sogar einen Lehrertisch. Wenn ich nichts zu tun habe hänge ich entweder im Lehrerzimmer ab oder im Wohnzimmer beim Heim. Zumittag gibt's dann herüben beim Heim Essen, für uns Voulenteers zumindest. Die anderen Lehrer essen bei der Schule. Nachmittags bin ich sehr selten bei der Schule, da es nichts zu tun gibt. Die Kinder haben bis 15 Uhr Schule und die die von außerhalb sind fahren mit dem Schulbus, es gibt nur diesen einen der alle Ortschaften abklappert. Für manche heißt das somit ein oder zwei Stunden Busfahrt. In Jimbo, beim Heim, haben die Schüler abends eine Stunde "Studierzeit" wo gelernt wird oder Hausaufgaben gemacht werden. Anschließend wird gesungen und gebetet. Zum Schluss gibt es Essen, ziemlich spät so um 20 Uhr. Doch ich esse immer drinnen im "Haupthaus". Die Essgewohnheiten waren für mich anfangs gewöhnungsbedürftig. Es gibt oft das Gleiche, Zumittag und am Abend wird immer warmes gegessen, als Nachtisch Obst. Zwischendurch gibt es oft Süßgetränke wie Fanta, Sprite, Cola. Süßigkeiten werden kaum gegessen, nur Kaugummi oder Bonbons.Gekocht wird mit Feuer oder Kohlen. Gestern habe ich in der Küche mitgeholfen. Das hat so ausgesehen, dass ich auf einen Sessel saß und auf den anderen Sessel gegenüber von mir Tomaten schnitt, mich dann auf einen sehr niedrigen kleinen Hocker setzte der auf der einen Seite ein Art Reibe rausstehen hatte, mit der ich das Innere der Kokosnuss ausrieb. Die Kohlgefäße mit den heißen Kohlen drinnen und den runden Kochtöpfen darauf, standen am Boden. Zuerst wurde eine Soße gemacht mit Zwiebel, Tomaten und Paprika, als es kochte wurde Wasser aufgegossen und wieder gewartet bis es kochte, was sehr schnell ging, zu guter letzt wurden die Spagetti hinzugefügt. Es ist eine ganz andere Art zu kochen, die mich sehr fasziniert.











