Das Lesen über Touchscreens vollzieht sich multimodal und multidimensional.
Alyson Simpson, Maureen Walsh, Jennifer Rowsell (2013) The digital reading path: researching modes and multidirectionality with iPads. In: Literacy. DOI: 10.1111/lit.12009 [Early view]
Kernaussage:
Berührungsempfindliche Bildschirme (Touchscreens) fördern ein multimodales und -direktionales (also nicht-lineares) Lesen. Der damit verbundene und beobachtbare Prozess basiert auf einer dynamischen Materialität (dynamic materiality), die sich zwischen dem Lese- und Schreibhandlungen und der Technologie ergibt. Tablets bzw. Touchscreen-Geräte bringen also ein spezifisches haptisches Element in Lernprozesse. Die Technologie selbst wirkt auf die Analysemethodologie zurück, denn sie ermöglicht ein spezifisches Nachvollziehen von Lese- bzw. Nutzungspfaden (reading paths) anhand des Zusammenspiels von physischem Handeln (touch) und dem symbolischen Verknüpfen (semantic chaining), eignet sich also sehr gut für die Analyse metatextueller Aufmerksamkeit (metatextual awareness). Sie trägt damit auch einer allgemein wahrgenommenen wachsenden Bedeutung haptischer bzw. multi-sensorischer Aspekte in der Bildung Rechnung. (bk, 08.08.2013)












