... begegne wachsam deinen #Gefühlen ~ sie sind deine #Konstrukte ~ und nicht die, der anderen !
( #Samara )
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... begegne wachsam deinen #Gefühlen ~ sie sind deine #Konstrukte ~ und nicht die, der anderen !
( #Samara )
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Für das Teeorakel wird der Teesatz aus dem Sieb auf einen runden, hellen Teller geschlagen und liegt somit zur Deutung ausgebreitet vor. Die Teeblätter im losen, runden Haufen bilden ein unregelmäßiges Muster. Sie kühlen ab, sie trocknen. Was nun weiter? Eine Beziehung zu dem Teehaufen eingehen?! Zumindest wäre zu überlegen, wie denn all solch Beziehung geknüpft werden könnte. Hineinsehen. Möglichkeiten der Deutung, hermeneutische Verfahren, Deutungstests und Rücknahmen. Der Begriff der Freiheit und des Zufalls, Unbegrifflichkeit in der Geschichte, die Funktion von Vergangenheit. Wenn die Teescheibe ein Nabel der Welt ist, welches ist dann beider Morphologie? Von wo kam die Nabelschnur, Funktionen des Weltenbaumes? Wie sollten wir auf die Teeschüttung zugreifen? Mit je solchen thematischen Vorgaben oder offen und zerstreut (wir könnten uns über werweißwas unterhalten, vons-höcksken-aufs-stöcksken, ... von Blättchen zu Blättchen) banal.
Beides wäre kryptisch genug, übrigens auch Versuche der exakten Beschreibung des Teemusters. Beschreibung, Metaüberlegungen und bloße Unterhaltung verhalten sich zu den Erwartungen eines Publikums indifferent bis abweisend. Im gemeinen Verstande wäre doch die enthaltene Anweisung, der hilfreiche Ratschlag zu suchen.
Gäbe es von je uns manifeste Deutungen: Voraussagen für die spezielle Situation? Sollten wir sie äußern? Sollten wir sie äußern, legten wir sie der Gegend auf, sagten Weisungen, setzen Flüche, träfen Glücksbestimmungen, zeugten Eulen und Ratten? Delphi gab Gestammel aus. Die Kunst modernerdings konfrontiert ihr Publikum mit dessen Individualität und Bestimmpflicht – was sehe ich, was soll das da für mich und überhaupt sein? – So auch unsere Tee-Orakelfälle. Was siehst Du im Rund der Teereste? Wie würdest Du dessen Struktur auslegen?
Bau selbst dein Konstrukt, der Grund ist amorph. Frag nach Dir, frag nach dem Horizont, frag den Zufall über die Zukunft.
Und sprich die Antwort aus. Sollten wir das Publikum methodisch ins Orakel einbeziehen? Naive Fragen und Sprüche. Wir würden diese sammeln. Animateure der Krisen und der Zukunft. Es könnte sein, daß solche Sprüche selten sind. Daß man nichts mit der Form dort anfangen könne, wäre ein häufiges Statement. "Nichts damit anfangen." Was heißt nun das wieder. Nichts? Um anzufangen, auch uns fällt das Anknüpfen schwer. Unmerklich, bedenkenlos, belanglos, ratlos, frei (des Brainstorms wahne Dynamik hieße im Vergleich, "dicht wie ein Stahlblock") zwängen wir uns aus der Dichtung. Heißt nicht Wahrsagen auflösen, unverständlich zeigen? Wir überlassen uns dem abgekochten, ausgebrühten … (Abgebrühten-Ausgekochten. Was ist die Botschaft? Um so was kannst du dich grade nicht kümmern, da hast du ganz andere Sorgen? Mhh. Die ganz anderen Sorgen, die Du hast, im Grunde auch nur ein Sieb Teeblätter? Was der Paradigmenschwindel derzeit draus macht, Du glaubst Dich orientiert? Die Himmelsrichtungen flattern im Wind der Geschichte und fallen. Du mußt weitererzählen, aber anders, unabsehbar anders, fremd anders. Die ganz anderen Sorgen wären dem ganz Anderen geschuldet.
Sag schon! Etwas statt Nichts. Überfordert? Ja! (mit kurzem a)
Die Welt legt sich selbst aus. In der Nähe des Orakels werden wir selbst zum undeutlichen Muster. Construct fading. Entwerfen ohne zu treffen.