ich bin mittlerweile auf der Zielgeraden meiner Ausbildung angelangt und werde im Juli 2020 meine Lehre zur Zerspanungsmechanikerin abschließen.
Dass dies kein Zuckerschlecken wird, aber mit genügend Motivation und Eifer durchaus machbar ist, hat unser Azubi Marcel Barth bewiesen. Er startete Anfang März in das Berufsleben bei ZF, nachdem er seine Ausbildung zum Mechatroniker als IHK-Kammersieger 2019 im Bezirk Würzburg-Schweinfurt und bayerischer Landesbester 2019 im Beruf Mechatroniker abschloss.
Bereits in der Vorstellungsrunde unserer Kennenlernwoche in Pottenstein gab er an, er würde gerne seinen Schnitt von 1,... seines Realschulabschlusses halten und die Berufsausbildung ebenfalls mit einem Einser-Schnitt beenden. Herzlichen Glückwunsch, dass du dieses Ziel erreichen konntest, Marcel!
Ich habe ihm nun, ein halbes Jahr nach seiner Prüfung, einige Fragen zu dieser aufregenden Zeit gestellt. Vielleicht verrät er uns ja den ein oder anderen Tipp, wie er es zu einer solch überragenden Leistung gebracht hat.
Auf die Frage, was ihn grundsätzlich motiviert hat, antwortete er folgendermaßen:
„Zum einen der Wunsch, nach der Ausbildung eine Facharbeiterstelle zu bekommen und Weiterbildungsmaßnahmen mit Stipendien und Zuschüssen machen zu können.“
Außerdem nennt er hier auch private Gründe.
Seine Vorbereitung begann ca. 2 Monate vorher in der Ausbildungswerkstatt. Hier rät er, die Prüfungsvorbereitung und die Zeit zu nutzen, welche man geschenkt bekommt. Auch die in der Berufsschule, wenn ein paar Prüfungen geübt werden.
Zuhause startete er ca. 2 Wochen zuvor und investierte pro Tag eine Dreiviertelstunde und überflog grob den Stoff aus der Berufsschule, was ihm immer ausreichte, da man es ja schon mal gelernt hatte.
Seiner Meinung nach hat man nämlich den größten Lernerfolg, wenn man in der Schule aufpasst und hier „seine Sachen erledigt“. Somit habe Marcel sich den größten Teil seines Wissens während der Ausbildung angeeignet und konnte es durch kurze Wiederholung schnell abrufen.
Zudem rechnete er alte Prüfungen durch, stellte sich den Rechenweg kurz vor oder sprach Aufgaben ab und an auch in der Gruppe noch einmal durch.
Das Fachgespräch übte er nach der Ausarbeitung mit seinem Ausbilder Herrn Sauer, was Marcel als sehr hilfreich beschreibt.
Bei Fragen wurde er grundsätzlich immer unterstützt und obwohl das Equipment schon etwas älter war, war es dennoch für die Prüfungen bewehrt. Durch die neue E-Werkstatt seien die Kenntnisse allerdings noch verbessert worden. Deshalb gibt er ein klares JA als Antwort auf die Frage, ob die Ausbilder und die Ausbildungsmöglichkeiten der Lehrwerkstatt einen wesentlichen Beitrag zu seinem guten Abschluss geleistet haben. Dies muss in einem anderen Unternehmen nicht unbedingt genauso der Fall sein. Hier bei ZF hat man sehr viele Kurse und Möglichkeiten, sich Wissen anzueignen, meint Marcel, man müsse sie nur nutzen.
Schon während seiner Ausbildung war er längere Zeit in der produktionsnahen IT versetzt. Heute hat er dort einen Platz als Facharbeiter. Die Arbeit bereitet ihm große Freude und das erlernte Wissen aus der Ausbildung findet seine Anwendung. Dennoch kommt viel Neues dazu, das man sich eigenständig aneignen muss oder von den neuen Kollegen super erklärt bekommt.
Abgesehen von seiner momentanen Weiterbildung zum Techniker in Fachrichtung Elektrotechnik beim DAA-Technikum neben der Arbeitszeit, möchte Marcel erst einmal in der produktionsnahen IT bleiben und eventuell durch ein Studium das Tätigkeitsfeld erneut erweitern.
Seine Tipps für die Azubis:
„Für eine erfolgreiche Prüfung, die Zeit für Übungen im Betrieb sinnvoll nutzen und die Berufsschule ernst nehmen (zumindest den Fachunterricht). Man sollte seine Arbeit mögen und gern auf die Arbeit gehen, sonst bringt die Ausbildung nichts. Und Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht, sowohl in der Schule, als auch im Betrieb.“
Lieber Marcel, die Ausbildung wünscht dir für deinen beruflichen Weg weiterhin alles Gute und hoffentlich bleibt dir die Freude an deiner Arbeit erhalten!